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RB Leipzig kassiert bittere Niederlage gegen PSG

Von dpa, t-online
Aktualisiert am 25.11.2020Lesedauer: 3 Min.
Dani Olmo (re.). im Zweikampf mit Danilo Pereira (li.): Die Leipziger verlassen Paris mit einer bitteren Niederlage im GepÀck.
Dani Olmo (re.). im Zweikampf mit Danilo Pereira (li.): Die Leipziger verlassen Paris mit einer bitteren Niederlage im GepÀck. (Quelle: Panoramic/imago-images-bilder)
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Sie bestimmten das Tempo und machten das Spiel – doch am Ende gegen die Sachsen als Verlierer vom Platz des Pariser Prinzenparks. Grund dafĂŒr war eine strittige Schiedsrichter-Entscheidung.

Ein zweifelhafter Elfmeter von Superstar Neymar hat RB Leipzig im Prinzenpark die Krönung einer starken Leistung in der Champions League verwehrt. Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann unterlag Paris Saint-Germain am Dienstag 0:1 und verlor damit nach dem 2:1 aus dem Hinspiel auch den direkten Vergleich mit dem französischen Meister. Damit mĂŒssen die Sachsen wieder um das Weiterkommen in der Königsklasse bangen.

Neymars Tor des Abends (11. Minute) verschaffte seinem in der Kritik stehenden Trainer Thomas Tuchel damit trotz der phasenweise erschreckend schwachen Leistung etwas Luft. Leipzig muss nun die beiden verbleibenden Gruppenspiele bei Istanbul Basaksehir und gegen Manchester United gewinnen, um sicher in die K.o.-Runde einzuziehen.

RB-Boss Mintzlaff: "Man kriegt hier keine 50 Chancen geliefert"

"Wir haben ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht. Wir waren ĂŒber weite Strecken die bessere Mannschaft. Dann ist das natĂŒrlich sehr bitter, wenn man sich fĂŒr so eine tolle Leistung beim Vorjahresfinalisten nicht belohnt", sagte Leipzigs GeschĂ€ftsfĂŒhrer Oliver Mintzlaff dem TV-Sender Sky und fĂŒgte hinzu: "Man kriegt hier keine 50 Chancen geliefert. Die, die man hat, muss man auch reinmachen. Aber ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen."

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Auf die RĂŒckkehr der Superstars Neymar und Kylian MbappĂ© reagierte Nagelsmann ebenfalls mit Offensive. Vor dem Mittelfeld-Trio Emil Forsberg, Dani Olmo und Christopher Nkunku ließ er auch noch Yussuf Poulsen stĂŒrmen. Doch zunĂ€chst setzte es den Schock im eigenen Strafraum. Nach einem plumpen Zweikampf von Marcel Sabitzer gegen Angel Di Maria entschied Schiedsrichter Danny Makkelie auf Strafstoß, den Neymar mit etwas GlĂŒck verwandelte.

Danach verfiel der Finalist aus der Vorsaison komplett in die PassivitĂ€t, ĂŒberließ Leipzig das Spiel und die Chancen. Sabitzers (12.) Schuss wurde jedoch zur Ecke abgefĂ€lscht und Dayot Upamecanos Kopfball in derselben Minute klĂ€rte PSG-Torwart Keylor Navas. Allein im ersten Durchgang hatte RB ĂŒber 60 Prozent Ballbesitz, eroberte durch erstklassiges Gegenpressing immer wieder schnell den Ball. Die bessere Idee, die Nagelsmann vor dem Spiel als entscheidend genannt hatte, hatte ganz klar sein Team. Es fehlte dann aber oft an Esprit in den letzten Aktionen, gefĂ€hrliche LĂ€ufe musste die Pariser Abwehr selten stoppen.

Leipzig hÀlt Druck auch in Halbzeit zwei hoch

Yussuf Poulsen (36.) zeigte nach einer der wenigen gelungenen Kombinationen eine zu schlechte Schusstechnik und jagte den Ball aus elf Metern in den Pariser Abendhimmel. Einen Schuss von Haidara (38.) klĂ€rte Navas mit etwas MĂŒhe, beim Volley von Forsberg (45.+1) aus kurzer Distanz musste der Torwart nicht eingreifen.

Mit demselben Leipziger Druck ging es nach dem Wechsel weiter. Forsberg (49.) war wieder per Volley zu Stelle, verfehlte das Tor nur um weniger Zentimeter. Zwei Minuten spĂ€ter rauschte ein Schuss von Sabitzer knapp vorbei. Der Österreicher musste dann eine Schrecksekunde wegstecken, nachdem ihm MbappĂ© in einem Zweikampf unabsichtlich mit vollem Schwung auf den Unterarm gesprungen war.

Nagelsmann reagierte nun taktisch, brachte in Willi Orban einen dritten Innenverteidiger und stellte auf eine Dreierkette um. Justin Kluivert ersetzte Olmo und sollte fĂŒr mehr Druck ĂŒber die rechte Außenbahn sorgen. FĂŒr die letzten 15 Minuten kam in Alexander Sörloth zudem ein zweiter StĂŒrmer. Leipzig drĂ€ngte die komplett auf Konter beschrĂ€nkten Pariser weiter hinten rein, blieb aber am Ende ohne Fortune.

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