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DAZN-Streit um TV-Rechte: DFL kontert Vorwürfe


"Keine Grundlage und keine Berechtigung"
TV-Streit: DFL kontert Vorwürfe von DAZN

Von sid, dd

Aktualisiert am 27.04.2024Lesedauer: 2 Min.
DFL-Logo auf einer Kamera am Spielfeld: Der Streit zwischen der Deutschen Fußball-Liga und DAZN geht weiter.Vergrößern des BildesDFL-Logo auf einer Kamera am Spielfeld: Der Streit zwischen der Deutschen Fußball-Liga und DAZN geht weiter. (Quelle: IMAGO/Eibner-Pressefoto/Wolfgang Frank)
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Nächste Episode in der Auseinandersetzung zwischen der DFL und dem Streamingdienst. Nun reagiert die Deutsche Fußball-Liga auf die erhobenen Anschuldigungen – mit deutlichen Worten.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat im Streit mit DAZN um die Bundesliga-Medienrechte auch die neuen Vorwürfe und Forderungen des Streamingdienstes als unbegründet zurückgewiesen. Für eine Rücknahme der Rechtevergabe gebe es "keine Grundlage und keine Berechtigung", teilte die DFL am Freitag mit. Sollte DAZN tatsächlich rechtliche Schritte einleiten, sei die DFL "gut aufgestellt". Die Auktion des betreffenden Rechtepakets und das gesamte Ausschreibungsverfahren seien "transparent und diskriminierungsfrei durchgeführt" worden.

Mehr noch: "Die Angebote der DAZN Limited waren nicht ausschreibungskonform und wurden deswegen bei der Vergabe nicht berücksichtigt", heißt es weiter. "Das von DAZN nachträglich eingereichte Dokument einer Bank ändert an der Entscheidung über die anderweitige Vergabe nichts."

"Endgültig und abschließend"

DAZN hatte rechtliche Schritte angekündigt, um doch noch das bei der Ausschreibung angestrebte Rechtepaket B zu erhalten. Begründet wurde dies auch mit einer "mangelnden Reaktion der DFL auf unsere Beschwerde über die unrechtmäßige Vergabe von Rechtepaket B".

Die DFL konterte, sie habe "ihren Standpunkt in mehreren Schreiben an DAZN verdeutlicht und mehrfach Gesprächsangebote unterbreitet". Einen langwierigen Prozess, wie ihn der Anbieter erwartet, will der Ligaverband verhindern. "Die DFL erwartet im Sinne zügiger Prozess- und Rechtssicherheit, die im allseitigen Interesse liegt, dass alle Beteiligten einen Schiedsspruch als endgültig und abschließend akzeptieren."

DAZN hatte in der Vorwoche in einem Brief an die DFL eine Ungleichbehandlung im Bieterverfahren beklagt. Das Unternehmen fühlt sich benachteiligt, weil sein Angebot für das Rechtepaket B abgelehnt wurde, obwohl es "das finanziell attraktivste und überzeugendste" gewesen sei. Die DFL wies die Vorwürfe daraufhin deutlich zurück. Der Ligaverband hatte die von DAZN abgegebenen Finanzgarantien nicht akzeptiert und innerhalb von 24 Stunden eine Bankgarantie verlangt. Diese gab es erst mit größerer Verzögerung.

Das Rechtepaket B enthält die Samstagsspiele der Bundesliga um 15.30 Uhr sowie die Einzelspiele am Freitagabend und die Relegation. DAZN soll nach Informationen der Bild-Zeitung rund 400 Millionen Euro pro Saison für das Paket geboten haben, die eingeholte Bankbürgschaft belaufe sich auf rund 200 Millionen Euro. Ansonsten galt vor allem Sky als Interessent für das Rechtepaket B.

Verwendete Quellen
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