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Bomben auf BVB-Bus: Waren es doch gewaltbereite Fußballfans?

Anschlag auf BVB-Teambus  

Waren es doch radikale Fans?

13.04.2017, 15:51 Uhr | dpa , df

Bomben auf BVB-Bus: Waren es doch gewaltbereite Fußballfans?. Nach Explosionen an BVB-Bus (Quelle: dpa)

Der zweite Mannschaftsbus des BVB fährt unter Polizeischutz auf dem Vereinsgelände vor. (Quelle: dpa)

Auf der Suche nach den Attentätern von Dortmund nehmen die Behörden nun offenbar auch gewalttätige Fußballfans unter die Lupe. Das sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister im Landtag.

Nach Angaben von NRW-Innenminister Ralf Jäger kann nicht ausgeschlossen werden, dass gewaltbereite Fußballfans den Sprengstoffanschlag auf den BVB-Bus ausgeübt haben. Die Täter seien nicht gefasst und hätten weitere Anschläge angekündigt, sagte Jäger bei einer Sitzung des Innenausschusses im Düsseldorfer Landtag. "Das nehmen wir sehr ernst".

"Wir suchen nach mordbereiten Tätern"

Die Sprengsätze waren nach Angaben des Ministers hochprofessionell gebaut. "Die Sprengkraft war enorm", so Jäger. Landeskriminaldirektor Dieter Schürmann sagte: "Wir suchen nach mordbereiten Tätern". Es werde auch nach Fingerabdrücken an den Sprengsätzen gesucht.

Laut NRW-Verfassungsschutz sind die drei identischen Bekennerschreiben, die am Tatort gefunden wurden, keiner einzelnen extremistischen Richtung zweifelsfrei zuzuordnen. Es werde in Richtung Links- und Rechtsextremismus sowie Islamismus ermittelt, sagte der Leiter des NRW-Verfassungsschutzes, Burkhard Freyer.

Arabische Floskeln fehlen

Mit Blick auf Islamismus sage er, es fehlten arabische Floskeln, auch seien die Forderungen am Ende des Textes untpyisch für die Terrormiliz Islamischer Staat. "Der IS verhandelt nicht", sagte Freyer.

Die beiden am Mittwoch festgenommenen Verdächtigen haben offenbar nichts mit den Sprengsätzen zu tun, wie die Bundesanwaltschaft mitteilte. Ein 28-Jähriger Deutscher aus dem Kreis Unna wurde wieder auf freien Fuß gesetzt.

Terrorist in Haft, aber für andere Tat 

Der zunächst als mutmaßlicher Attentäter verdächtigte Iraker bleibt dennoch hinter Gittern. Er hat zwar nichts mit dem Anschlag auf den Bus von Borussia Dortmund zu tun. Bei den Ermittlungen stellten die Sicherheitsbehörden jedoch fest, dass er wahrscheinlich im Irak ein Kommando der IS-Terrormiliz angeführt hat. 

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