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Tausende demonstrieren in Bayern gegen Corona-Ma├čnahmen

Von dpa
19.12.2021Lesedauer: 3 Min.
Proteste gegen die Corona-Ma├čnahmen ÔÇô N├╝rnberg
Demonstranten ziehen mit Bannern durch die Stra├čen. (Quelle: -/dpa/dpa-bilder)
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Der Unmut ├╝ber die Ma├čnahmen zur Bek├Ąmpfung der Corona-Pandemie hat am Wochenende rund 28.000 Menschen im Freistaat auf die Stra├čen getrieben. Den gr├Â├čten Andrang gab es am Sonntag in N├╝rnberg und in Schweinfurt. Aber auch andernorts war einiges los. Zudem gab es in vielen Kommunen auch Gegendemonstrationen, auf denen B├╝rgerinnen und B├╝rger f├╝r ein solidarisches Miteinander warben.

So kamen in N├╝rnberg nach Angaben der Polizei mehr als 2000 Menschen zu Gegenprotesten zusammen. Denn auf dem Volksfestplatz hatte das B├╝ndnis "Sch├╝ler stehen auf" zu einer Demonstration aufgerufen. Die Polizei ordnet dieses B├╝ndnis der "Querdenker"-Szene zu. Diese Szene sei sehr heterogen und umfasse alle politischen Str├Âmungen, sagte Polizeisprecher Michael Konrad. Es seien sicherlich auch Menschen aus dem rechtsextremen Spektrum dabei gewesen.

Demonstrantinnen und Demonstranten zogen mit Plakaten und Transparenten durch die S├╝dstadt, auf denen "Denkpflicht statt Impflicht" oder "Wir halten Stand" geschrieben war. Auch Schriftz├╝ge wie "Impfen macht frei" - die von der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) in Bayern als antisemitisch bewertet werden - seien zu sehen gewesen. Unter den Demonstranten waren Menschen aller Altersgruppen, auch Familien mit Kindern. "Die "Querdenker" haben zwischen 10.000 und 12.000 Teilnehmer mobilisieren k├Ânnen", sagte Konrad.

Rund 2500 Menschen z├Ąhlte die Polizei zudem bei einer AFD-Kundgebung in der N├╝rnberger Innenstadt, bei der auch die beiden Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Alice Weidel und Tino Chrupalla, auftraten. Beide sprachen sich gegen eine Impfpflicht aus. "Niemand darf gegen seien Willen zu einer medizinischen Behandlung gezwungen werden", betonte Weidel. Nicht einmal einen Kilometer entfernt erinnerte zeitgleich eine "Menschenkette f├╝r Menschenrechte" an die Corona-Toten. "Wir stehen gemeinsam auf gegen Hetze, Desinformation und Verschw├Ârungstheorien", schrieb N├╝rnbergs Oberb├╝rgermeister Marcus K├Ânig (CSU) dazu auf Twitter.

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Auch im unterfr├Ąnkischen Schweinfurt haben bei einer nicht angemeldeten Veranstaltung bis zu 3000 Menschen gegen die Corona-Ma├čnahmen demonstriert, wie die Polizei mitteilte. Es seien keine Straftaten angezeigt worden, jedoch wurden mehrere Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Zeitweise waren Sicherheitsabst├Ąnde nicht eingehalten worden. Teilnehmerinnen und Teilnehmer h├Ątten immer wieder versucht, sich in Kleingruppen abzusondern. Einen "unkoordinierten Versammlungsverlauf" verhinderte die Polizei jedoch nach eigenen Angaben.

Bereits am Samstag hatten laut Polizei mehr als 15 000 Menschen - allerdings in verschiedenen Orten im Freistaat - gegen die Corona-Ma├čnahmen protestiert. Im Gro├čen und Ganzen blieb es dabei friedlich, doch in Traunstein wurde nach Angaben der Polizei ein Beamter leicht verletzt, nachdem ein Teilnehmer einen Platzverweis erhalten hatte. Auch in anderen Kommunen gab es Platzverweise sowie Anzeigen wegen Versto├čes gegen die Maskenpflicht oder wegen Beleidigung.

Die gr├Â├čte Demo am Samstag war in Ansbach, gut 40 Kilometer westlich von N├╝rnberg. Da die meisten der - von der Polizei gesch├Ątzten - 4200 Teilnehmer die Anordnung, mindestens medizinische Masken zu tragen, am Anfang nicht einhielten, stoppten die Beamten den Zug vor├╝bergehend.

In Augsburg versammelten sich laut Polizei rund 2300 Ma├čnahmenkritiker. In Regensburg waren es demnach in der Spitze rund 2400 Menschen. 2300 Kritiker protestierten nach Polizeiangaben in Neumarkt in der Oberpfalz. In Bamberg versammelten sich zwischen 1800 und 2000 Ma├čnahmengegner, wie ein Polizeisprecher sagte. Auch in anderen St├Ądten und Gemeinden im Freistaat gab es Versammlungen mit bis zu einigen hundert Teilnehmern. An vielen Orten formierten sich auch Gegendemonstrationen, die unter anderem ihre Solidarit├Ąt mit dem Pflegepersonal ausdr├╝ckten.

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