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Pisa-Studie: Bayerns Kultusministerin Stolz kündigt Förderprogramme an


Kultusministerin Stolz kündigt Förderprogramme an

Von dpa
07.12.2023Lesedauer: 2 Min.
imago images 0364636942Vergrößern des BildesHände eines 7-jähringen Schuldkinds beim bearbeiten von Hausaufgaben: Weil Deutschland bei der Pisa-Studie schlecht abgeschnitten hat, kündigt die bayerische Kultusministerin Anna Stolz nun Förderprogramme an. (Symbolbild) (Quelle: IMAGO/Bernd Leitner/imago)
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Nach den schlechten Ergebnissen der Pisa-Studie für Deutschland, schlägt Bayerns Kultusministerin Anna Stolz nun Alarm und kündigt Förderprogramme an.

Bayerns Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler) hat nach dem schlechten Abschneiden Deutschlands bei der Pisa-Studie Förderprogramme für Mathe und Deutsch angekündigt, wie die Nachrichtenagentur dpa mitteilt. Bei einem Schulbesuch in München am Donnerstag bezeichnete die Ministerin die Resultate beim internationalen Vergleichstest als "alarmierend".

Auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) betonte die Dringlichkeit des Themas Bildung. "So kann es auf Dauer nicht bleiben. Wir haben seit Jahren einen absteigenden Trend der Bildungsergebnisse in ganz Deutschland", sagte Söder bei dem Termin in einer Münchner Mittelschule.

Söder fordert Förderung der Grundkompetenzen

Schulen hätten heute viel größere Herausforderungen und müssten Integration und Inklusion schaffen. Das führe zu einer "großen Überfrachtung" für die Lehrerinnen und Lehrer, sagte Söder.

Ganz entscheidend sei, dass zunächst richtig Deutsch gelernt werde, sagte Söder. "Wir reden heute über Fremdsprachen, wo noch nicht das Deutsch mal richtig gesprochen wird."

Stolz bekräftigte Söders Forderung, dass es wieder mehr um die Grundkompetenzen gehen müsse. In der Grundschule müsse man sich auf Rechnen, Schreiben und Lesen konzentrieren.

Stolz: Schlüssel zu guter Bildung sind ausgebildete Lehrkräfte

Gleichzeitig betonte die Ministerin, der Schlüssel zu guter Bildung seien genug grundständig ausgebildete Lehrkräfte. "Insofern werden wir jetzt zügig neue Stellen schaffen", sagte Stolz. Kurzfristig seien dafür auch die vorhandenen Quereinsteigerprogramme gut. Es müsse aber auch darum gehen, den Beruf durch mehr Flexibilität und mehr Praxisphasen in der Ausbildung attraktiver zu machen.

Die vorhandenen Lehrkräfte wolle sie außerdem durch zusätzliche Verwaltungsangestellte und eine Entbürokratisierung entlasten, sagte die Ministerin. "Ich möchte, dass sich unsere Lehrkräfte wieder auf das Kerngeschäft konzentrieren können, also auf die pädagogische Arbeit, mehr Zeit für die Kinder haben, mehr Zeit für die Bildung haben."

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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