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FC Bayern München: "Vier Spieler sind besser als Lewandowski"

PRO & KONTRAÜberragende Leistungen für Bayern  

"Vier Spieler sind besser als Lewandowski"

Von Robert Hiersemann und Florian Wichert

10.08.2020, 18:36 Uhr
FC Bayern München: "Vier Spieler sind besser als Lewandowski". War auch beim Rückspiel gegen den FC Chelsea der überragende Spieler: Robert Lewandowski.  (Quelle: imago images/t-online.de)

War auch beim Rückspiel gegen den FC Chelsea der überragende Spieler: Robert Lewandowski. (Quelle: t-online.de/imago images)

Der Bayern-Angreifer ist nach dem Restart der Champions League in überragender Form. Doch wo steht er im Vergleich: Ist er aktuell tatsächlich der beste Spieler der Welt, wie es Lothar Matthäus sagt? 

Seine überragenden Leistungen in den letzten Jahren spiegeln sich immer mehr auch in den Bestenlisten wider: Denn inzwischen macht Robert Lewandowski vom deutschen Rekordmeister Bayern München in der ewigen Champions-League-Torjägerliste Jagd auf den Ex-Schalker Raul auf Rang drei. Nur Messi und Cristiano Ronaldo stehen noch davor.

Der Pole erhöhte durch seinen Doppelpack am Samstagabend gegen den FC Chelsea (4:1) im Rückspiel des Champions-League-Achtelfinales sein Trefferkonto auf 66 und rangiert nur noch sechs Tore hinter Raul, der einst insgesamt 72 Treffer für Real Madrid und Schalke 04 erzielte.

Besonders in dieser Saison wird deutlich, welchen Wert Lewandowski für den FC Bayern hat. 

Matthäus: "Er ist das Nonplusultra"

"Er ist tatsächlich ein Phänomen", schwärmte sein Teamkollege Leon Goretzka nach dem Sieg über den FC Chelsea. Und Lothar Matthäus ging sogar noch einen Schritt weiter.

Deutschlands Rekordnationalspieler bezeichnete Lewandowskis aktuelle Leistungen als "überragend" und erklärte nach dem Chelsea-Spiel bei Sky: "Er ist einfach das Nonplusultra im Weltfußball und das hat er heute wieder unter Beweis gestellt."

Ist Robert Lewandowski aktuell tatsächlich der beste Spieler der Welt? 

Robert Hiersemann

Head of Fußball und Sport

Pro

Ja, Lewandowski ist der beste Fußballer der Welt

In den zwei Spielen des Champions-League-Achtelfinals gegen den FC Chelsea schossen die Bayern sieben Tore. Lewandowski war an allen Treffern direkt beteiligt. Der Angreifer ist nicht nur seit Jahren der herausragende Spieler des Rekordmeisters, er ist aktuell auch der beste Fußballer unseres Planeten. Was dafür spricht?


Erstens: Der Erfolg mit seiner Mannschaft. Denn während Cristiano Ronaldo mit Juventus aus der Königsklasse flog und Messi mit Barcelona die Meisterschaft verspielte, führte Lewandowski den FC Bayern zu Meistertitel und Pokalsieg. Außerdem kann er weiter davon träumen, die Champions League zu gewinnen.


Zweitens: Die Einzelleistung. Der Pole schoss die Bayern im DFB-Pokalfinale mit einem Doppelpack zum Sieg, er wurde mit 34 Treffern Bundesliga-Torschützenkönig und führt auch die aktuelle Torjägerliste der Champions League mit 13 Treffern an – noch nie gelangen einem Bundesliga-Spieler in einer Saison so viele Tore in diesem Wettbewerb.


Es ist ein riesiges Unglück, dass in diesem Jahr die Vergabe des Ballon d'Or für den weltbesten Fußballer aufgrund der Corona-Pandemie ausfällt. Denn es gibt einen Fußballer, der trotz aller Schwierigkeiten in diesem krisengeplagten Jahr den Titel mehr als jeder andere verdient hätte: und der heißt Robert Lewandowski.


Florian Wichert

Stellvertretender Chefredakteur

Kontra

Nein, er versagt in großen Spielen

Seit zehn Jahren läuft Lewandowski Messi und Ronaldo hinterher. Er war weder Weltfußballer noch Europas geschweige denn Deutschlands Fußballer des Jahres. Und er hat noch nie die Champions League gewonnen. Daran trägt er selbst die Schuld, weil er in den großen Spielen versagt. Während Messi oder Ronaldo ihren Klubs Spiele und Titel gewinnen, schoss Lewandowski in den letzten fünf Jahren ab dem Viertelfinale nur zwei Tore – und die waren auch noch völlig wertlos.


Diese Saison hat er 53 Tore in 44 Spielen geschossen, davon 13 in der Champions League – eine überragende Quote. Trotzdem ist auch die wertlos, wenn Lewandowski Bayern in den kommenden zwei Wochen in Lissabon nicht zum Champions-League-Titel schießt. Dafür braucht er wohl auch Ronaldos Torrekord (17), für den noch vier Treffer fehlen.


Doch selbst wenn Lewandowski diese Saison auch endlich in den großen Spielen liefert, darf die Frage erlaubt sein, ob er dann der beste Spieler der Welt ist. Meine Antwort: Nein. Weil Messi genialer ist, Ronaldo schneller, van Dijk wuchtiger und Sergio Ramos zielstrebiger. Die sind immer präsent, wenn es drauf ankommt – und holen ihren Klubs die großen Titel. Nicht nur bei einem corona-bedingten Turnier ohne Rückspiele.



Wer hat recht?


Im "Zweikampf der Woche" kommentieren wöchentlich Florian Wichert (Stellvertretender Chefredakteur bei t-online.de) und Robert Hiersemann (Head of Fußball und Sport) aktuelle Fußballthemen. 

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