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Kampf um die Champions League: Debakel für Frankfurt - Bayer mit spektakulärer 1. Halbzeit

Kampf um die Champions League  

Debakel für Frankfurt - Bayer mit spektakulärer 1. Halbzeit

05.05.2019, 21:37 Uhr | dpa

Kampf um die Champions League: Debakel für Frankfurt - Bayer mit spektakulärer 1. Halbzeit. Frankfurts Martin Hinteregger (l-r), David Abraham, Kevin Trapp und Makoto Hasebe sind bedient.

Frankfurts Martin Hinteregger (l-r), David Abraham, Kevin Trapp und Makoto Hasebe sind bedient. Foto: Rolf Vennenbernd. (Quelle: dpa)

Leverkusen (dpa) - Bayer Leverkusen hat Eintracht Frankfurt beim 6:1 (6:1)-Triumph blamiert und sich im Kampf um die Champions League in eine Top-Verfolgerposition gebracht.

Vier Tore in den ersten 28 Minuten eines Bundesligaspiels - das war Bayer zuvor noch nie gelungen. Sechs Treffer für eine Mannschaft in einer ersten Halbzeit gab es zuletzt am 29. April 1978 beim 12:0 zwischen Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund. Weiterer Spitzenwert: In keinem Spiel der Liga-Historie fielen sieben Treffer vor der Pause.

"Es war ein super Spiel von uns. Wir hätten in der zweiten Halbzeit eigentlich noch ein, zwei machen müssen", sagte Leverkusens Kevin Volland. Das Fußball-Spektakel vor den 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena machten für die Elf von Chefcoach Peter Bosz Jungstar Kai Havertz (2. Minute), Julian Brandt (13.), Lucas Alario (23./34.), Charles Aránguiz (28.) und Martin Hinteregger mit einem Eigentor (36.) perfekt. Filip Kostic (14.) traf für die bedauernswerte Eintracht zum zwischenzeitlichen 1:2.

Als Tabellenvierter sind die Frankfurter bei 54 Zählern jetzt punktgleich mit der Werkself, die zum vierten Mal in Serie gewann. Der Kampf um den letzten Champions-League-Rang ist damit komplett offen. "Wir haben eine große Chance und jetzt zwei enorm wichtige Endspiele vor uns", sagte Volland. Torschütze Brandt urteilte: "Wir mussten dranbleiben an unserem Ziel, da tut so ein Spiel sehr, sehr gut. Wir sind auf einem guten Weg."

Drei Tage nach dem 1:1 im Halbfinal-Hinspiel der Europa League gegen den FC Chelsea rotierte Eintracht-Trainer Adi Hütter kräftig und nahm im Vergleich zur Partie gegen die Engländer vier Neue in die Startformation. Dabei überraschte Hütter mit einer Vierer-Abwehrkette und damit einer stark defensiven Ausrichtung: Ante Rebic war nominell der einzige Stürmer. Bei Bayer lief wieder der zuletzt angeschlagene Kapitän Lars Bender auf und übernahm die Position des rechten Verteidigers.

Die Hessen und Hütter mussten ihre Strategie indes schon früh aufgeben, weil Havertz nach einer wunderbaren Kombination über Brandt und Aránguiz mit seinem 15. Saisontor zum 1:0 erfolgreich war. Auch das 2:0 durch Brandt bereitete der Chilene Aránguiz vor. Das 2:1 war für die Werkself unglücklich: Kostic hielt aus gut 25 Metern einfach mal drauf, Jonathan Tah fälschte für den ehemaligen Eintracht-Keeper Lukas Hradecky im Bayer-Gehäuse unhaltbar ab.

Bayer ließ sich aber überhaupt nicht beeindrucken, spielte die Gäste phasenweise schwindelig und lieferte eine Gala mit weiteren Toren im Minutentakt. Zunächst klärte der Japaner Makoto Hasebe auf der Linie (17.), dann machten der Argentinier Alario und Aránguiz in wenigen Minuten aus dem zunächst knappen wieder einen sehr klaren Vorsprung.

Doch selbst mit dem 4:1 hatte die Bosz-Auswahl noch nicht genug: Alario erhöhte auf 5:1, ehe der Österreicher Hinteregger mit einem Kopfball-Eigentor das Debakel der Hessen schon zu diesem Zeitpunkt vollendete. Immerhin wehrte sich das Hütter-Team in den zweiten 45 Minuten gegen noch mehr Gegentreffer.

Die Eintracht präsentierte sich vor dem Seitenwechsel ratlos, kopflos und hilflos und muss nun gegen den FSV Mainz 05 und zum Abschluss bei den Bayern schauen, dass sie nicht noch aus ihren langen Königsklassenträumen gerissen wird. Bayer hat das vermeintlich leichtere Restprogramm: Gegen Schalke und in Berlin kann das Saisonziel Champions League noch erreicht werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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