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Dortmund legt den schlechtesten Start seit 27 Jahren hin

Von dpa, t-online
20.10.2014Lesedauer: 2 Min.
Am Tiefpunkt: BVB-Trainer Jürgen Klopp mit seinen Spielern Shinji Kagawa und Neven Subotic (v. li.) nach der Niederlage gegen Köln.
Am Tiefpunkt: BVB-Trainer Jürgen Klopp mit seinen Spielern Shinji Kagawa und Neven Subotic (v. li.) nach der Niederlage gegen Köln. (Quelle: imago/Kolvenbach)
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Borussia Dortmund

Zuletzt waren die Dortmunder 1987 derart schlecht aus den Startlöchern gekommen. Mit einem Sieg gegen Homburg und drei Remis gegen Nürnberg, Gladbach und Frankfurt standen sogar nur sechs Punkte auf dem BVB-Konto. Die Saison beendete das damalige Team unter Trainer Reinhard Saftig auf Rang 13. Eine Horrorvorstellung für einen Klub, der unter normalen Umständen die Meisterschaft, den Pokal und das internationale Geschäft anpeilt.

Klopp ist ratlos

So brenzlig wie lange nicht mehr ist die Lage in Dortmund. Rang 14 in der Liga und mittlerweile schon 13 Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze lassen den aktuelle Coach Jürgen Klopp ratlos wirken. "Diese Art Fußball zu spielen, macht absolut keinen Sinn", sagte er nach der bitteren Pleite in Köln.

Sieht man sich die nackten Zahlen des einstigen Bayern-Widersacher an, so wird schnell klar, dass es große Defizite in der schwarz-gelben Abwehr gibt. 14 Mal musste Keeper Roman Weidenfeller bislang hinter sich greifen. In keiner der acht Partien gelang es dem BVB, die Null zu halten. Mehr als jeder vierte Schuss war drin. Weidenfeller ist derzeit Sinnbild der BVB-Krise: Laut dem Statistikdienst "Opta" wehrte der Torwart nur 60 Prozent der Bälle ab, die direkt aufs Tor flogen - drittschlechtestes Wert in der Bundesliga hinter Berlins Thomas Kraft und Bremens Raphael Wolf.

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Die schweren Spiele kommen erst noch

"Wir hatten eine hohe Fehlpassquote und haben einfache Fehler begangen, die richtig wehtaten. Dadurch fehlte uns am Ende die Kraft", sagte Klopp nach dem Köln-Spiel. Kraft, die sich letztendlich auch im Ergebnis bemerkbar macht: Mit vier Punkten und 5:11 Toren in den zweiten Halbzeiten der acht Partien ist Dortmund Letzter der Tabelle. Würde im Vergleich nur die erste Spielhälfte gewertet werden, stünde die Borussia auf Platz sechs.

Den Kampf um die Meisterschaft haben die Dortmunder unterdessen aufgegeben. Aber auch die Mindestvorgabe Rang drei gerät langsam aber sicher aus dem Fokus: "Wir müssen da unten rauskommen und brauchen nicht über Saisonziele sprechen", sagte Sportdirektor Michael Zorc. Klopp wurde da noch deutlicher: "Man kann das auch Abstiegskampf nennen", sagte der Trainer dem Radiosender "WDR2".

In der Champions League zeigt der BVB sein erfolgreiches Gesicht: Mit Siegen gegen Arsenal London (2:0) und Anderlecht (3:0) legte die Borussia einen mustergültigen Start hin. Nun muss der BVB bei Galatasaray Istanbul am Mittwoch (ab 20.30 Uhr im t-online.de Live-Ticker) den Turnaround schaffen, um auch in der Liga wieder in die Spur zu finden.

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  • T-Online
Von Alexander Kohne
BVBJürgen KloppNeven SuboticRoman WeidenfellerShinji Kagawa
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