Sie sind hier: Home > Sport > Bundesliga >

Sport1-"Doppelpass": "Das eine Problem gibt es auf Schalke nicht"

Diskussion beim "Sport1-Doppelpass"  

Wagner: "Das eine Problem gibt es auf Schalke nicht"

03.01.2021, 14:41 Uhr | t-online, ak

 (Quelle: Screenshot Sport1)
"Doppelpass": Auch Rudi Völler wollte S04-Transfer Sead Kolašinac

Ist Sead Kolašinac der Königstransfer für Schalke? Rudi Völler überrascht im CHECK24 Doppelpass mit der Aussage, dass auch er Interesse an einem Transfer des Linksverteidigers hatte. (Quelle: Sport1)

Sead Kolašinac als Königstransfer für Schalke?: Rudi Völler überrascht hier mit einer Aussage im "Doppelpass"-Talk über sein Interesse an dem Schalke-Transfer. (Quelle: Sport1)


Nach dem 0:3 in Berlin kommt Schalke dem Abstieg immer näher. Ist der Traditionsklub überhaupt noch zu retten? Darüber wurde in der Kultsendung "Doppelpass" diskutiert – unter anderem mit t-online-Experte Effenberg.

Das neue Jahr hat für Schalke so angefangen, wie sich das alte mehr oder weniger durchgehend gestaltete: mit einer Niederlage. Gegen Hertha BSC setzte es im ersten Spiel des neuen Trainers Christian Gross eine deftige 0:3-Pleite. Damit bleiben die Knappen auf dem letzten Tabellenplatz – und warten seit nunmehr 30 Spielen auf einen Sieg.

Sollte es damit auch am kommenden Wochenende gegen Hoffenheim nicht klappen, stellt S04 den historischen Negativrekord von Tasmania Berlin aus der Saison 1965/66 ein. Trotz dem mittlerweile vierten Trainer, Spielerrauswürfen und zahllosen Durchhalteparolen, kommen die Schalker nicht auf die Beine. Da stellt sich zwangsläufig die Frage: Ist Schalke überhaupt noch zu retten?

Effenberg über Schalke: "Du musst schmutzig spielen und die Punkte holen"

Darüber diskutierten die Gäste in der populären Gesprächsrunde "Doppelpass" bei Sport1. Zu Gast bei Moderator Thomas Helmer waren t-online-Kolumnist Stefan Effenberg, Bayer Leverkusens Geschäftsführer Rudi Völler, Ex-Torjäger Sandro Wagner, Business-Coach Mounir Zitouni und mit dem stellvertretenden Chefredakteur Florian Wichert erstmals auch ein Journalist von t-online. Einig waren sich die Gäste darin, dass Schalke unbedingt ein Erfolgserlebnis braucht – und zwar schnell. "Der Schlüssel ist absolut der erste Sieg. Du musst einfach das erste Spiel gewinnen – egal wie", erklärte Völler.

In diese Kerbe schlug auch Völlers Ex-Nationalmannschaftskollege Effenberg. "Du musst schmutzig spielen und die Punkte holen", so der t-online-Kolumnist, der hinzufügte: "Es geht darum, in die Zweikämpfe zu gehen, dreckig zu spielen."

Sport1-"Doppelpass": In der Kultsendung diskutierten Stefan Effenberg, Mounir Zitouni, Thomas Helmer, Rudi Völler, Florian Wichert und Sandro Wagner (v. l.) unter anderem über Schalke 04. (Quelle: imago images/Sport1)Sport1-"Doppelpass": In der Kultsendung diskutierten Stefan Effenberg, Mounir Zitouni, Thomas Helmer, Rudi Völler, Florian Wichert und Sandro Wagner (v. l.) unter anderem über Schalke 04. (Quelle: Sport1/imago images)

t-online-Vizechefredakteur Wichert zeigte sich indes skeptisch: "Es fehlt der Glaube, in Führung zu gehen und auch mal ein Spiel zu gewinnen", so Wichert, der zudem kritisch anmerkte: "Man sieht nichts von dieser Qualität, die angeblich da ist." Der ehemalige Kicker-Journalist Zitouni kritisierte derweil die Zusammenstellung der Mannschaft: "In der Kaderplanung sind Fehler gemacht worden. Nur es hilft nichts: Der Trainer muss mit dieser Mannschaft arbeiten."

Zumindest ein Spieler wird die Schalker bald verstärken: Sead Kolasinac. Der ehemalige S04-Publikumsliebling wird in der Rückrunde vom FC Arsenal ausgeliehen. Für Ex-Bayern-Profi Wagner kann das in puncto Neuverpflichtungen allerdings nicht alles gewesen sein: "Als einzelner Transfer ist das zu wenig, aber in einem Paket sehr gut."

Wie gut ist Kolasinac?

Dass Kolasinac im Verein nun als großer Hoffnungsträger gilt, stieß in der Runde auf Skepsis. "Er hat nur ein Spiel (in der Premier League, Anm. d. Red.) gemacht in dieser Saison. Der wird nicht sofort funktionieren", gab Zitouni zu Bedenken. Ähnlich sah es auch Wichert, der anmerkte: "Dass nun Diskussionen darüber entstehen, dass ein Leihspieler Kapitän wird, sagt schon viel über die nicht vorhandene Qualität aus."

Völler gab indes zu, ebenfalls über einen Kolasinac-Transfer "nachgedacht" zu haben. "Ja, wir haben uns über ihn informiert", sagte der Leverkusen-Boss. Neben dem Thema Neuzugängen ging es auch um den neuen Schalke-Trainer Christian Gross. Direkt nach der Niederlage in Berlin sprach der Schweizer im Interview über mögliche Neuzugänge. Besonders bei Wagner kam das gar nicht gut an: "Es gefällt mir nicht, dass er nach dem ersten Spiel neue Spieler fordert", so der Ex-Nationalspieler, der mit der Außendarstellung des 66-Jährigen bisher überhaupt nicht einverstanden ist: "Bei den Interviews ist kein Feuer. Da fehlt mir was", erklärte Wagner, der am Ende konstatierte: "Das eine Problem gibt es auf Schalke nicht. Es sind mehrere."

Besonderes Lob für Bosz

Neben der Situation auf Schalke lag ein zweiter Schwerpunkt der Sendung auf Bayer Leverkusen, dem Klub von Gast Völler. Der Manager zeigte sich zwar enttäuscht vom 1:2 bei Eintracht Frankfurt am Vortag, war mit dem bisherigen Saisonverlauf und der zwischenzeitlichen Tabellenführung vor Weihnachten aber hochzufrieden.

Entscheidend dafür für Völler: Trainer Peter Bosz. Dieser habe sich aus Völlers Sicht in seiner Zeit in Leverkusen noch einmal deutlich weiterentwickelt – weg vom reinen Offensivstil wie bei Ajax und in Dortmund hin zu mehr Flexibilität und defensiver Stabilität. "Bei uns ist er ein paar Kompromisse eingegangen, die er bei BVB und Ajax nicht eingegangen ist. Er hat eine gute Mischung gefunden", so Völler.

Völler über Wirtz: "Da macht es gar keinen Sinn anzuklopfen"

Ein entscheidender Faktor dabei ist zweifelsohne Florian Wirtz. Mit nur 17 Jahren wirbelt das Offensivjuwel die Liga auf – und zieht dadurch automatisch das Interesse anderer Klubs auf sich. Doch Völler denkt gar nicht daran, Wirtz abzugeben und hat eine klare Botschaft an potenzielle Interessenten: "Der ist 17 Jahre alt, wird im Mai 18 – da macht es gar keinen Sinn anzuklopfen."

Dass Bayer nach dem 80-Millionen-Euro-Transfer von Kai Havertz zum FC Chelsea nicht direkt Ersatz verpflichtet hat, hat auch mit Wirtz zu tun. "Wir wollten nicht einen neuen Spieler vor ihn setzen", erklärte Völler, der für die positive Entwicklung des Youngsters auch den Trainer verantwortlich macht: "Deswegen haben wir Peter Bosz geholt. Der hat bei Ajax ja schon bewiesen, dass er auf diese jungen Spieler setzt."

Verwendete Quellen:
  • Eigene Beobachtung

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

baurtchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal