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Gesundheitsamt (LGL) kontrolliert Fleischspieße – Jeder fünfte in Bayern ist mangelhaft


Landesamt für Gesundheit
Jeder fünfte Fleischspieß fällt bei Kontrolle durch

Von t-online, ok

Aktualisiert am 07.07.2023Lesedauer: 2 Min.
FleischVergrößern des BildesFleischspieße, Bratwürste und Steaks liegen auf dem Rost eines Gasgrills (Symbolbild). Nicht immer hält Grillgut in Bayern, was es verspricht. (Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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Spieße und Schaschlik: Lebensmittelexperten haben Proben in Bayern untersucht und wurden negativ überrascht.

Fleischspieße gehören wohl zum beliebtesten Grillgut. Diese Nachricht dürfte allerdings für gehörig Ernüchterung in der Freiluftsaison sorgen: Jeder fünfte Fleischspieß in Bayern fiel bei der Prüfung des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) durch. Das geht aus dem aktuellen Jahresbericht hervor.

Bei der Prüfung der Kontrolleure kam heraus: Bei den Fleischspießen mussten 22 Prozent beanstandet werden. Der Grund: zu wenig Fleisch. Bei den Schaschlik-Proben lag die Beanstandungsquote bei 12 Prozent. Es fehlte Speck, manchmal auch Würze, etwa durch Paprikastücke.

Proben stammen aus Metzgereien, Supermärkten und Gastronomie

Hinzu kamen "irreführende Benennungen", wie "Hausspieß" oder "Dönerspieß mit Schweinefleisch" sowie aufgetautes Fleisch, das verwendet wurde ohne darauf hinzuweisen. Bei einigen Produkten wurden Zwiebel angepriesen, zu finden waren aber keine. Andere Hersteller verwendeten offenbar "nicht sorgfältig ausgewähltes Ausgangsmaterial, erkennbar an deutlich angetrockneten Fleischwürfelrändern", wie es in dem Bericht heißt. Mit anderen Worten: minderwertiges oder altes Fleisch wurde offenbar verwendet.

In den Jahren 2021 und 2022 hatte das LGL 134 Proben bei Fleischspießen und 50 Proben bei Schaschliks genommen und die Zusammensetzung untersucht. Die Proben stammten aus Metzgereien, Fleischtheken und Selbstbedienungsbereichen in Supermärkten sowie der Gastronomie, so ein LGL-Sprecher.

Leitsätze im Deutschen Lebensmittelbuch

Das Landesamt verweist auf die Leitsätze im Deutschen Lebensmittelbuchs. Dort ist beschrieben, wie die Fleischprodukte zusammengesetzt sein sollen. In rohem Zustand bestehen demnach "Fleischspieße" zumindest aus zwei Dritteln Fleisch (circa 67 Prozent). "Schaschlik" enthält auch Bauchspeck oder Speck, meist gepökelt, zudem würzende Beigaben und darüber hinaus eventuell auch Stücke von Leber und Nieren.

Übrigens: Wegen der schlechten Bewertungen will das Gesundheitsamt Fleischspieße und Schaschlik auch in den nächsten Jahren weiter unter die Lupe nehmen, heißt es mahnend.

Verwendete Quellen
  • lgl.bayern.de: Jahresbericht 2021/22
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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