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Sylt: Luxus-Bar wurde von Klimaklebern der "Letzten Generation" attackiert


Das ist die Luxus-Bar, die die Klimakleber attackierten

Von t-online, nhe

Aktualisiert am 10.06.2023Lesedauer: 2 Min.
Die mit Farbe beschmierte Hotelbar in einem Fünf-Sterne-Hotel in Westerland auf Sylt: Klimakleber der "Letzte Generation" haben dort Farbe versprüht.Vergrößern des BildesDie mit Farbe beschmierte Hotelbar in einem Fünf-Sterne-Hotel in Westerland auf Sylt: Klimakleber der "Letzte Generation" haben dort Farbe versprüht. (Quelle: Julius-Christian Schreiner/dpa)
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Klimaaktivisten betreten ein Luxushotel und beschmutzen die noble Bar des Hauses. Dort werden normalerweise exquisite Drinks serviert.

Normalerweise werden den Gästen des Luxushotels Miramar auf Sylt hier edle Getränke gereicht – aktuell allerdings nicht. Nach der Farbattacke der "Letzten Generation" auf die Jugendstil-Bar des Hauses, ist diese weiterhin für die Reinigungsarbeiten gesperrt. Mehrere Klimaaktivisten betraten das Gebäude und versprühten am Donnerstag orange Farbe.

Der genaue Schaden kann noch nicht genau beziffert werden, ist aber wohl sehr hoch. Laut eines Gutachters, mit dem t-online sprach, liegt er bei mindestens 70.000 Euro. Mehr dazu lesen Sie hier.

Kronleuchter und Kunstwerke

Denn: Laut der "SHZ" seien bei der Aktion der Tresen, die Spiegel, der Boden sowie zahlreiche teure Spirituosen zerstört worden. Ebenso das Polster der Bar, welches gerade erst erneuert worden sein soll. Wie die Zeitung weiter schreibt, ist die Bar auf der Insel insbesondere wegen ihrer hohen und gläsernen Decke sowie den prächtigen Kronleuchtern und Kunstwerken bekannt. Auf Fotos ist das noble Interieur zu sehen.

Hotel bietet in edler Getränkekarte teure Drinks an

Spirituosen im Wert von mehreren Zehntausend Euro hat die Bar demnach im Repertoire. Einige davon stehen direkt hinter dem Barkeeper, sind nun offenbar voller Farbe. Die teuerste Flasche kostet laut Aussagen eines Hotelmitarbeiters 4.300 Euro. Laut der "SHZ" werde nun überprüft, ob geöffnete Flaschen, die von der Farbattacke betroffen sind, weiter genutzt werden dürfen oder entsorgt werden müssen.

Auch ein Blick in die Getränkekarte zeigt: hier werden teure Drinks gereicht. Das Hotel wirbt auf der Website etwa mit fünf Sterne-Cocktails. Diese, genauso wie Longdrinks, werden ab 15 Euro verkauft. Das 0,1 Liter Glas Champagner gibt es ab 19,90 Euro, ein 0,3 Liter-Pils kostet sechs Euro. Den Kaffee können Gäste für vier Euro genießen.

"Jahrelange Tradition, Erinnerungen und die harte und ehrliche Arbeit mehrerer Generationen wurde durch einen Akt von Vandalismus zerstört", hatte das Hotel in einem Statement auf Instagram zu der Attacke auf die Bar gepostet. "Wir sind sprachlos". In einem weiteren Video erklärt das Hotel, sich um eine Alternative zur Bar zu bemühen. "Dazu stellen wir im Blauen Salon und im Lesezimmer einen Tresen auf und bieten unseren Gästen an dieser provisorischen Stelle unseren Bar-Service an", sagte Hotelchef Nicolas Kreis der SHZ.

"Den zerstörerischen Alltag der Superreichen stören"

Der Sylter Gastronom und Vorsitzender vom Bezirksverband Sylt beim Hotel- und Gaststättenverband Dehoga, mahnte nach der Attacke zur Ruhe. Es sei schlimm genug, dass Eigentum zerstört worden sei, aber es sei eben auch nicht mehr passiert. "Lassen wir die Kirche besser im Dorf", sagte Erdmann t-online. Mehr dazu lesen Sie hier.

Die "Letzte Generation" selbst hat mit der Aktion ihr Ziel offenbar erreicht. Wie sie in einem Video am Donnerstag deutlich machten, wolle man "den zerstörerischen Alltag der Superreichen" stören. Den "maßgeblich Verantwortlichen" der Klimakrise werde in solchen Luxushotels "Champagner und Kaviar" serviert, während die Welt "in Flammen aufgeht".

Es war nicht die einzige Aktion der Klimaaktivisten auf Sylt. Bereits am Mittwoch besprühte die "Letzte Generation" einen Privatjet mit oranger Farbe.

Verwendete Quellen
  • shz.de: "'Letzte Generation' auf Sylt: Wer den Schaden im Hotel zahlt"
  • Getränkekarte der Bar des Hotels Miramar auf Sylt
  • Instagram: Seite des Hotels Miramar
  • Mit Informationen der Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene t-online-Artikel zu den Aktionen auf Sylt
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