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"Tag der Arbeit" in Berlin: Diese Demos sind am 1. Mai geplant

Polizei vor schwierigem Einsatz  

Diese Demos sind am 1. Mai in Berlin geplant

30.04.2021, 12:49 Uhr | t-online, dpa

"Tag der Arbeit" in Berlin: Diese Demos sind am 1. Mai geplant. Polizisten und Demonstranten mit Bengalischem Feuer auf einer Demo am 1. Mai 2020 in Berlin: Die Polizei kündigte ein hartes Vorgehen bei Verstößen gegen die Auflagen an.  (Quelle: imago images/Christian Spicker/Archivbild)

Polizisten und Demonstranten mit Bengalischem Feuer auf einer Demo am 1. Mai 2020 in Berlin: Die Polizei kündigte ein hartes Vorgehen bei Verstößen gegen die Auflagen an. (Quelle: Christian Spicker/Archivbild/imago images)

In Berlin bereitet sich die Polizei auf einen herausfordernden Einsatz vor. Für den 1. Mai wurden zahlreiche Demonstrationen und Protestaktionen mit Tausenden Teilnehmer angemeldet. Ein Überblick. 

Der Berliner Polizei steht erneut ein turbulentes Wochenende bevor: Anlässlich des Tages der Arbeit am 1. Mai wurden in der Hauptstadt zahlreiche Demonstrationen und Kundgebungen angemeldet. Losgehen soll es schon Freitagabend, in der sogenannten Walpurgisnacht.

Ab 17 Uhr ziehen linke und linksradikale Gruppen durch den Wedding – vom Leopoldplatz zum S-Bahnhof Gesundbrunnen. Die Demonstration trägt den Titel "Von der Krise zur Enteignung". Bei der Polizei sind 2.000 Teilnehmer angemeldet. Am späteren Abend laufen feministische Frauengruppen mit dem Motto "Take back the night – Wir nehmen uns die Nacht zurück" durch Kreuzberg.

Verschiedene Fahrraddemos geplant

Am Samstag folgen dann diverse Demonstrationen und Kundgebungen: Um 10 Uhr ist unter anderem eine Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) am Pariser Platz geplant. Gemeinsam mit dem ADFC hat der DGB zudem eine Fahrrad-Sternfahrt organisiert. Ab 10 Uhr wollen sich bis zu 2.500 Teilnehmer aus verschiedenen Richtungen auf den Weg zum Großen Stern an der Siegessäule machen. 

Zum Johannaplatz nach Grunewald wollen Aktivisten der Interkiezionalen Fahrrad-Sternfahrt "MyGruni" ab 10 Uhr aus verschiedenen Richtungen aufbrechen. Auch hier wurden 2.500 Teilnehmer angemeldet, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet. Angaben des "Tagesspiegel" zufolge, richtet sich die Aktion gegen die ungleiche Verteilung von Vermögen.

Clubszene und Gegner der Corona-Maßnahmen protestieren

Um 13 Uhr wollen Clubbetreiber, -besucher, Musiker und DJs für die Wiederbelebung der Kultur- und Clubszene demonstrieren. Bei dem Protestzug, der vom Stralauer Platz bis zum Paul-und-Paula-Ufer an der Rummelsburger Bucht ziehen will, werden etwa 500 Teilnehmer erwartet.

Auch Gegner der Corona-Maßnahmen wollen am 1. Mai protestieren. Unter dem Motto "Linke gegen Corona-Willkür" startet um 12 Uhr ein Protestzug in Lichtenberg. Wie der "Tagesspiegel" berichtet, werden hierzu einige Hundert Sympathisanten aus dem "Querdenker"-Milieu erwartet. 

Hier steht die Polizei vor allem vor der Herausforderung, Zusammenstöße zwischen Gegnern der Corona-Maßnahmen und Gegendemonstranten zu verhindern, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Zudem hatte Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik angekündigt, die Corona-Auflagen konsequent durchsetzen zu wollen. Bei Verstößen würden die Versammlungen rasch aufgelöst – im schlimmsten Fall auch mithilfe von Wasserwerfern

Tausende bei "Demonstration zum revolutionären 1. Mai" erwartet

Am Samstagabend folgt schließlich die traditionelle autonome "Demonstration zum revolutionären 1. Mai". Der Protestzug soll ab 18 Uhr vom Hermannplatz in Neukölln durch Kreuzberg zum Oranienplatz führen. Bei der linken und linksradikalen Demonstration rechnen Polizei und Senat mit bis zu 10.000 Teilnehmern. 

Nach der linksradikalen Demonstration zum 1. Mai hatte es viele Jahre lang heftige Angriffe auf die Polizei und Randale gegeben. Zwar ging das Ausmaß der Gewalt im Laufe der Jahre nach und nach zurück. Doch auch in diesem Jahr wird wegen der Debatten um den Mietendeckel und anstehender weiterer Räumungen eine aufgeheizte Stimmung erwartet.

Berlinweit sind den ganzen Tag über viele weitere Kundgebungen und Protestaktionen geplant. Die Demonstrationen sind von der seit Samstag gültigen Corona-Ausgangssperre nach 22 Uhr nicht betroffen. Allerdings wurden die Demonstrationen in den vergangenen Jahren immer weit vor 22 Uhr beendet. Danach blieben aber noch Tausende Menschen bis in die Nacht hinein auf den Straßen. In diesem Jahr steht die Polizei also vor der Aufgabe, diese Menschen dazu zu bewegen, nach Hause zu gehen.

Verwendete Quellen:

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