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Angekommen nach der Flucht: "Unser Herz ist in der Ukraine"

Von dpa
31.03.2022Lesedauer: 3 Min.
Ukraine-Krieg - Fl├╝chtlinge Rheinland-Pfalz
Elena aus Kiew spaziert mit den Kindern Igor und Valeria sowie einem Hund in Trier. (Quelle: Harald Tittel/dpa/dpa-bilder)
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Valeria (36) ist aus dem ukrainischen Hostomel geflohen, Elena (21) aus Kiew. Beide Frauen stehen mit ihren kleinen Kindern vor der Landeseinrichtung zur Aufnahme von Fl├╝chtlingen in Trier. Valeria erz├Ąhlt, wie die russischen Panzer die H├Ąuser zerschossen haben. "Unser Haus ist auch kaputt. Die Schule gibt es auch nicht mehr. Wir haben kein Zuhause mehr und keinen R├╝ckkehrort." Elena berichtet, wie sie vor der Flucht im Keller waren, weil die Sirenen st├Ąndig geheult haben. "Hier ist es f├╝r uns auf jeden Fall sicher. Aber unser Herz ist in der Ukraine."

Valeria und Elena mit ihren Kindern - sie geh├Âren zu den 1665 Ukrainern, die derzeit in den f├╝nf Aufnahmeeinrichtungen f├╝r Asylbegehrende (AfA) des Landes untergebracht sind. Rund 3000 Gefl├╝chtete sind seit Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine vor f├╝nf Wochen in den AfAs untergebracht gewesen, wie der Pr├Ąsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), Thomas Linnertz, am Donnerstag in Trier sagte. 1000 seien bereits an Kommunen verteilt worden, andere seien an andere Orte weitergereist.

Die weitaus meisten Ukrainer, die nach Rheinland-Pfalz, gehen aber nicht den Weg ├╝ber die Erstaufnahme, sondern steuern Kommunen direkt an. Dort melden sie bei den Ausl├Ąnderbeh├Ârden, was keine Pflicht ist. Und da sich nicht alle registrieren, wei├č man auch nicht genau, wie viele Menschen aus der Ukraine derzeit in Rheinland-Pfalz sind. Nach Meldungen der Kommunen und Sch├Ątzung der ADD k├Ânnte sich deren Zahl zwischen 14.000 bis 17.000 bewegen, sagte Linnertz. Die ADD ist landesweit f├╝r die Erstaufnahme schutzsuchender Menschen zust├Ąndig.

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Nach zeitweise gro├čem Andrang in den AfAs habe sich die Situation in den vergangenen Tagen beruhigt, berichtete er. "Das kann sich auch immer wieder ├Ąndern." Das Land baue daher seine Pl├Ątze f├╝r ukrainische Fl├╝chtlinge weiter aus. Von 3300 Pl├Ątzen auf heute 6650 verdoppelt, laufe ein weiterer Ausbau auf rund 8600 Pl├Ątze, sagte er. M├Âglich werde dies ├╝ber Erweiterungen wie Thermozelte, Container und Turnhallen. Zudem w├╝rden Hotels angemietet.

Mittelfristig werde auch geschaut, wo m├Âglicherweise weitere Einrichtungen er├Âffnet werden k├Ânnten, sagte Linnertz. Derzeit gibt es Aufnahmeeinrichtungen in Trier, Hermeskeil, Bitburg, Kusel und Speyer - mit einem aktuellen Puffer von rund 1600 freien Pl├Ątzen.

Ein besseres Bild dar├╝ber, wie viele Ukrainer wo in Rheinland-Pfalz sind - das w├╝rde sich der Gemeinde- und St├Ądtebund Rheinland-Pfalz w├╝nschen. Denn dann k├Ânnte man die Menschen auch gleichm├Ą├čiger verteilen, sagte Sprecherin Agneta Psczolla in Mainz. Es gebe bereits Regionen, in denen es kaum mehr Unterbringungsm├Âglichkeiten gebe - wie im Raum Koblenz. In anderen Regionen sei noch genug Platz da.

"Es ist eine Mammutaufgabe und wir m├╝ssen den Wohnraum auch schaffen", sagte sie. Die Kommunen h├Ątten aus der Bev├Âlkerung beim Melden von Wohnraum eine gro├če Hilfsbereitschaft erfahren. Es sei weiter Ziel, die Menschen dezentral unterzubringen. "Das Letzte, was wir wollen, ist, dass wir Turnhallen wieder belegen m├╝ssen."

Eine gro├če Herausforderung f├╝r Kommunen sei auch die Kinderbetreuung. Es gebe Gegenden, in denen Pl├Ątze f├╝r Kinder vorher schon fehlten. "Wir m├╝ssen L├Âsungen finden, die f├╝r alle in Ordnung sind", sagte Psczolla. Sp├Ątestens mit der Beantragung des Aufenthaltsstatus beginne auch die Schulpflicht f├╝r Schulkinder. "Wir werden wahrscheinlich auch nicht umhin kommen, auch ├╝ber Klassengr├Â├čen zu sprechen."

Die 20 Millionen Euro, die das Land den Kommunen zur Unterbringung der Fl├╝chtlinge zur Verf├╝gung stelle, k├Ânnten "nur ein erstes Signal" sein, sagte sie. "Da muss schon noch mehr kommen." Es brauche auch eine Verstetigung im System. "Es ist sehr wichtig, dass Bund und L├Ąnder da schnell eine L├Âsung finden."

Linnertz sagte, es seien an den Schulen bereits 2775 Kinder angemeldet, darunter 1220 in Grundschulen. "Das nimmt jetzt zu." F├╝r die Gefl├╝chteten aus der Ukraine gelten andere Regeln als f├╝r Asylbewerber. Nach ihrer Registrierung bekommen die Ukrainer eine Bescheinigung und d├╝rfen arbeiten.

Wie es bei Elena und Valeria nun weitergeht, wissen sie nicht. Elenas Ehemann ist in der Ukraine geblieben, weil er dort wehrpflichtig ist. Die Ingenieurin sagt, sie halte mit ihrer Familie st├Ąndig Kontakt ├╝ber die sozialen Netzwerke. "Und jeden Morgen melden sich alle und sagen, dass es allen gut geht. Und jeder sagt Bescheid, dass mit ihm alles okay ist - und dann sind alle gl├╝cklich." Und Valeria sagt: "Ich will wieder nach Hause." Ein Zuhause, das es nicht mehr gibt.

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