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Hilpoltstein | Falsche Kleidung und blöde Ausrede führen Polizei zu Drogen


In Hilpoltstein
Cannabis-Ernte fliegt wegen falscher Kleidung auf

Von t-online, rbe

06.10.2023Lesedauer: 2 Min.
imago images 0260506489Vergrößern des BildesEin Mann hält eine Cannabispflanze in seiner Hand (Symbolfoto): Bei Nürnberg hat die Polizei eine Cannabis-Plantage entdeckt, weil die Besitzer eine ziemlich schlechte Geschichte erfunden hatten. (Quelle: IMAGO/Michael Bihlmayer)
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Märchenstunde für die Polizei: Drei Drogendealer wollten die Ermittler auf eine falsche Fährte locken. Ihre Kleidung verriet sie aber.

Die Ausrede war gut, die Umsetzung schlecht: Um die Polizei von einer Cannabisplantage abzulenken, hat sich ein Mann in Mittelfranken kurzerhand als verletzter Sportler ausgegeben. Der 34-Jährige wollte offenbar in einer Sandgrube in der Nähe von Nürnberg zusammen mit zwei anderen Männern Drogen ernten, zog sich dabei aber einen Bruch seines Fußes zu.

Beim Absetzen des Notrufes gaben die Männer an, Parcours-Sportler zu sein und dass einer ihrer Kameraden bei der Ausübung des Hobbys in Hilpoltstein gestürzt sei. Die Polizei erkannte beim Eintreffen den Schwindel sofort: Statt Sportsachen hätten die Männer nämlich Gärtnerkleidung getragen, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken am Freitag berichtete. Außerdem hatten sie eine Gartenschere und ein Taschenmesser dabei.

Es roch nach Marihuana

Während der Versorgung des verletzten Mannes stellten die Beamten obendrein fest, dass es stark nach Marihuana roch. Bei der Absuche der Umgebung fanden sie mehrere Tüten frisch geerntete Cannabispflanzen und kurz darauf auch die dazugehörige Plantage. Da der dringende Verdacht bestand, dass sich die Männer nicht zum Sport sondern zur Cannabisernte trafen, ordnete die Staatsanwaltschaft die Durchsuchung der Wohnungen der drei Männer im Alter von 33 und 34 Jahren an.

Die Ermittler stießen auf fünf weitere Cannabis-Plantagen, die sich zum Teil in den Wohnungen und zum Teil in Gärten befanden. Insgesamt wurden rund 75 Kilogramm Cannabispflanzen sichergestellt.

Schwarzpulver sichergestellt

Zudem fanden die Beamten in der Wohnung des verletzten 34-Jährigen eine Vielzahl von Chemikalien und Schwarzpulver, mit denen er offenbar pyrotechnische Gegenstände wie Rauchtöpfe herstellte.

Das Trio muss sich nun unter anderem wegen mehrerer Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten.

Verwendete Quellen
  • Mitteilung des Polizeipräsidiums Mittelfranken vom 6.10.2023
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