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Hamburg: Schulleitung gibt internen Mailverteiler an Corona-Leugner weiter

Missbrauch entlarvt  

Schulleitung gibt Mailverteiler an Corona-Leugner weiter

11.11.2020, 12:12 Uhr | dpa

Hamburg: Schulleitung gibt internen Mailverteiler an Corona-Leugner weiter. In Hamburg soll eine Schulleitung einen internen Mail-Verteiler missbraucht haben.  (Quelle: imago images/Hanno Bode)

In Hamburg soll eine Schulleitung einen internen Mail-Verteiler missbraucht haben. (Quelle: Hanno Bode/imago images)

In Hamburg wurde offenbar der Mailverteiler einer Schule von Gegnern der Corona-Maßnahmen missbraucht. Die Schulbehörde will nun rechtliche Schritte prüfen.

Die Leitung mindestens einer Hamburger Schule hat Mails der Schulbehörde sowie den zugehörigen internen Mailverteiler an Corona-Leugner weitergeleitet. Behördensprecher Peter Albrecht sagte am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur, er habe am vergangenen Freitag eine Hinweismail zu eventuell für Montag geplanten Aktionen aus dem "Querdenker"-Umfeld über einen internen Verteiler an alle Leiter und Leiterinnen der 412 staatlichen Hamburger Schulen geschickt.

"Bereits am Samstag bekam ich via Mail eine Reaktion auf genau diese Mail, und zwar von Hamburger Aktivisten namens 'Eltern stehen auf' mit eindeutigem Bezug auf meine Mail an die Schulleiter", erklärte Albrecht. Am Montagmorgen dann habe er von etlichen Schulleitungen eine weitere Mail von "Eltern stehen auf" weitergeleitet bekommen, "in der die Gruppierung exakt die von mir genutzten Mailverteiler missbraucht und alle Schulleiter über vermeintlich 'wissenschaftliche Fakten zur bestehenden Gefährdung durch die Verwendung einer Mund-Nasen-Bedeckung bei Kindern und Jugendlichen' informieren will".

Um einen weiteren Missbrauch zu verhindern, werde der Verteiler nun gesperrt, sagte Albrecht. Dem "Hamburger Abendblatt", das zuerst über das Thema berichtet hat, sagte er: "Das ist ein massiver Verstoß gegen die Dienstvorschriften, wir werden jetzt rechtliche Schritte prüfen." Albrecht betonte, die Behörde habe Kenntnis davon, dass an einigen Schulen auch schulinterne Elternverteiler, Mailinglisten und sogar Schüleraccounts durch Aktivisten für politische Diskussionen missbraucht würden. "Die Schulleitungen greifen ein, sobald sie davon Kenntnis haben", betonte der Behördensprecher.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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