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Nur noch schöne Erinnerungen

  • Jannik Meyer
Von Jannik Meyer, Berlin

Aktualisiert am 20.05.2022Lesedauer: 4 Min.
Felix Magath: Der Trainer von Hertha BSC steht vor seinem ersten Abstieg.
Felix Magath: Der Trainer von Hertha BSC steht vor seinem ersten Abstieg. (Quelle: Matthias Koch/imago-images-bilder)
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Hertha BSC war unter Felix Magath auf dem besten Weg zum Klassenerhalt. Doch zuletzt wurden drei Matchbälle vergeben. Auch das Hinspiel in der Relegation ging verloren. Was ist los?

Abpfiff. Hertha BSC verliert das Hinspiel in der Relegation mit 0:1 (alles Weitere zur Partie erfahren Sie hier) gegen den Hamburger SV. Und während die Hamburger auf dem Spielfeld zusammenkommen, feiern, und Trainer Tim Walter einige Worte an seine Mannschaft richtet, traben die Hertha-Akteure mit gesenktem Kopf in die Kabine. Eine Situation mit Symbolcharakter.

Ein Klatschen für die an diesem Tag 90 Minuten lang stimmungsvolle Ostkurve? Fehlanzeige. Und das hat eine Vorgeschichte: Denn nach der desaströsen Derby-Pleite der Hertha gegen Union Berlin (1:4) im April forderten Fans im Stadion Spieler dazu auf, das Hertha-Trikot auszuziehen. Zwar versöhnte man sich vor dem Spiel gegen Mainz 05 wieder (1:2). Dennoch ist das Verhältnis zwischen Fans und Spielern angespannt.

Und Hertha BSC taumelt dem Bundesliga-Abstieg entgegen.

Die Anspannung war schon vor dem Spiel greifbar. Auf der einen Seite eine tobende Berliner Ostkurve, auf der anderen knapp 20.000 mitgereiste Hamburger, die ihre Mannschaft schon beim Aufwärmen nach vorne peitschten. Die Stimmung war atemberaubend. "Als jüngste Mannschaft der 2. Liga ist es nicht ohne, hier so zu agieren", sagte HSV-Coach Tim Walter auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

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Hertha findet nur zu Beginn Mittel gegen den HSV

Auf dem Rasen war beiden Mannschaften anzumerken, um was es in dem Spiel geht. "Wir haben Mittel gegen die Spielidee des HSV", sagte ein selbstbewusster Felix Magath auf der Pressekonferenz vor dem Hinspiel der Relegation. Diese Mittel wurden aber lediglich zu Beginn des Duells deutlich. Hertha hatte den sonst so kombinationssicheren Hamburger SV im Griff. Doch im Laufe des ersten Durchgangs wurden die Hanseaten immer stärker. Doch das reichte längst nicht.

Dabei war Hertha unter Magath noch vor wenigen Wochen kurz vor dem Bundesliga-Klassenerhalt.

Nach den Siegen in Augsburg (1:0) und gegen den VfB Stuttgart (2:0) wurde er gefeiert. Magath hat wichtige Tugenden zurück in die Mannschaft getragen: Leidenschaft und Kampf. Auch in den beiden Spielen überzeugten die Hauptstädter nicht durch spielerische Finesse. Aber man punktete. Allerdings vergaben die Herthaner daraufhin gegen Bielefeld (1:1), Mainz (1:2) und Dortmund (1:2) den Matchball auf den Klassenerhalt. In allen drei Spielen kassierte Berlin späte Gegentreffer.

Hertha mit 0:1 noch gut bedient

Klar ist: Auch in den verlorenen Partien sowie im Hinspiel gegen den Hamburger SV kämpfte die Hertha aufopferungsvoll. Besonders bitter für die Berliner war die letzte halbe Stunde gegen den HSV. Die Magath-Elf bekam keinen Zugriff mehr, kann am Ende sogar froh sein, das Spiel nicht höher verloren zu haben. Es fehlt an Qualität im Team.

Nun muss der Trainer, der die Mannschaft im Griff zu haben schien, aufpassen, dass ihm seine Mannschaft nicht komplett entgleist. Schon zu Beginn der Woche hatte Magath wohl Ärger mit Führungsspieler Kevin-Prince Boateng. Das berichtet die "Sport Bild". Es soll um den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft gegangen sein. Ein Indiz, dass etwas zwischen dem Coach und einem seiner wichtigsten Spieler vorgefallen ist: Boateng saß gegen den HSV 90 Minuten auf der Bank. Auf die Frage, weshalb er nicht gespielt hat, sagte Magath auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gereizt: "Weil es das Spiel nicht hergegeben hat."

Kevin-Prince Boateng: Gegen den HSV saß er 90 Minuten auf der Bank.
Kevin-Prince Boateng: Gegen den HSV saß er 90 Minuten auf der Bank. (Quelle: Laci Perenyi/imago-images-bilder)

Allgemein wurde die Hertha kaum nach Spielkombinationen gefährlich. Wenn überhaupt waren es Einzelaktionen – meist von Stürmer Ishak Belfodil –, die zu Gefahr im Sechzehner der Hamburger führten. "Wir haben versucht, mit Einzelaktionen den Ausgleich zu erzielen. Das ist uns leider nicht gelungen", musste Magath nach dem Spiel anerkennen.

Köln dient Hertha als Beispiel

Dennoch ist nach dem Hinspiel für die Hertha noch nichts verloren. Das zeigt ein Beispiel aus dem vergangenen Jahr: Damals spielte der 1. FC Köln in der Relegation gegen Holstein Kiel. Auch die Kölner hatten das Hinspiel gegen Kiel zu Hause mit 0:1 verloren. Im Rückspiel drehte der FC auf, gewann mit 5:1 und hielt so am Ende die Klasse.

HSV-Kapitän Sebastian Schonlau glaubt, dass das Ergebnis aus dem Hinspiel trügerisch ist. "Kiel sollte sicherlich Warnung genug sein. Es ist schön, dass wir hier gewonnen haben. Am Montag geht es aber wieder von vorne los, da brauchen wir mindestens die gleiche Leistung von heute."

Und Herthas Hauptaufgabe für die kommenden Tage? Die harmlose Offensive muss dringend wiederbelebt werden. "Wir haben jetzt noch drei Tage Zeit, um offensiv besser zu agieren", so Magath. Für den ersten Teil der Relegation muss er eingestehen, dass "der Gegner stark war, Hamburg hat erstklassig gespielt".

Abstieg gegen die große Liebe?

Seine berühmt-berüchtigten harten Trainingsmethoden wird es bis zum Rückspiel nicht mehr brauchen. Viel wichtiger sei es laut dem 68-Jährigen, "viel mit den Spielern zu reden, damit wir am Montag wieder fit sind". Und das ist dringend nötig.

Denn gegen "seinen" HSV will Magath ganz sicher nicht noch mal verlieren. Bei den Hamburgern erlebte er einst seine beste Zeit als aktiver Spieler. Er gewann den Pokal der Landesmeister-Sieger und wurde dreimal Deutscher Meister. Doch das sind nur noch schöne Erinnerungen. Die Liebesbeziehung zwischen ihm und dem Hamburger SV – sie könnte spätestens am Montag einen tiefen Riss erleiden.

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Von Benjamin Zurmühl
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