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Champions League: Leipzig bezwingt Tuchels PSG – zwei Platzverweise, zwei Elfer

Drama in der Königsklasse  

Leipzig gewinnt turbulentes Topspiel gegen PSG

05.11.2020, 09:57 Uhr | t-online, sid

Champions League: Leipzig bezwingt Tuchels PSG – zwei Platzverweise, zwei Elfer. Emil Forsberg bejubelt sein Tor zum 2:1: Der Schwede war vorm Elfmeterpunkt eiskalt. (Quelle: Reuters/Annegret Hilse)

Emil Forsberg bejubelt sein Tor zum 2:1: Der Schwede war vorm Elfmeterpunkt eiskalt. (Quelle: Annegret Hilse/Reuters)

Früh kassierte Leipzig das erste Gegentor gegen Paris. Die Elf von Trainer Julian Nagelsmann fürchtete die nächste Niederlage. Doch ausgerechnet ein Elfmeter für PSG brachte die Wende in einer spektakulären Partie.

RB Leipzig hat sich in Abwesenheit des Zauberduos Neymar/Kylian Mbappe bei Paris St. Germain revanchiert und Kurs auf die K.-o.-Runde in der Königsklasse genommen. Das Team von Trainer Julian Nagelsmann gewann die Neuauflage des Halbfinales der Vorsaison gegen den französischen Serienmeister mit 2:1 (1:1), der Druck beim Rückspiel in drei Wochen liegt nun klar bei PSG.

Julian Nagelsmann (l.) und Thomas Tuchel vor dem Spiel in der Champions League. (Quelle: dpa/Jan Woitas)Julian Nagelsmann (l.) und Thomas Tuchel vor dem Spiel in der Champions League. (Quelle: Jan Woitas/dpa)

Di María trifft früh

78 Tage zuvor hatte Paris mit Trainer Thomas Tuchel dem Bundesligisten beim 0:3 noch eine Lehrstunde erteilt und den Traum vom Champions League-Finale beendet. Diesmal fehlten die Verletzten Neymar und Mbappe – trotzdem hatte Leipzig zunächst Probleme. Ángel Di María erzielte bereits in der sechsten Minute den Führungstreffer für PSG, den Dayot Upamecano mit einem haarsträubenden Rückpass eingeleitet hatte.

Nur zehn Minuten später verursachte Leipzigs indisponierter Abwehrchef einen Handelfmeter, den Péter Gulácsi aber gegen Di María parierte. Der bei PSG ausgebildete Christopher Nkunku (42.) und Emil Forsberg (57./Handelfmeter) drehten die Partie zugunsten der Leipziger, die zuletzt zweimal in Folge verloren hatten. PSG-Profi Idrissa Gueye sah in der 69. Minute nach wiederholten Foulspiel ebenso die gelb-rote Karte wie Presnel Kimpembe (90.+3).

Torwart Peter Gulacsi bei einer Parade: Auch einen Elfmeter entschärfte der Ungar. (Quelle: AP/dpa/Michael Sohn)Torwart Peter Gulacsi bei einer Parade: Auch einen Elfmeter entschärfte der Ungar. (Quelle: Michael Sohn/AP/dpa)

Leipzig lief mit einer auf fünf Positionen veränderten Startelf auf, auf einen Stoßstürmer verzichtete Nagelsmann jedoch. Der RB-Coach setzte vorne auf flinke Techniker wie Forsberg und Dani Olmo und kündigte an, seine Spieler würden "mit dem Messer zwischen den Zähnen" agieren. Doch davon war anfangs nur wenig zu sehen.

Nkunku gleicht aus

PSG war zunächst die bessere Mannschaft mit den klareren Chancen. Vor allem Stürmer Moise Kean, der durch die Verletzungen von Neymar und Mbappe auflaufen durfte, bereitete der RB-Abwehr Probleme. Kean legte Di Marías Führungstor auf und holte den Handelfmeter heraus. Selbst der von Gulácsi gehaltene Strafstoß wirkte nicht als Weckruf für den RB, der in der Offensive und Defensive zu fehlerhaft agierte und sich im Zweikampf gegen die abgezockten Pariser zu oft den Schneid abkaufen ließ.

PSG erzielte vor dem Halbzeitpfiff noch zwei Abseitstore und ließ eigentlich nichts zu – bis zur 42. Minute. Nach einem Querpass von Angelino traf Nkunku aus 20 Metern zum bis dahin schmeichelhaften Ausgleich. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte Olmo sogar die Chance zum 2:1.

Tuchel sorgt im Vorfeld für Verwirrung

Nach dem Seitenwechsel kam Leipzig mit mehr Schwung aus der Kabine. Forsberg (53.) scheiterte zunächst mit einem Linksschuss. Beim Handelfmeter, der RB nach Videobeweis zugesprochen worden war, zeigte sich der Schwede zielsicherer. Die Führung gab den Hausherren deutlich Rückenwind, Paris war dagegen spürbar verunsichert.

Tuchel hatte im Vorfeld der Partie für Wirbel gesorgt, als er sich äußerst skeptisch über die Verlängerung seines auslaufenden Vertrages geäußert hatte. Man solle "nicht träumen, wenn man unter ständigem Beschuss steht", sagte der 47-Jährige: "Ich hatte eine Zeit lang diese naive Vision, dass der Trainer nach vier Titeln und einem Champions-League-Finale für eine Weile nicht in der Schusslinie stehen würde – es dauerte fünf Tage."

Alle Ergebnisse in der Übersicht finden Sie hier.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur SID

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