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BVB-Boss Watzke kritisiert Merkel für "populistisches Fußball-Bashing"

Kritik an Kanzlerin  

"Populistisches Fußball-Bashing" – BVB-Boss Watzke attackiert Merkel

18.10.2020, 11:17 Uhr | dpa

BVB-Boss Watzke kritisiert Merkel für "populistisches Fußball-Bashing" . Hans-Joachim Watzke im ZDF Sportstudio: " Es gibt immer 1.000 Sachen, die wichtiger sind als die Fußball-Bundesliga." (Quelle: imago images/Hoffmann)

Hans-Joachim Watzke im ZDF Sportstudio: " Es gibt immer 1.000 Sachen, die wichtiger sind als die Fußball-Bundesliga." (Quelle: Hoffmann/imago images)

Sportlich steht Borussia Dortmund gerade gut da. Doch wirtschaftlich fürchtet der BVB-Geschäftsführer einen zweiten Lockdown. Deshalb hat er jetzt Äußerungen der Kanzlerin heftig widersprochen.

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke kritisiert das seiner Ansicht nach "populistische Fußball-Bashing", das zuletzt "teilweise aus der Bundesregierung" gekommen sei. "Ich fand es nicht zielführend", sagte der 61-Jährige am Samstag im ZDF-"Sportstudio" bezogen auf eine vermeintliche Äußerung von Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Wichtigkeit des Fußballs, die er aber nicht mehr konkret in Erinnerung hatte.
 

 
Merkel hatte in der Vorwoche angesichts der steigenden Corona-Zahlen und der nötigen Maßnahmen gesagt: "Man kann überlegen, ob man bei Fußballspielen weniger Leute oder gar keine hereinlässt."

Watzke: "Leute verhalten sich diszipliniert"

Watzke sagte, es gehe "nicht darum, was wichtig ist. Es gibt immer 1.000 Sachen, die wichtiger sind als die Fußball-Bundesliga. Aber wir müssen nicht die Frage nach Wichtigkeit stellen, sondern die nach Gefährdungspotenzial." Dieses sehe er "momentan" in der Bundesliga nicht, "weil sich die Leute super diszipliniert verhalten". Wegen der steigenden Corona-Zahlen sind in den meisten Bundesliga-Stadien derzeit nur wenige Hundert Zuschauer erlaubt.

Die Liga arbeite mit einem "weltweit anerkannten Topkonzept" bei der Durchführung des Spielbetriebes, sagte Watzke. Vom Fußball "geht überhaupt keine Gefahr aus", meinte der BVB-Chef, der betonte, dass die Clubs zumindest auf Geisterspiele angewiesen sind. "Wenn wir die auch nicht mehr haben, wird es ganz eng. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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