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Borussia Dortmund: Reus soll Verlegung des Monaco-Spiels gefordert haben

Angeblicher Zoff mit BVB-Boss  

Reus lobt "Vertrauensverhältnis" zu Watzke

01.06.2017, 09:12 Uhr | ako, sid , t-online.de , dpa

Borussia Dortmund: Reus soll Verlegung des Monaco-Spiels gefordert haben . Marco Reus ist in Dortmund geboren und spielt seit 2012 bei den BVB-Profis. (Quelle: dpa/Bernd Thissen)

Marco Reus ist in Dortmund geboren und spielt seit 2012 bei den BVB-Profis. (Quelle: Bernd Thissen/dpa)

Noch mehr Chaos beim BVB: Nachdem am Dienstag die Trennung von Trainer Thomas Tuchel bekannt wurde, dringen nun Einzelheiten zur Partie gegen AS Monaco nach außen. Das Spiel war wegen eines Anschlags auf den Dortmunder Mannschaftsbus verlegt worden.

Laut einem Bericht der "Zeit" sollen mehrere Spieler während einer Teamsitzung vor dem Abschlusstraining für das Nachholspiel für eine weitere Verschiebung oder Absage der Partie votiert haben.

Reus lobt "gewachsenes Vertrauensverhältnis" zu Watzke

BVB-Star Marco Reus hat diesbezüglich eine Meinungsverschiedenheit mit Vereinsboss Hans-Joachim Watzke bestätigt. Er sagte gegenüber "Revier Sport": "Aki Watzke und ich hatten und haben keinen Streit, sondern ein gewachsenes Vertrauensverhältnis. Und das beinhaltet, dass man auch mal anderer Meinung sein kann und offen über gewisse Dinge diskutieren kann."

Die "Zeit" hatte berichtet, dass Reus im Namen der Mannschaft zu Watzke gesagt habe: "Ich halte es für falsch, dass wir heute Abend spielen." Daraus habe sich ein Wortwechsel mit Watzke entwickelt. Als Reaktion habe sich erst Gonzalo Castro zu Wort gemeldet und Reus' Sicht unterstützt, schließlich auch drei weitere Spieler. Watzke hatte dagegen öffentlich behauptet, es habe "niemand aus dem Monaco-Kader den Wunsch an mich herangetragen", das Spiel abzusagen. Pikant: Reus und Castro standen eben nicht im Kader.

Ex-BVB-Trainer kritisierte neuen Termin

Der ehemalige BVB-Coach Thomas Tuchel hatte nach der Champions-League-Partie die Ansetzung kritisiert. Es habe die Spieler unendlich geschmerzt, "dass hier ein Viertelfinale zu Hause stattfindet und sie sich da wie reingeschoben fühlt".

Watzke verteidigte sich. "Es hätte am Nachmittag des Spieltags immer noch die Möglichkeit gegeben, nicht anzutreten. Wir hätten das mit der UEFA gelöst. Aber das wollte offenbar niemand, denn dieses Angebot bestand ja. Wir waren nach mehreren Gesprächen sehr sicher, eine gemeinsame Position mit dem Trainer zu haben", sagte der BVB-Boss der Zeit.

Angespanntes Verhältnis zwischen Tuchel und dem BVB

BVB-Mittelfeldspieler Nuri Sahin hatte am 13. Mai im Aktuellen Sportstudio des ZDF erklärt: "Uns wurde freigestellt, ob wir spielen wollen oder nicht. Aber wir sind lange genug in diesem Geschäft dabei, dass wir wissen, dass nicht Herr Watzke oder Reinhard Rauball entscheiden, sondern die UEFA."

Wie “Die Zeit“ weiter berichtet, war das Verhältnis zwischen Trainer und Verein seit dem vergangenen Sommer angespannt, nachdem Borussia Dortmund, anders als versprochen, Mats Hummels, Ilkay Gündogan und Henrich Mchitarjan verkauft hatte. Tuchel habe dies als Vertrauensbruch gewertet.

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