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2. Bundesliga: Das sind die großen Favoriten auf den Aufstieg

Zweite Liga startet  

Das sind die großen Favoriten auf den Erstliga-Aufstieg

26.07.2019, 14:13 Uhr
2. Bundesliga: Das sind die großen Favoriten auf den Aufstieg. Die Favoriten: Der Hamburger SV mit Dieter Hecking (l.) und Aaron Hunt sowie der VfB Stuttgart mit Mario Gomez (r.). (Quelle: imago images)

Die Favoriten: Der Hamburger SV mit Dieter Hecking (l.) und Aaron Hunt sowie der VfB Stuttgart mit Mario Gomez (r.). (Quelle: imago images)

Jahr für Jahr ist von der "besten zweiten Liga aller Zeiten" zu lesen – so auch vor Beginn dieser Saison. t-online.de hat sich die beiden größten Favoriten auf den Aufstieg etwas genauer angeschaut. 

Die Zeit der Testspiele ist vorbei. Am heutigen Freitag startet die 2. Bundesliga in die Saison 2019/2020. Zum Beginn der neuen Spielzeit kommt es gleich zu einer Kracherpartie: Der VfB Stuttgart empfängt Hannover 96 (im Liveticker bei t-online.de) – ein Duell zweier Absteiger.

Neben dem VfB Stuttgart, der mit Tim Walter einen neuen Trainer an der Seitenlinie stehen hat, hat auch der HSV viel verändert. Neue Köpfe in der Führungsetage, ein neuer Manager, ebenfalls ein neuer Trainer.

Zieht die Fäden in Stuttgart: Tim Walter. (Quelle: imago images/Sportfoto Rudel)Zieht die Fäden in Stuttgart: Tim Walter. (Quelle: Sportfoto Rudel/imago images)

Nach der verpatzten letzten Saison sind die Hanseaten neben den Schwaben aus Cannstatt der große Favorit auf den Aufstieg. t-online.de beleuchtet anhand von drei Aspekten den Status Quo der beiden großen Aufstiegsfavoriten aus Hamburg und Stuttgart.

1. Die Trainer:

Spätabends am 27. Mai 2019 hatte der VfB Stuttgart Gewissheit. Nach einem 0:0 auswärts bei Union Berlin (Hinspiel 2:2) war der zweite Abstieg des VfB innerhalb von drei Jahren perfekt. Interimstrainer Nico Willig, der für den glücklosen Markus Weinzierl übernahm, konnte den Gang in die Zweitklassigkeit nicht verhindern – und kehrte als Coach zur U19 des VfB zurück.

Bereits eine Woche vor dem Abstieg stand bereits fest, dass mit Tim Walter (zuvor Kiel) ein neuer Trainer für das Team verantwortlich sein würde. Doch auch ein alter Bekannter kehrte nach Stuttgart zurück. Rainer Widmayer, bereits in der Saison 2008/2009 Co-Trainer unter Markus Babbel bei den Schwaben, unterstützt das Trainerteam von Walter.

War zuletzt Assistent von Pal Dardai bei Hertha BSC: Rainer Widmayer. (Quelle: imago images/Sportfoto Rudel)War zuletzt Assistent von Pal Dardai bei Hertha BSC: Rainer Widmayer. (Quelle: Sportfoto Rudel/imago images)

Beim Hamburger SV steht ab dieser Saison ein Mann an der Seitenlinie, den man vor Beginn der vergangenen Saison wohl kaum in der zweiten Bundesliga vermutet hätte. Nach 13 erfolgreichen Jahren in der ersten Liga in Aachen, Hannover, Nürnberg, Wolfsburg und Gladbach kehrt mit Dieter Hecking einer der erfahrensten deutschen Trainer in die zweite Liga zurück.

"Ich wollte das machen, wo ich einen unglaublichen Reiz drin sehe, wo ich etwas bewegen und gute Arbeit leisten kann", so Hecking jüngst in einem Interview mit der "Welt". Der Reiz "nach München, Dortmund oder Bremen zu fahren" war für den 54-Jährigen verflogen.

2. Die Kader

Beim VfB Stuttgart ging nach dem nicht eingeplanten Abstieg erneut ein großer Umbruch vonstatten. Der Verein trennte sich unter anderem von Andreas Beck und Kapitän Christian Gentner, die bereits zur Meistermannschaft 2007 gehörten.

Auch Torhüter Ron-Robert Zieler (Hannover), Eigengewächs Timo Baumgartl (Eindhoven), Weltmeister Benjamin Pavard (FC Bayern) und der erst im Winter zuvor verpflichtete Ozan Kabak (Schalke 04) verließen den Verein. Bekannte Namen wie Gonzalo Castro, Daniel Didavi und Stürmerstar Mario Gomez blieben beim VfB.

Die Einnahmen für die abgewanderten Bamgartl, Pavard und Kabak (60 Millionen Euro) wurden weiter in den Kader investiert. Unter den Neuzugängen findet sich aber bislang kein wirklich großer Name. Stattdessen warb der VfB mit Philipp Klement (Paderborn) und Hamadi Al Ghaddioui (Jahn Regensburg) sowie Atakan Karazor (Kiel) vorrangig Spieler von der Zweitligakonkurrenz ab.

Auch beim HSV gab es große Veränderungen im Mannschaftsgefüge. Die namhaftesten Abgänge: Publikumsliebling Pierre-Michel Lasogga (Al-Arabi), Sturm-Talent Jann-Fiete Arp (FC Bayern), Linksverteidiger Douglas Santos (Zenit Sankt Petersburg) und Ex-Nationalspieler Lewis Holtby (noch ohne Verein).

Nicht mehr beim HSV: Pierre-Michel Lasogga (l.) und Lewis Holtby. (Quelle: imago images/Sven Simon)Nicht mehr beim HSV: Pierre-Michel Lasogga (l.) und Lewis Holtby. (Quelle: Sven Simon/imago images)

Mit Angreifer Lukas Hinterseer (VfL Bochum), Sonny Kittel (FC Ingolstadt) sowie Tim Leibold von Absteiger 1. FC Nürnberg holte sich der HSV zumindest drei bundesligaerfahrene Akteure in den Kader, um das Ziel Wiederaufstieg anzupeilen. 

3. Die Stimmung:

Sowohl in Stuttgart als auch in Hamburg gibt es atmosphärische Störungen. Allerdings haben diese weniger mit der Mannschaft zu tun als mit Entscheidungen bzw. Ereignissen abseits des Platzes.


Beim VfB, dem nachgesagt wird, der "HSV des Südens" zu sein, kam es vor gut zwei Wochen zur wohl chaotischsten Mitgliederversammlung der Vereinsgeschichte. Weil das WLAN streikte, musste die Mitgliederversammlung zum Unmut des Großteils der anwesenden Fans abgebrochen werden – der umstrittene Präsident Wolfgang Dietrich trat einen Tag später zurück. Schon vor Saisonstart also großer Trubel im Ländle, wo traditionsgemäß erst im Herbst der Baum brennt.

Hamburg: Uhr und Hymne abgeschafft

Nachdem das Duo Becker/Wolf den Aufstieg verpasste, war die Stimmung bei den Anhängern im Keller. Dazu wurden zwei wesentliche Veränderungen rund um den Volkspark getroffen, die seit Jahren ein fester Bestandteil der Hamburger Vereinskultur waren. Zum einen ist die Uhr, die jahrelang die Zeit in der ersten Bundesliga anzeigte, endgültig zum Stehen gekommen.

Die ehemalige Stadionuhr zeigt jetzt die Geo-Koordinaten des Anstoßpunktes im Hamburger Volksparkstadion. (Quelle: imago images/Oliver Ruhnke)Die ehemalige Stadionuhr zeigt jetzt die Geo-Koordinaten des Anstoßpunktes im Hamburger Volksparkstadion. (Quelle: Oliver Ruhnke/imago images)

Und auch die beliebte Vereinshymne "Hamburg meine Perle", 14 Jahre lang vor Spielbeginn von Lotto King Karl zum Besten gegeben, wird es in der nun startenden Spielzeit so nicht mehr geben. Laut Vereinsboss Bernd Hoffmann würde der Song "überhaupt nicht mehr zum HSV“ passen. Der Hamburger Supporters Club (66.000 Mitglieder) begrüßte die Entscheidung, die aber bei weitem nicht bei allen Anhängern auf Zustimmung traf.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Mopo: "So hart rechnen die HSV-Supporter mit Lottos Hymne ab"

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