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Formel 1: Bottas gewinnt Regen-Krimi – Verstappen übernimmt WM-Führung

Formel 1 in der Türkei  

Bottas gewinnt Regen-Krimi – Verstappen übernimmt WM-Führung

10.10.2021, 16:36 Uhr | dd, dpa

Formel 1: Bottas gewinnt Regen-Krimi – Verstappen übernimmt WM-Führung. Turbulenter Start: Valtteri Bottas (M.) vor dem Fahrerfeld kurz nach Rennbeginn. (Quelle: imago images)

Turbulenter Start: Valtteri Bottas (M.) vor dem Fahrerfeld kurz nach Rennbeginn. (Quelle: imago images)

Auf der Stecke in Istanbul setzt sich der Finne im Mercedes durch – hinter ihm aber ist es lange spannend. Am Ende wird Hamiltons Aufholjagd nicht belohnt. Sebastian Vettel erlebt dagegen einen bitteren Renntag.

Souveräner Sieg im Regen von Istanbul: Valtteri Bottas hat den Großen Preis der Türkei gewonnen. Der finnische Mercedes-Pilot setzte sich auf der nassen Strecke vor dem Niederländer Max Verstappen (Red Bull) und dessen Teamkollegen Sergio Perez durch. Weltmeister Lewis Hamilton belegte Platz fünf – und muss damit auch die WM-Führung an seinen Konkurrenten Verstappen abgeben. Verstappen liegt mit nun 262,5 Punkten sechs Zähler vor Hamilton (256,5).

Sebastian Vettel erlebte mit Aston Martin ein ernüchterndes Rennen und fuhr nur auf Platz 18. Mick Schumacher (Haas) landete einen Rang dahinter auf Platz 19.

"Haha, yes", schrie Bottas über den Boxenfunk. Vor zehntausenden Fans verzockte sich Vettel beim Boxenstopp, als er ein Risiko mit Trockenreifen einging. Er blieb als 18. zum vierten Mal nacheinander ohne Zähler. Nach dem besten Qualifikationsergebnis seiner Karriere warf Schumacher im unterlegenen Haas eine frühe Kollision mit Alpine-Routinier Fernando Alonso zurück. Überrundet schleppte er sich als 19. über die Ziellinie.

Verstappen kam an Bottas nicht vorbei

"Es ist alles möglich", meinte Mercedes-Teamchef Toto Wolff vor dem Erlöschen der Roten Ampeln angesichts der schwierigen Wetterbedingungen. Nebel und Nieselregen rund um den Intercity Istanbul Park zwangen Hamilton & Co. zunächst zu Intermediates. "Ich muss, ich will das Rennen irgendwie gewinnen", verkündete der Weltmeister, der nach einem regelwidrigen Motorentausch statt von Rang eins nur von Platz elf starten durfte.

Erster Profiteur war sein Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas, der das Feld in die 170 Meter bis zur ersten Bremszone führte. Direkt dahinter lauerte Verstappen, der allerdings schon das ganze Wochenende über die Balance seines Red Bull geklagt hatte.

An Bottas kam der Niederländer nicht vorbei, Hamilton machte ebenfalls zunächst kaum Boden gut. Schumacher war nach Startplatz 14 "sehr sehr glücklich" gewesen. Der 22-Jährige kam auch erstmal gut weg. Eine Berührung mit Alonso, der nach einem Dreher auf den Asphalt zurückkehrte, warf ihn aber ans Ende des Feldes zurück. Die Rennkommissare brummten dem zweimaligen Weltmeister aus Spanien eine Fünf-Sekunden-Strafe auf.

Hamilton ging ins Risiko

Vettel hing nach einer weiteren enttäuschenden Qualifikation auf Position zehn fest. Hamilton arbeitete sich weiter nach vorne. Erst an Yuki Tsunoda und Lance Stroll vorbei, dann an Lando Norris und Pierre Gasly. Die Intermediates verloren immer mehr an Profil, das richtige Timing für Reifenwechsel beschäftigte die Kommandostände.

Bottas bestimmte vorne das Tempo mit sicherem Vorsprung auf Verstappen. Hamilton kämpfte spektakulär Rad an Rad gegen Perez im zweiten Red Bull, hängte aber erstmal fest.

Verstappen kam in der 37. Runde als erster Pilot aus der Spitzengruppe an die Box, fiel aber nur auf Platz drei zurück. Bottas erhielt einen Umlauf später frische Intermediates. Vettel versuchte es indes mit den Medium-Reifen, musste aber rasch das Experiment beenden und die Gummis wieder wechseln. "Es funktioniert nicht", musste der viermalige Weltmeister enttäuscht einräumen.

Hamilton ging ebenfalls ins Risiko. Der siebenmalige Weltmeister zögerte seinen Boxenstopp so lange heraus wie nur möglich. Ein Jahr nach seinem vorzeitigen Titelgewinn in der Türkei, als er in einem Regenchaos von Position sechs noch ganz nach vorne gefahren war, wollte er zumindest den Sprung auf das Podest erzwingen.

In Runde 51 war es dann soweit, der erste Reifensatz war schon abgefahren. Hamiltons Dienstwagen erhielt nun frische Gummis. Bei der Rückkehr auf die Strecke verlor er zwei Plätze und war Fünfter. Hamilton musste sich nun sogar noch gegen den drängenden Gasly im Alpha Tauri wehren, er verteidigte aber immerhin noch seinen Rang.

Verwendete Quellen:
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa

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