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Hells-Angels-Boss Frank Hanebuth: Anwalt glaubt an milde Strafe


Rocker-Boss drohen in Spanien 13 Jahre Knast

Von t-online, pas

20.01.2023Lesedauer: 2 Min.
Rockerboss Frank Hanebuth vor Gericht (Archivbild): Beim Prozess in Spanien wird es für Hanebuth ernst.
Rocker-Boss Frank Hanebuth vor Gericht (Archivbild): Beim Prozess in Spanien wird es für Hanebuth ernst. (Quelle: localpic)
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In wenigen Tagen startet in Spanien der Prozess gegen Rocker-Boss Frank Hanebuth. Der Anwalt des Hells-Angels-Chef glaubt an ein mildes Urteil.

Ab Montag muss sich der Chef des aufgelösten Hells-Angels-Charters Hannover, Frank Hanebuth, vor dem nationalen Gerichtshof im Madrider Vorort San Fernando de Henares verantworten. Dem Rocker-Boss aus Niedersachsen drohen 13 Jahre Haft, wie mehrere Medien berichten. Doch gegenüber der "Hannoverschen Allgemeinen" (HAZ) äußert sich Hanebuths Anwalt Michael Nagel relativ unbesorgt: "Eine langjährige Haftstrafe wird es nicht geben."

Selbst würde Nagel seinen 58-jährigen Mandanten nicht in Spanien vertreten. Aufgrund der Gesetzeslage braucht Hanebuth eine spanische Strafverteidigerin. Dies übernimmt Nagels Kollegin aus Madrid, mit der Nagel im engen Austausch stehe.

Neben Hanebuth stehen mehrere weitere Rocker vor Gericht: Insgesamt fordert die Staatsanwaltschaft 300 Jahre Haft. Laut "Mallorca Zeitung" sind auch Hanebuths enge Vertraute K. Y. und A. Y. angeklagt. Für beide fordert die Staatsanwaltschaft zwischen 30 und 40 Jahren Haft.

Hanebuth-Prozess in Spanien: Verstoß gegen Menschenrechte?

Unter den Angeklagten sind vorwiegend Deutsche, aber auch Türken, Luxemburger und Spanier. Die Gruppe soll auf Mallorca zwischen 2009 und 2013 als kriminelle Vereinigung tätig gewesen sein und am "Ballermann" Zwangsprostitution, Menschenhandel, Erpressung, Drogenhandel, Geldwäsche und Betrug betrieben haben. Ermittler nahmen die gesamte Organisation unter der Leitung von Hanebuth im Rahmen der "Operation Casablanca" im Juli 2013 fest, wie die "Mallorca Zeitung" berichtet.

Insgesamt ist in der Anklageschrift von 16 mutmaßlichen Straftaten die Rede, so das Blatt. Nach zwei Jahren hinter Gittern war Hanebuth im Sommer 2015 gegen eine Kaution von 60.000 Euro und unter Auflagen aus der U-Haft in einem Hochsicherheitsgefängnis in Cádiz entlassen worden. Damals hatte Hanebuth geäußert, dass er sich im anstehenden Prozess umfassend zu den Vorwürfen äußern würde. Erst 2017 durfte er Spanien verlassen und nach Deutschland zurückkehren.

Gegenüber der "HAZ" kritisiert Anwalt Nagel das Verfahren. Alleine, dass sich das Verfahren in Spanien über zehn Jahre hinzog, sei rechtlich nicht in Ordnung gewesen. Dies stehe im Widerspruch zur Europäischen Menschenrechtskonvention.

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