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Gepäck-Ärger am Flughafen Nürnberg: Diese Rechte haben Urlauber jetzt

Von Meike Kreil

08.06.2022Lesedauer: 4 Min.
Reisende
Urlaubsgepäck (Symbolbild): Noch immer warten viele Urlauber auf ihre Koffer, die am Flughafen Nürnberg am Pfingstsamstag liegen geblieben sind. (Quelle: Sven Hoppe/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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Der Koffer-Ärger um den Flughafen Nürnberg hält weiter an: Am Pfingstsamstag waren 1.700 Koffer liegen geblieben, und noch immer warten viele Urlauber auf ihr Gepäck. Wie der aktuelle Stand ist – und welche Rechte Betroffene jetzt haben.

Die Kritik reißt auch fünf Tage nach der Koffer-Panne in Nürnberg nicht ab: Noch am Mittwoch machen Betroffene ihrem Ärger auf der Facebook-Seite des Flughafens Luft. Unter anderem eine Störung an der Gepäcksortiermaschine war dafür verantwortlich, dass 1.700 Koffer in Nürnberg liegen geblieben sind.

Lebenswichtige Medikamente seien in ihrem Koffer, kommentiert eine Userin unter dem Facebook-Beitrag des Albrecht-Dürer-Airports. An die komme man hier ohne Rezept nicht. Ein anderer wütet: "Versagen auf ganzer Linie." An anderer Stelle sei der Koffer zwar nun endlich angekommen, doch das rette den Urlaub auch nicht mehr: Die Urlaubskasse sei leer, nachdem das ganze Geld für neue Hygieneartikel und Bekleidung ausgegeben werden musste.

Gepäck-Nachsendung: Das ist der aktuelle Stand

Ein Großteil des Gepäcks habe Nürnberg mittlerweile verlassen, erklärt der Sprecher des Flughafens Nürnberg, Christian Albrecht auf Nachfrage. Leider sei es nicht möglich, das Gepäck auf einmal zu verschicken. Die meisten Flieger, die in den Ferien abheben, seien bereits randvoll mit Koffern – da sei kaum noch Platz für außerplanmäßiges Gepäck. "Wir versuchen natürlich unterzubekommen, was geht", so Albrecht. Aber das gehe nur Stück für Stück.

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Außerdem müssten manche Koffer den Umweg über andere Flughäfen nehmen, weil zum Beispiel von Nürnberg aus nicht so bald Flüge nachkommen.

Am Dienstagabend haben weitere Koffer etwa Izmir, Bodrum und Palma de Mallorca erreicht, informiert der Airport. Am Mittwoch sind auf Facebook deshalb auch einige erleichterte Kommentare von Urlaubern zu lesen, die in der Nacht ihr Gepäck erhalten haben.

Gepäck-Verlust: Was Betroffene jetzt tun können

Leider sei es ihnen nicht möglich, den aktuellen Lieferstatus der Gepäckstücke nachzuvollziehen, heißt es auf der Webseite des Flughafens Nürnberg. Vielmehr sollen sich Betroffene an den "Lost & Found"-Service am Zielflughafen wenden, wenn sie ihren Koffer noch immer nicht erhalten haben. Dort können sie ihre Adresse hinterlassen, wohin das Gepäck nachgeschickt werden soll.

Zuständig ist außerdem der örtliche Vertreter des Reiseveranstalters oder die Airline, der Flughafen Nürnberg selbst sei nicht der richtige Ansprechpartner, erklärt Albrecht auf Nachfrage von t-online. Jede Firma habe da eine eigene Vorgehensweise.

Im Nachhinein wolle sich der Flughafen mit den Airlines und Veranstaltern einigen, wie der Fehler wieder gutgemacht werden könne, meint er.

Welche Rechte haben Urlauber bei Verspätung oder Verlust ihres Gepäcks?

Wichtig ist, dass sich Betroffene für die Dokumentation an den "Lost & Found"-Schalter am Zielflughafen wenden. Bei einem verspäteten Koffer haben Reisende das Recht, Ersatzkleidung und Kosmetik zu einem angemessenen Preis zu kaufen. Wichtig ist: Belege aufheben. Die können später bei der Fluggesellschaft eingereicht werden, die diese erstattet. Das muss innerhalb von 21 Tagen geschehen, wie das Rechte-Portal flightright.de berichtet.

Zudem spielt die Dauer der Verspätung eine Rolle: Wenn ein Koffer etwa 24 Stunden verwunden ist, so können Kosmetik und Wechselkleidung erstattet werden. Bei mehreren Tagen ist davon auszugehen, dass mehr Kleidung gebraucht wird. 50 Prozent der Kosten werden in der Regel bei Kleidung erstattet, da sie wieder verwendet wird. Kosmetik gibt es dagegen zu hundert Prozent zurück.

Es kommt auch auf den Anlass der Reise an: Handelt es sich um einen Urlaub oder eine Geschäftsreise? Ist die Anschaffung nachvollziehbar, erstatten die Fluggesellschaften die Kosten meist. Die Erstattung gilt nur, wenn der Koffer bei der Hinreise zu spät kommt – nicht aber, wenn er bei der Rückreise liegen bleibt. Dann gibt es keinen Anspruch auf Erstattung.

Wenn der Koffer auch nach 21 Tagen noch nicht aufgetaucht ist, gilt er als verloren. Dann hat der Passagier Anspruch auf Entschädigung. Viele Airlines verlangen jedoch Nachweise über den Wert des Inhalts.

Flughafen Nürnberg: Ist in Zukunft noch mit dem Problem zu rechnen?

Müssen Reisende, die in den nächsten Tagen von Nürnberg abheben, um ihr Gepäck fürchten? Die Verunsicherung ist groß, wie sich in den Facebook-Kommentaren zeigt. Manch einer will sein Handgepäck nun voller als sonst packen.

"Wir arbeiten unter Hochdruck daran, dass so eine Situation nicht noch einmal vorkommt", beschwichtigt Albrecht. Unter normalen Umständen sei die Wahrscheinlichkeit gering, dass Koffer liegen bleiben oder verloren gehen.

Er appelliert vielmehr an die Reisenden, mehr Zeit am Flughafen einzuplanen. Sie sollten mindestens 2,5 Stunden vor Abflug am Check-in-Schalter sein, falls es zu längeren Wartezeiten kommt. In den Pfingstferien erwartet der Airport 240.000 Fluggäste – das ist Vor-Corona-Niveau, heißt es in einer Mitteilung.

Am Flughafen Köln/Bonn zum Beispiel kommt es schon vor der Hauptreisezeit zu langen Warteschlangen vor den Schaltern, weil die Kräfte fehlen.

Wie konnte es so weit kommen?

Dass an Pfingsten viel los sein würde, damit hatten sie am Flughafen Nürnberg gerechnet – nicht aber in diesem Ausmaß. Sprecher Christian Albrecht spricht von einer Verkettung von Ereignissen, die verantwortlich dafür war, dass 1.700 Gepäckstücke von Reisenden liegen blieben.

  • Ein Gewitter in München habe dafür gesorgt, dass acht Maschinen außerplanmäßig nach Nürnberg auswichen – zusätzlich zum ohnehin schon vollen Abreisetag, an dem die Kapazitäten bereits am Limit waren.
  • Die Gepäcksortieranlage packte wohl all die Koffermassen nicht mehr, es kam zur Störung am frühen Samstagmorgen. Bis die Maschine aber wieder hochfährt, das koste Zeit – der Rückstau des Gepäcks sei immer größer geworden.
  • Wie die ganze Luftfahrtbranche habe auch Nürnberg mit Personalnot zu kämpfen. "Die Personallage ist in der gesamten Reisebranche ist sehr angespannt", erklärt Albrecht.
  • Zu der schon angespannten Personallage seien kurzfristige Krankheitsfälle hinzugekommen, die die Situation an diesem Wochenende noch einmal verschärft haben.

All das habe sich wie ein Domino-Effekt auf das gesamte Wochenende ausgewirkt, so Albrecht. Die Umstände bedauere man sehr, betont er. "Für die außerordentlich bedauernswerte Situation bitten wir die Reisenden um Verzeihung."

Vor wenigen Tagen erklärte Klaus Dotzauer, der Geschäftsführer der Flughafen Service GmbH, im Gespräch mit t-online, dass im operativen Geschäft 30 Stellen fehlen. Personal werde dringend gesucht. Dotzauer habe schon im Vorfeld nicht ausschließen können, dass es an Spitzentagen eng werden könnte. Dieses Szenario ist nun eingetreten.

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