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Frankfurt: Hanau-Graffiti an Friedensbrücke beschmiert

Kurz vor Mahnwache  

Unbekannte beschmieren Hanau-Graffiti an Friedensbrücke

29.12.2020, 09:06 Uhr | t-online

Frankfurt: Hanau-Graffiti an Friedensbrücke beschmiert. "Kiffen tötet Gehirn": Das Gedenk-Graffiti in Frankfurt wurde von Unbekannten verunstaltet. (Quelle: Kollektiv ohne Namen)

"Kiffen tötet Gehirn": Das Gedenk-Graffiti in Frankfurt wurde von Unbekannten verunstaltet. (Quelle: Kollektiv ohne Namen)

Kurz vor einer geplanten Mahnwache für die Opfer des rassistischen Anschlags in Hanau ist das Graffiti unter der Friedensbrücke in Frankfurt beschmiert worden. Die Polizei ermittelt.

In Frankfurt ist das Graffiti unter der Friedensbrücke in Gedenken an die Opfer des rassistischen Anschlags in Hanau beschmiert worden. Aus dem ursprünglichen Schriftzug "Rassismus tötet" machten unbekannte Täter "Kiffen tötet Gehirn!". Die Polizei ermittelt.

Wer das Graffiti beschädigt hat, ist ebenso unklar wie die Tatzeit und das Motiv. Die Ermittlungen dazu laufen. Wie die "Hessenschau" berichtet, wird zunächst kein extremistischer Hintergrund vermutet.

Offen ist auch, ob die Tat in Verbindung mit einer geplanten Mahnwache vor dem Elternhaus des Hanau-Täters steht. Sie soll am Dienstag stattfinden. Vor wenigen Wochen waren auch Einzelheiten über den Vater des Täters ans Licht gekommen. Er soll sich rassistisch geäußert haben und die Entfernung von Gedenktafeln und des Graffitis in Frankfurt gefordert haben. Sein Sohn hatte am 19. Februar neun Menschen erschossen, bevor er seine Mutter und sich selbst tötete.

Das Graffiti vom Künstlerkollektiv "Kollektiv ohne Namen", dessen Kernbereiche Jugendarbeit und Migration sind, ist am 19. Juni enthüllt worden. Ziel des Graffitis sei nicht nur das Gedenken der Opfer, sondern auch, dass "die Leute in ihrem Alltag mit den gesellschaftlichen Problemen konfrontiert werden und somit auch irgendwie darüber nachdenken müssen und diesen nicht ausweichen können", erklärt das Kollektiv erst am Montag in einem Interview. 

Wie die Künstlergruppe mitteilte, soll ihr Werk noch am Dienstag repariert werden.

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