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Nach Anschlag auf Borussia-Bus: Haftbefehl gegen Iraker erlassen

Anschlag auf Mannschaftsbus des BVB  

Haftbefehl gegen Iraker erlassen

14.04.2017, 13:24 Uhr | dpa , df

Nach Anschlag auf Borussia-Bus: Haftbefehl gegen Iraker erlassen . Sicherheitskräfte bewachten das Trainingsgelände von Borussia Dortmund. (Quelle: imago images/Oliver Schaper)

Sicherheitskräfte bewachten das Trainingsgelände von Borussia Dortmund. (Quelle: Oliver Schaper/imago images)

Zwei Männer wurden nach dem Anschlag auf den BVB-Bus festgenommen. Jetzt wissen die Ermittler: Beide haben nichts mit den Sprengsätzen zu tun. Gegen einen Mann wird dennoch Haftbefehl erlassen.

Die Bundesanwaltschaft hat bislang keine Hinweise darauf, dass ein nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund festgenommener Iraker an dem Angriff beteiligt gewesen ist. Die Behörde beantragte allerdings Haftbefehl wegen mutmaßlicher IS-Mitgliedschaft des 26-Jährigen. Er soll im Irak eine Einheit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeführt haben.

Iraker führte wohl Terror-Kommando an

Laut Bundesanwaltschaft soll der 26-jährige Beschuldigte sich spätestens Ende 2014 im Irak dem IS angeschlossen haben. Den Erkenntnissen zufolge führte er dort das Kommando über eine Einheit von etwa zehn Personen. Aufgabe seiner Einheit war es demnach, Entführungen, Verschleppungen, Erpressungen und auch Tötungen vorzubereiten.

Der Beschuldigte wird am Donnerstagmorgen dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der über den Erlass eines Haftbefehls und die Anordnung von Untersuchungshaft entscheiden wird.

Kein Verdacht gegen zweiten Festgenommenen mehr

Auch der zweite Mann, der im Visier der Ermittler war, steht inzwischen nicht mehr unter Verdacht. "Der Tatverdacht hat sich nicht erhärtet", sagte die Sprecherin der Bundesanwaltschaft. Es gebe keine Hinweise, dass der Mann in die Tat verwickelt sei.

In Verdacht geraten war neben dem festgenommenen Iraker auch ein 28-jähriger Deutscher aus Fröndenberg im Kreis Unna. Die Wohnungen beider Männern waren durchsucht worden.

Die Hintergründe des Anschlags auf Borussia Dortmund sind somit weiter unklar. Die Bundesanwaltschaft geht nach wie vor von einem terroristischen Hintergrund aus. Zwingend sei dies allerdings nicht, so die Sprecherin.

Bei dem Anschlag waren am Dienstagabend drei Sprengsätze mit Metallstiften nahe des Dortmunder Mannschaftsbusses detoniert. Der spanische BVB-Verteidiger Marc Bartra und ein Polizist wurden verletzt.

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