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Erste Saisonpleite: Hoeneß ärgert den FC Bayern

Von sid, dpa, dd

Aktualisiert am 28.09.2020Lesedauer: 2 Min.
Hoffenheims Kaderabek (r.) jubelt, die Bayern sind verzweifelt.
Hoffenheims Kaderabek (r.) jubelt, die Bayern sind verzweifelt. (Quelle: Reuters-bilder)
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Die Münchner kassieren bei einer furios aufspielenden TSG die erste Niederlage seit über neun Monaten. Dabei entwickelt sich zeitweise ein echter Krimi – die endgültige Entscheidung fällt kurz vor Schluss.

Böse Überraschung für den FC Bayern. Der deutsche Rekordmeister verlor am Sonntagnachmittag völlig unerwartet mit 1:4 (1:2) bei der TSG Hoffenheim und kassierte damit die erste Niederlage seit dem 7. Dezember 2019 (1:2 bei Borussia Mönchengladbach). Ermin Bicakcic (16.), Munas Dabbur (24.) und Andrej Kramaric (77., 90.+2) trafen für die Mannschaft des früheren Bayern-Trainers Sebastian Hoeneß, Joshua Kimmich (36.) konnte nur den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer erzielen.

"Es ist so gelaufen, wie wir es uns vorgestellt haben", sagte Hoeneß nach der Partie bei Sky. "Die Mannschaft hat gezeigt, was sie kann heute." Nach etwas schwierigem Start "haben wir dann mit der ersten Chance so einen Brustlöser gehabt und haben es dann geschafft, über die Spielzeit immer gefährlich zu bleiben".

Bayern-Trainer Hansi Flick verzichtete bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte zunächst auf Stürmerstar Robert Lewandowski. Anstelle des Polen, der zunächst auf der Reservebank saß, lief der Niederländer Joshua Zirkzee von Beginn an auf.

Die Bayern hatten schon früh Glück

Vor 6.030 zugelassenen Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena bestimmten die Gäste, die Ende Februar das von Zuschauer-Beleidigungen gegen den Hoffenheimer Mehrheitseigner Dietmar Hopp überschattete Spiel in Sinsheim 6:0 gewonnen hatten, zunächst wie erwartet das Geschehen. Die Hoffenheimer, deren neuer Trainer Sebastian Hoeneß sich vor dem Duell mit seinem Ex-Klub viel vorgenommen hatte, lauerten auf Konter.

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In der 11. Minute hatten die Bayern Glück. Schiedsrichter Benjamin Brand (Unterspiesheim) interpretierte ein Handspiel des Münchner Innenverteidigers Jerome Boateng im eigenen Strafraum als nicht strafbar.

Kurz darauf war es mit dem Glück der Münchner aber vorbei. Nach einer Ecke von Dennis Geiger traf Bicakcic per Kopf. Wenig später nutzte Dabbur den Aussetzer des französischen Weltmeisters Benjamin Pavard und baute den Hoffenheimer Vorsprung aus.

Gute Konterchancen für die TSG

Als Reaktion auf den Zwei-Tore-Rückstand riskierten die Bayern frühzeitig sehr viel und entblößten die Abwehr. Den Kraichgauern boten sich so gute Konterchancen. Den Treffer markierte allerdings Kimmich – was den Unmut der Hoffenheimer hervorrief, da Verteidiger Bicakcic zu dieser Zeit verletzt am Boden lag und kurz darauf raus musste.

Auch danach ging es hoch her. Einen Schuss des kroatischen Vize-Weltmeisters Kramaric konnte der Münchner Nationaltorwart Manuel Neuer in der Nachspielzeit der ersten Hälfte nur mit Glück an die Latte lenken.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs war es Dabbur, der innerhalb weniger Sekunden zwei Großchancen liegen ließ (51.). Auf der Gegenseite konnte Zirkzee nicht vollstrecken (57.). Wenige Sekunden später wurde er durch Lewandowski ersetzt. Zudem kam Leon Goretzka für den ganz schwachen Pavard.

Obwohl die Bayern auf den Ausgleich drängten, war den Münchnern die Müdigkeit anzumerken. Völlig ungewohnt fehlte die Durchschlagkraft in der Offensive, die entscheidenden Pässe kamen oft nicht an. Top-Torjäger Kramaric machte mit seinem vierten und fünften Saisontor den Deckel drauf - den Schlusspunkt setzte er nach einem von Neuer verschuldeten Foulelfmeter.

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  • David Digili
Von David Digili
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