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München: Papst Benedikt ein Mittäter? Opfer reicht Klage ein


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Missbrauchsopfer verklagen laut Bericht Papst Benedikt

Von dpa
22.06.2022Lesedauer: 1 Min.
Emeritierter Papst Benedikt XVI
Der emeritierte Papst Benedikt XVI. (Archivbild): Das ehemalige Kirchenoberhaupt muss sich bald einigen Fragen stellen. (Quelle: Andrew Medichini/AP/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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In Bayern reicht ein Missbrauchsopfer der katholischen Kirche eine Anklage gegen den ehemaligen Papst Benedikt XVI. ein: Das damalige Kirchenoberhaupt habe von den zahlreichen Sexualstraftaten gewusst – in einem Fall sogar selbst schuldig gemacht.

Ein Opfer des pädophilen Priesters Peter H . hat Klage gegen Papst Benedikt XVI. und weitere Kirchenvertreter eingereicht. Das berichteten am Mittwoch der Rechercheverband Correctiv, die "Zeit" sowie der Bayerische Rundfunk. Der Papst hatte "Kenntnis von allen Umständen und hat es zumindest billigend in Kauf genommen, dass dieser Priester ein Wiederholungstäter ist", heißt es demnach in der Klageschrift.

Der Kläger wirft dem emeritierten Kirchenoberhaupt demnach vor, H. trotz besseren Wissens bei der Gemeindearbeit mit Kindern und Jugendlichen eingesetzt zu haben. Papst Benedikt hatte den Priester zu in seiner Zeit als Erzbischof Joseph Ratzinger Anfang der 1980er Jahre in sein Bistum München und Freising aufgenommen, obwohl H. als pädophil vorbestraft bekannt war. In Bayern beging der Priester dann weitere Missbrauchstaten.

München: Katholische Kirche könnte Schadensersatz zahlen

Die Taten sind strafrechtlich weitgehend verjährt. Der Anwalt des nun klagenden Opfers, der Berliner Strafverteidiger Andreas Schulz, hat dem Bericht zufolge ein Feststellungsklage eingereicht, um eine Feststellung der Schuld der Kirche zu erreichen. Sollte das Gericht zu dem Schluss kommen, dass der damalige Priester H. den Kläger missbraucht hat, könnte die Kirche "zum Ersatz des Schadens ihm gegenüber verpflichtet" sein, zitieren die Medien aus der Klageschrift.

Die beim Landgericht Traunstein eingereichte Klage richtet sich dem Bericht zufolge unter anderem auch gegen Kardinal Friedrich Wetter und den Generalvikar der Erzdiözese München und Freising, Christoph Klingan.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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