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FC Schalke 04 – Klaus Fischer: Ohne Clemens Tönnies wird es schwer

Schalke-Legende Fischer  

"Jetzt sind diejenigen gefragt, die Tönnies loswerden wollten"

01.07.2020, 07:38 Uhr
Schalke 04: Tönnies legt Amt als Aufsichtsratschef nieder

Ein Paukenschlag markierte bei Schalke 04 das Ende einer Ära der Großmannssucht und den Aufbruch ins Ungewisse. Der Vereinschef Clemens Tönnies legt bei den Königsblauen mit sofortiger Wirkung alle Ämter nieder. (Quelle: SID)

Ende einer Ära: Vereinschef Clemens Tönnies legt mit sofortiger Wirkung alle Ämter bei Schalke nieder. (Quelle: SID)


Der legendäre Torjäger der Königsblauen äußert sich mit klaren Worten zum Rückzug von Clemens Tönnies aus dem Verein – und blickt der Schalker Zukunft kritisch entgegen. 

Schalke-Legende Klaus Fischer geht seinen langjährigen Klub nach dem Rücktritt von Aufsichtsratschef Clemens Tönnies hart an: "Jetzt sind diejenigen gefragt, die Clemens Tönnies unbedingt loswerden wollten", sagte der 70-Jährige zu t-online.de. "Die muss man jetzt in die Pflicht nehmen. Ich erwarte nur Neunmalkluge, die alles besser wissen."

Besonders finanziell könne der Rückzug des Unternehmers dem ohnehin schon angeschlagenen Verein noch mehr schaden: "Meiner Meinung nach wird Schalke nicht um eine Ausgliederung der Fußballabteilung herumkommen – so, wie es schon viele Vereine getan haben, um neues Geld heranzuschaffen. Und diese Vereine, die stehen heute oben: Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig, Bayer Leverkusen, Wolfsburg oder Hoffenheim", meint Fischer. "Und wenn wir das nicht machen, wird es ganz, ganz schwer. Und jetzt verliert man offenbar den einen, der da war, wenn es brenzlig wurde. Denn Tönnies hat immer wieder den Verein unterstützt, wenn es nötig war."

Deutliche Worte: Schalke-Legende Klaus Fischer. (Quelle: imago images/Eibner)Deutliche Worte: Schalke-Legende Klaus Fischer. (Quelle: Eibner/imago images)

"Wo soll Schalke jetzt das Geld herkriegen?"

Mahnende Beispiele, was einem Verein ohne Ausgliederung der Fußballabteilung drohen könnte, gebe es genug. "Wissen Sie, welche Mannschaften das beispielsweise nicht gemacht haben? 1860 München, Rot-Weiß Oberhausen – und auch die Vereine, die heute in der Bundesliga unten stehen. Schalke aber hat das Potenzial." 


Nun fehle aber ein wichtiger Faktor dazu: "Wo sollen die denn jetzt das Geld herkriegen? Ohne Clemens Tönnies werden wir ganz schweren Zeiten entgegengehen. Man darf nicht vergessen: Tönnies hätte auch die Kontakte gehabt, die im Falle einer Ausgliederung ein Millionenpaket geschnürt hätten.“ 

Die aktuelle sportliche und finanzielle Krise bei S04 gehe ihm nahe: "Ich habe elf Jahre für Schalke 04 gespielt, lebe seit 50 Jahren in Gelsenkirchen. Ich fühle mich als Teil von Schalke", erklärt Fischer. "Deshalb tut es mir persönlich sehr weh, was gerade mit diesem Verein passiert."

Den 64-jährigen Unternehmer nahm er gegen Kritik in Schutz: "Clemens weiß selbst am besten, dass er auch Fehler gemacht hat und Dinge gesagt hat, die er nicht hätte sagen sollen. Das sagt er auch, und er hat sich ja auch entschuldigt. Die aktuelle Situation aber war für viele natürlich ein gefundenes Fressen. Jetzt sind genau diese Leute gefragt."

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