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Uwe Seelers DFB-Debüt in Hannover – und wie er 96 rettete

Von Patrick Schiller

Aktualisiert am 22.07.2022Lesedauer: 3 Min.
Der französische Außenläufer Mahjoub (r) im Zweikampf Uwe Seeler (l) 1954 in Hannover (Archivbild).
Der französische Außenläufer Mahjoub (r) im Zweikampf mit Uwe Seeler (l) 1954 in Hannover (Archivbild). (Quelle: Schirner Sportfoto/dpa)
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Trauer im deutschen Fußball nach dem Tod von Uwe Seeler. Auch in Hannover blicken Fans auf eine enge Verbundenheit mit dem DFB-Ehrenspielführer zurück.

Der 16. Oktober 1954 in Hannover war ein Bilderbuch-Herbsttag nach bestem hanseatischen Klischee: kaltes, bedecktes und feuchtes Wetter. An diesem Tag trafen die frisch gebackenen Bern-Helden der deutschen Nationalmannschaft auf die Auswahl aus Frankreich. Mit dabei war der erst 17-jährige Uwe Seeler.

Ein Jahr zuvor hatte Seeler mit nur 16 Jahren für die erste Mannschaft des Hamburger SV gegen Göttingen 05 debütiert. Der DFB erlaubte den Hamburgern, Seeler ab 1954 in der Oberliga Nord regelmäßig für die erste Mannschaft auflaufen zu lassen – mit einer Sondergenehmigung. Er wurde auf Anhieb unangefochtener Stammspieler im Sturmzentrum der Hanseaten. Und auch Bundestrainer Sepp Herberger erkannte das Talent Seelers, das er bereits in der DFB-U18-Auswahl mit Spitzenleistungen belegte.

Deutscher Meister im Volksparkstadion

Das Jahr 1954, Debütant Uwe Seeler, die deutsche Nationalmannschaft und das hannoversche Niedersachsenstadion – eine Auflistung, die willkürlich erscheint. Doch das Niedersachsenstadion war ab dem Jahr 1959 Spielstätte des heutigen Zweitligisten Hannover 96.

Im Endspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft besiegte Hannover 96 den 1. FC Kaiserslautern 5:1 im Hamburger Volksparkstadion. (Archivbild)
Im Endspiel um die deutsche Fußballmeisterschaft besiegte Hannover 96 den 1. FC Kaiserslautern 5:1 im Hamburger Volksparkstadion. (Archivbild) (Quelle: Kurt Rohwedder/imago images)
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Hannover stellte nach einem 5:1-Sieg der "Roten" über Topfavorit Kaiserslautern völlig überraschend den deutschen Fußballmeister. Die Presse berichtete damals von einem Überrennen der Fritz Walter-Elf durch eine unbekannte Mannschaft von 96-Trainer "Fiffi" Kronsbein. Die Walter-Elf setzte sie sich zum großen Teil aus Nationalspielern zusammen, die später Weltmeister und Mannschaftskollegen von Uwe Seeler werden sollten. Hannover feierte seinen Finalerfolg ausgerechnet im Hamburger Volksparkstadion – Seelers zukünftigem "Wohnzimmer".


Trauer in Hamburg: Fußballlegende Uwe Seeler ist tot – sein Leben in Bildern.

Uwe Seeler ist von uns gegangen: Die DFB-Legende wurde 85 Jahre alt – und hinterlässt seine Heimatstadt Hamburg in Trauer. Ein kleiner Rückblick auf eine große Karriere.
Seeler und die Nationalelf: Sein Debüt für die DFB-Elf feierte er schon im Jahr 1954 mit 17 Jahren unter Weltmeister-Trainer Sepp Herberger. Hier sitzt Seeler (l.) Ende 1954 zusammen mit Jupp Posipal, Herbert Erhardt, Herberger und Claus Stürmer bei einem Lehrgang im hessischen Grünberg beisammen.
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Seelers DFB-Debüt im Niedersachsenstadion

Vorab: Das Spiel gegen Frankreich verlor die Herberger-Auswahl mit 1:3. "Junge, spiel einfach so wie beim HSV. Zeig den Zuschauern, warum ich dich geholt habe", soll Herberger damals laut "Mopo" zu Seeler gesagt haben, bevor er ihn einwechselte.

Niedergeschlagen gehen die Debütanten Klaus Stürmer (l) und Uwe Seeler (r) mit Bundestrainer Sepp Herberger zur Halbzeit in die Kabine.
Niedergeschlagen gehen die Debütanten Klaus Stürmer (l) und Uwe Seeler (r) mit Bundestrainer Sepp Herberger zur Halbzeit in die Kabine. (Quelle: Schirner Sportfoto/dpa)

Jedoch lief beim Spiel vor 86.000 Zuschauern nichts zusammen. Bereits zur Halbzeit lag die DFB-Elf mit 0:2 hinten. Seeler bekam dennoch direkt viele Komplimente und sagte: "Es ist gut für mich gelaufen." 1958 bei der Weltmeisterschaft in Schweden gelang Seeler der Durchbruch in der Nationalmannschaft. 72 Länderspiele hat der einstige Stürmer für Deutschland absolviert, dabei schoss er 43 Tore, bei zwei Weltmeisterschaften war er Kapitän. Erst 1970 endete seine Karriere im DFB-Dress.

Uwe Seeler Allstars gegen Hannover 96 Aufstiegsmannschaft von 1985 am 05. August 1996 im Niedersachsenstadion (Archivbild).
"Uwe Seeler Allstars" gegen die Hannover 96 Aufstiegsmannschaft von 1985 am 05. August 1996 (Archivbild). (Quelle: imago sportfotodienst/imago images)

Doch Seeler sollte noch einmal in Hannover auflaufen: Am 5. August 1996 trat die "Uwe Seeler Traditionself" im Niedersachsenstadion zu einem Benefizspiel an. Hannover 96 war zu diesem Zeitpunkt stark insolvenzgefährdet. Neben Seeler selbst gaben sich auch Gerd Müller und Wolfgang Overath gegen die Bundesliga-Aufstiegsmannschaft von Hannover 96 des Jahres 1985 die Ehre. Die Einnahmen daraus sowie aus weiteren Benefizspielen füllten die Kassen des klammen Klubs. Gerade noch rechtzeitig.

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96-Boss Kind: "Durfte Uwe Seeler persönlich kennenlernen"

In Hannover ist ob der Meldung von Seelers Tod die Trauer groß. Den Hamburger SV und Hannover 96 verbindet seit Jahren eine gelebte Fanfreundschaft. Auch 96-Klubboss Martin Kind äußerte sich zum Tod des DFB-Ehrenspielführers: "Wir trauern um eine große Persönlichkeit des deutschen Fußballs. Ich durfte Uwe Seeler persönlich kennenlernen", sagte Kind t-online. Tatsächlich übernahm Kind Hannover 96 im Jahr 1996 – also in dem Jahr, als Seelers Traditionsteam half, den Klub vor dem Aus zu retten.

"Er war ein sehr liebenswürdiger und aufmerksamer Gesprächspartner. Uwe Seeler wird nicht nur als Legende des Hamburger SV und als Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft, sondern auch als Mensch für immer unvergessen bleiben. Unsere Gedanken sind bei seinen Angehörigen", so Kind.

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