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Berlin: Greta Thunberg kommt vor Bundestagswahl 2021 zum Klimastreik

Kritik an deutscher Politik  

Greta Thunberg kommt zum Klimastreik nach Berlin

17.09.2021, 10:55 Uhr | t-online, dpa

Berlin: Greta Thunberg kommt vor Bundestagswahl 2021 zum Klimastreik. Greta Thunberg mit der deutschen Klimaaktivistin Luisa Neubauer (Archivbild): Thunberg will bei einer Demonstration kurz vor der Bundestagswahl in Berlin teilnehmen. (Quelle: TT)

Greta Thunberg mit der deutschen Klimaaktivistin Luisa Neubauer (Archivbild): Thunberg will bei einer Demonstration kurz vor der Bundestagswahl in Berlin teilnehmen. (Quelle: TT)

Greta Thunberg nimmt zwei Tage vor der Bundestagswahl an einem Klimastreik in Berlin teil. Die deutsche Klimapolitik hält sie für völlig unzureichend.

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg nimmt am 24. September, also zwei Tage vor der Bundestagswahl, in Berlin an einer Demonstration für den Klimaschutz teil. Das berichtet der "Tagesspiegel". Im Gespräch mit der Zeitung betonte Thunberg, sie werde nicht für eine bestimmte Partei werben: "Wir sind keine Lobbyisten für die Grünen."

Es gehe nicht darum, dass "die richtige" Partei gewählt werde, sagte sie demnach weiter. Entscheidend sei, "dass die Menschen zur Wahl gehen und für die Option stimmen, die sie für die Beste halten – oder die am wenigsten schlechte". Denn in Deutschland behandele "kein Politiker, keine Politikerin, keine Partei die Klimakrise wie einen Notfall."

Klimastreik in Berlin: Kritik an Deutschland

Konkret kritisierte die junge Schwedin, dass Deutschland erst 2038 aus der Kohle aussteigen wolle. Das Land werde so "wie fast alle anderen Staaten auch" seine Ziele im Blick auf das Pariser Klimaschutzabkommen und das darin formulierte 1,5-Grad-Ziel verfehlen.

Auch die deutsche Klimaaktivistin Luisa Neubauer beklagte zu wenig Einsatz für den Klimaschutz von allen deutschen Parteien. Allerdings spiele das Thema im derzeitigen Wahlkampf eine bedeutend größere Rolle als noch vor zwei Jahren. "Wir sehen also schon, wohin wir als Klimabewegung die Parteien gebracht haben und was sich verändert hat", sagte sie dem "Tagesspiegel".

Die Vereinten Nationen hatten noch am Donnerstag in einem neuen Bericht gewarnt, dass das 1,5-Grad-Ziel bereits nur noch mit drastischen Maßnahmen zu erreichen sei. Im Pariser Abkommen von 2015 wurde vereinbart, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, möglichst aber auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Laut UN-Bericht müsste dafür der Ausstoß von Treibhausgasen sofort stark reduziert werden.

In Deutschland soll es am Freitag kommender Woche in mehr als 350 Städten Proteste geben, weltweit mehr als 1.160. Die Protestinitiative fordert Maßnahmen, um die Klimaerhitzung auf 1,5 Grad zu begrenzen.

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