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FC Bayern: Wie sich Neuling Niko Kovač anpassen muss

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Neuer Trainer im Check  

Wie sich Kovač an den FC Bayern anpassen muss

14.04.2018, 20:57 Uhr | Von Constantin Eckner, t-online.de

Niko Kovac: Der Kroate trainiert ab kommender Saison den FC Bayern München. (Quelle: imago)
Niko Kovač: So erfolgreich war er mit der Eintracht. Aber passt er auch zu den Bayern?

Niko Kovač: So erfolgreich war er mit der Eintracht. Aber passt er auch zu den Bayern? (Quelle: Perform/ePlayer)

Niko Kovač: So erfolgreich war er mit der Eintracht. Aber passt er auch zu den Bayern? (Quelle: Perform/ePlayer)


Niko Kovač wird neuer Trainer des FC Bayern München. Doch welche Art Fußball lässt der Kroate spielen? Und passt das überhaupt zum deutschen Rekordmeister? Einiges wird er ändern müssen.

Bayern München hat die Suche abgeschlossen. Doch statt eines renommierten Übungsleiters von internationalem Rang wird in der kommenden Saison ein Ex-Spieler mit überschaubarer Trainerbiografie die Geschicke leiten. Niko Kovač und der FC Bayern – passt das wirklich zusammen?

Die meisten Bundesliga-Fans kennen Kovač vor allem als Spieler diverser deutscher Clubs und als Trainer in der Rolle des Heilsbringers für Eintracht Frankfurt. Im März 2016 übernahm er in der hessischen Bankenmetropole den Schleudersitz – und zwei Jahre später wird er nicht etwa in die Arbeitslosigkeit, sondern geradewegs nach München katapultiert. Was schnell in Vergessenheit gerät: Kovačs Zeit, bevor er die Eintracht übernahm, war alles andere als glanzvoll. Der kroatische Verband setzte ihn 2015 vor die Tür, nachdem er als Nationaltrainer aus dem Starensemble (Modrić, Rakitić, Mandžukić etc.) keine schlagkräftige Spitzenmannschaft hatte formen können.

Ein Herz-und-Eier-Trainer

Zum damaligen Zeitpunkt war Kovač hauptsächlich ein Herz-und-Eier-Trainer. Ihm ging es um Mentalität und Einstellung. Um die bodenständigen Dinge des Fußballs. "Taktik ist für mich nicht nötig. Die braucht man erst, wenn etwas fehlt. Wenn man Herz hat, dann benötigt man keine Taktik", sagte er einst bei einer Pressekonferenz des kroatischen Nationalteams. Wirklich erfolgreich war er mit dieser Einstellung allerdings nicht.

Kovač scheint sich jedoch geändert zu haben. Vorm Pokalfinale in der vergangenen Saison gegen Borussia Dortmund diskutierte er beim Fernsehsender "Sky" offen und mit Begeisterung die taktischen Kniffe, die man bräuchte, um einen übermächtigen Gegner zu bezwingen. Das Spiel ging verloren, aber der Enthusiasmus war ungebrochen. Die Defensivstrategie seiner Anfangstage in Frankfurt hat er zu den Akten gelegt.

Der Weg zur Ballbesitzkultur

Genau damit zog er sicherlich auch die Aufmerksamkeit des FC Bayern auf sich. Natürlich hat Kovač den Stallgeruch, den manche im Verein einfordern. Natürlich steht er mit Frankfurt aktuell auf einem überragenden fünften Platz – vor Clubs wie RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach, die über weitaus bessere Kader verfügen.

Doch hätte Kovač diesen Erfolg nur mit Mauertaktik und Minimalistenfußball erreicht, wäre er wohl kaum ins engere Blickfeld des Ligakrösus geraten. Stattdessen spielt die Eintracht einen immer ambitionierteren Offensivstil. Während in der Vorsaison sehr viel über die Flügel lief und die Frankfurter dadurch auch zuweilen anfällig wirkten, weil beide Außenspieler vielfach ausgekontert wurden, zeigt sich Kovačs Team nun variabler.

Der Grundstein dafür wurde mit den Transfers im Sommer gelegt. Kevin-Prince Boateng, Jonathan de Guzmán und Gelson Fernandes ergänzten die Mittelfeldzentrale, die sich nun sowohl im Spielaufbau als auch im Pressing zu einer echten Bastion entwickelt hat. Weiterhin versucht Kovač, die Athletik seiner Kicker zu nutzen und gerade nach Balleroberungen – aber auch ganz generell – mit viel Direktspiel zum Erfolg zu kommen. Frankfurt möchte den Gegner überwältigen.

Verwandlung für die Bayern?

In München muss er sich allerdings mit einer ganz anderen Ausgangslage zurechtfinden. Der FC Bayern spielt nie als Underdog. Er kann sich in der Regel nie zurücklehnen und auf Konter warten. Die absolute Dominanz des Rekordmeisters verlangt, dass selbst auf einer Länge von 40 oder 50 Metern der Gegner auseinandergespielt wird und dass nach Ballverlusten das Gegenpressing umgehend greift. Sicherlich wird Kovač nicht all seine Ideen aus der Frankfurter Zeit über Bord werfen müssen; auch in München hat er die für einen athletischen und direkteren Fußball notwendigen Spieler. Dafür legt Jupp Heynckes derzeit sogar noch den passenden Grundstein.

Aber: Kovač muss erst noch beweisen, dass er wirklich für jedes Pressing- und Defensivsystem einen Lösungsansatz parat hat. Denn die Bayern sind zum Siegen verdammt. Und ihr neuer Trainer erst recht. Wenn selbst ein Großer wie Carlo Ancelotti, der Trophäen bis unter den Dachstuhl angehäuft hat, intern bei den Bayern rasch für seine Trainingsarbeit in die Kritik geraten kann, dann sagt das viel über den Erfolgsdruck in München aus.

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