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Corona in Frankfurt: Delta-Variante nimmt zu – höchste Inzidenz Deutschlands

Delta-Variante nimmt zu  

Frankfurt meldet bundesweit höchste Inzidenz

10.07.2021, 07:48 Uhr
Corona in Frankfurt: Delta-Variante nimmt zu  – höchste Inzidenz Deutschlands. Coronavirus - Bundespolizei Flughafen Frankfurt (Quelle: dpa/Boris Roessler)

Eine Streife der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen: Die Inzidenz in der Stadt liegt derzeit so hoch wie nirgendwo sonst in Deutschland. (Quelle: Boris Roessler/dpa)

Der R-Wert steigt, die Delta-Variante befindet sich auf dem Vormarsch und dominiert inzwischen. Bundesweit am meisten Corona-Fälle pro Woche und 100.000 Einwohner meldet derzeit Frankfurt. 

Am Montag war es noch Platz vier, Dienstag kletterte Frankfurt auf Rang zwei – und am Donnerstag hat die Stadt nun die unrühmliche Spitze erreicht: Nirgendwo sonst in Deutschland infizieren sich relativ zur Bevölkerungszahl so viele Menschen mit dem Coronavirus.

Laut Robert-Koch-Institut liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschlands fünftgrößter Stadt aktuell bei 20,0. Das ist rund das Vierfache des bundesweiten Wertes von 5,2 und auch deutlich mehr als die hessische Inzidenz, die 8,3 beträgt. 

"Diffuses Infektionsgeschehen"

Das Gesundheitsamt der Stadt spricht von einem "diffusen Infektionsgeschehen". Das heißt: Es gibt keine größeren Cluster, die die Zahlen erklären könnten. Statt des einen dramatischen Ausbruchs glimmen ständig neue Glutnester auf, verteilt über die ganze Stadt.

"Es gibt zum aktuellen Zeitpunkt auch keine erkennbaren Anstiege in einzelnen Altersgruppen", teilt das Gesundheitsamt auf Anfrage von t-online mit. Zu den Ursachen verweist das Amt unter anderem auf die Aufhebung der Kontaktbeschränkungen Ende Juni in Hessen, durch die Virusübertragungen wahrscheinlicher würden.

Dennoch gibt sich Gesundheitsamtsleiter Peter Tinnemann weiter gelassen. Der "F.A.Z." sagte er zu den hohen Zahlen: "Das erschreckt uns erstmal nicht." Die Nachverfolgung der Fälle habe man nach wie vor gut im Griff – auch wenn aktuell der Anteil der Delta-Variante in Frankfurt steigt. Von Kalenderwoche 24 bis Kalenderwoche 26 hat er sich verdoppelt.

"Wenn wir nichts tun, geht uns das Ding durch die Decke"

Auch bundesweit macht die Delta-Verbreitung Sorgen. Die Variante dominiere erstmals mit einem Anteil von 59 Prozent, hieß es am Mittwochabend in der jüngsten Auswertung des Robert-Koch-Instituts. Die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Christine Falk, rät deshalb dringend weiter zum Maskentragen und anderen Corona-Regeln. "Wenn wir nichts tun, geht uns das Ding durch die Decke", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

Dass Vorsicht geboten ist, macht auch der R-Wert deutlich. Er stieg am Mittwoch erstmals seit April wieder über die Schwelle von 1, am Donnerstag noch einmal weiter und beträgt nun 1,09. Die Reproduktionszahl misst die Virus-Ausbreitungsgeschwindigkeit und bildet das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Verwendete Quellen:

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