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Fußball - Schweiz verspielt Sieg beim 2:2 gegen Costa Rica


Glanzlose Leistung  

Schweiz verspielt Sieg beim 2:2 gegen Costa Rica

27.06.2018, 22:31 Uhr | dpa

Fußball - Schweiz verspielt Sieg beim 2:2 gegen Costa Rica. Daniel Colindres aus Costa Rica (l) schirmt den Ball gegen Manuel Akanji ab.

Daniel Colindres aus Costa Rica (l) schirmt den Ball gegen Manuel Akanji ab. Foto: Laurent Gillieron/KEYSTONE. (Quelle: dpa)

Nischni Nowgorod (dpa) - Mit einer glanzlosen Leistung hat die Schweiz das WM-Achtelfinale erreicht und trifft dort auf Schweden. Die Eidgenossen trennten sich im letzten Gruppenspiel 2:2 (1:0) vom bereits zuvor ausgeschiedenen Costa Rica.

Vor 43.319 Zuschauern in Nischni Nowgorod brachte Blerim Dzemaili die Mannschaft von Trainer Vladimir Petković in der 31. Minute in Führung, Josip Drmic erzielte den zweiten Treffer (88.). Kendall Waston (56.) und ein Eigentor von Yann Sommer beim Foulelfmeter von Bryan Ruiz (90.+3) bescherten den Lateinamerikanern die Treffer.

"Ich bin glücklich über das Tor, aber nicht über das Spiel. Wir können viel besser spielen. Wir haben zu viele Chancen zugelassen, wir können uns bei Yann bedanken", sagte Dzemaili. "Wir können die Überraschungsmannschaft werden. Wenn nicht jetzt, wann dann", meinte der Torschütze."

Nach den tagelangen Debatten um den umstrittenen Doppeladler-Torjubel in der Partie gegen Serbien wirkten die Schweizer zeitweise unkonzentriert und waren defensiv anfällig. Im Duell in der Runde der letzten 16 mit dem Sieger der deutschen Gruppe am nächsten Dienstag in Sankt Petersburg (16.00 Uhr) müssen sie auf die gelbgesperrten Abwehrspieler Stephan Lichtsteiner und Fabian Schär verzichten.

Im ersten WM-Duell zwischen beiden Teams mussten die Schweizer kurzfristig umstellen. Für den erkrankten Hoffenheimer Steven Zuber, der das Ausgleichstor gegen Brasilien im ersten Gruppenspiel erzielt hat, kam sein Bundesligakollege Breel Embolo (FC Schalke 04) erstmals bei diesem Turnier von Beginn an zum Einsatz. In der Spitze übernahm Mario Gavranovic den Part von Haris Seferovic.

In den Mittelpunkt rückte allerdings zunächst Torhüter Sommer, der von den Lateinamerikanern warm geschossen wurde. Einen Linksschuss von Joel Campbell konnte der Gladbacher Keeper parieren, den anschließenden Kopfball von Celso Borges lenkte der Schlussmann an den Pfosten, einen weiteren Schuss von Campbell hielt Sommer - dies alles binnen einer Minute (6.).

In der 10. Minute hatte der gute Torwart dann Glück, dass ein sehenswerter Schlenzer von Daniel Colindres von der Unterkante der Querlatte zurück ins Feld sprang. Bei einem Linksschuss von Bryan Oviedo war Sommer dann wieder auf dem Posten (20.) und hielt sein von der stürmischen Offensive der Lateinamerikaner überraschtes Team im Spiel.

Die Schweizer fanden erst später den Zug zum Tor, zeigten sich dafür aber sehr effizient. Die erste echte Torchance nutzte Dzemaili nach einer halben Stunde mit einem Schuss aus etwa zehn Metern zum Führungstreffer, Embolo hatte nach dem über die rechte Seite vorgetragenen Angriff per Kopf vorgelegt.

Der Führungstreffer gab den Schweizern zwar ein wenig Sicherheit, doch der Außenseiter blieb bei seinen Offensivbemühungen stets gefährlich. So nutzte Waston, einer von drei neuen Startspielern bei Costa Rica, nach knapp einer Stunde eine Flanke von der rechten Seite und köpfte den Ball zum Ausgleichstreffer ein.

Der Achtelfinaleinzug der Schweizer war dadurch allerdings nicht mehr mehr in Gefahr, da Brasilien im Parallelspiel ohnehin einen ungefährdeten Sieg gegen Serbien schaffte. In der Schlussphase gelang dem eingewechselten Drmic nach Vorarbeit seines ebenfalls eingewechselten Mönchengladbacher Mannschaftskollegen Denis Zakaria dann doch das 2:1, ehe Ruiz einen Elfmeter zum 2:2 verwandelte, wobei der Ball kurios von der Querlatte auf Sommer prallte und von dort ins Tor sprang. Der Treffer wurde als Eigentor gewertet.

"Ich habe nach meiner Auswechslung versucht, Gas zu geben. Nun gilt es zu regenerieren zu analysieren. Und dann werden wir unseren Blick auf Schweden richten", sagte Drmic.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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