Sie sind hier: Home > Regional > Berlin >

Corona-Ausbruch in Berlin: Merkel und Müller haben Hausverbot in Kneipe

Wegen Corona-Maßnahmen  

Merkel und Müller haben Hausverbot in Berliner Kneipe

01.11.2020, 11:17 Uhr | dpa

Corona-Ausbruch in Berlin: Merkel und Müller haben Hausverbot in Kneipe. Der Gastraum des Lokals "Ständige Vertretung": Die Geschäftsführer können die erneute Schließung der Gastronomie nicht nachvollziehen. (Quelle: dpa/Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild)

Der Gastraum des Lokals "Ständige Vertretung": Die Geschäftsführer können die erneute Schließung der Gastronomie nicht nachvollziehen. (Quelle: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild/dpa)

Kein Verständnis für erneuten Lockdown: Zwei Kneipen-Chefs werfen der Politik vor, sich nicht frühzeitig auf eine zweite Corona-Welle vorbereitet zu haben. Die – aus ihrer Sicht – Verantwortlichen erhalten nun Hausverbot.

Hausverbot für Angela Merkel und Michael Müller: Als Reaktion auf die verordnete Schließung aller Gaststätten ab diesem Montag möchte die legendäre Berliner Polit-Kneipe "Ständige Vertretung" (StäV) der Bundeskanzlerin, dem Regierenden Bürgermeister und weiteren Spitzenpolitikern kein Kölsch mehr ausschenken und auch kein Eisbein mehr servieren. Die erneute Zwangsschließung sei eine Katastrophe für die Gastronomie, sagte Geschäftsführer Jörn Peter Brinkmann der Deutschen Presse-Agentur am Samstag und warf der Bundesregierung bei ihrer Corona-Politik Aktionismus statt überlegtes Handeln vor.

In einem Video auf Facebook erklärten Brinkmann und sein Partner Jan Philipp Bubinger, die Politik habe die Zeit seit April nicht genutzt, um das Land auf eine zweite Corona-Welle vorzubereiten. Die "StäV" etwa habe dagegen aufwendig Vorsorge getroffen, um ihre Gäste zu schützen. Eine Schließung der Gaststätten sei nicht nachzuvollziehen. Brinkmann rief seine Kollegen in der Gastronomie auf, sich dem Hausverbot gegen die Politiker anzuschließen.

Wirte wollen Gespräch anbieten

Der Bann der "StäV" trifft auch Finanzminister Olaf Scholz, Gesundheitssenatorin Dilek Kalyci (beide SPD) sowie Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU). Davor hatte die "B.Z." berichtet. Merkel und Scholz seien bereits in der "Stäv" gewesen, von Söder wisse er es nicht genau, sagte Brinkmann.

Allerdings zeigte sich der Wirt versöhnlich. Würde die Kanzlerin irgendwann dennoch zur "StäV" kommen ("jetzt geht es ja nicht, wir müssen ja schließen") würde er zunächst das Gespräch mit ihr suchen.

Die "StäV" mit ihrem rheinländischem Flair neben dem Bahnhof Friedrichstraße war 1997 von zwei Bonner Gastwirten in Berlin gegründet worden – zunächst vor allem für die Umzügler aus Ministerien und Ministerin nach Berlin. Brinkmann und Bubinger hatten das Lokal vor drei Jahren übernommen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal