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Reaktionen zum Tod von Horst Eckel (✝89): "Habe ihn für seine Ruhe geschätzt"

Reaktionen zum Tod Eckels  

Lautern-Legende Briegel: "Habe ihn für seine Ruhe und Zurückhaltung geschätzt"

03.12.2021, 15:11 Uhr | t-online, sid

Reaktionen zum Tod von Horst Eckel (✝89): "Habe ihn für seine Ruhe geschätzt". Hans-Peter Briegel (l.) und Horst Eckel: Briegel bedauert den Tod des Ex-Weltmeisters. (Quelle: imago images/Jan Huebner)

Hans-Peter Briegel (l.) und Horst Eckel: Briegel bedauert den Tod des Ex-Weltmeisters. (Quelle: Jan Huebner/imago images)

Der letzte Weltmeister von 1954 ist tot. Horst Eckel starb im Alter von 89 Jahren. Fußball-Deutschland trauert um Kaiserslauterns Ikone. t-online fasst für Sie die Reaktionen zusammen.

Mit Horst Eckel ist der letzte Weltmeister von 1954 verstorben. Fußball-Deutschland trauert um eine Ikone des Sports. Weggefährten und Bewunderer kondolieren nach dem Tod der Legende.

Hans-Peter Briegel (Legende des früheren Eckel-Klubs 1. FC Kaiserslautern) exklusiv zu t-online: "Der Verlust von Horst Eckel ist wahnsinnig traurig – für alle Fußballfans in Deutschland, insbesondere aber für die Lauterer Anhängerschaft und Fußballgemeinde. Im Februar kommenden Jahres wollte er seinen 90. Geburtstag feiern, seine Tochter hatte bereits ein 'Save the Date' rausgeschickt, auch an mich.

Es ist sehr traurig, dass es dazu nicht mehr kommen wird. Noch im Sommer war Horst Eckel in Landau bei einem Spiel der Lotto-Traditionself dabei – nach 20 Minuten musste er leider schon wieder gehen, weil es ihm nicht mehr so gut ging. Ich habe oft in Kaiserslautern mit Horst Eckel diskutiert und ihn für seine angenehme Ruhe und Zurückhaltung sehr geschätzt. Er war ein kritischer Beobachter des heutigen Fußballs."

Hans-Joachim Watzke (Geschäftsführer Borussia Dortmund): "Horst Eckel war einer der ganz Großen des deutschen Fußballs – nicht nur, weil er 1954 Weltmeister geworden ist, als jüngster Spieler, sondern, weil er ein absolut leuchtendes Beispiel für Bescheidenheit und Integrität war. Jedes Gespräch mit ihm war bereichernd, weil es einfach sehr angenehm war, einen derart bescheidenen und sympathischen Menschen zu erleben."

Uwe Seeler (HSV-Legende): "Das tut mir wirklich sehr leid. Wir haben bis zuletzt oft auf Veranstaltungen Zeit zusammen verbracht, durch die Pandemie leider in den vergangenen beiden Jahren nicht mehr. Er war immer sehr kameradschaftlich und menschlich einfach ein echt guter Typ mit Herz."

Hansi Flick (DFB-Bundestrainer): "Den Fußballer Horst Eckel habe ich leider nie live spielen sehen dürfen, der Mensch Horst Eckel war in jeder Hinsicht ein Vorbild für mich. Seine Warmherzigkeit war ansteckend, sein soziales Engagement außergewöhnlich. Er wird mir persönlich und dem gesamten deutschen Fußball sehr fehlen. Die Nachricht von seinem Tod macht mich sehr traurig."

Oliver Bierhoff (Nationalmannschaftsdirektor): "Die Weltmeister von 1954 sind sportlich und nicht zuletzt aufgrund der historischen Umstände für die Geschichte der Nationalmannschaft von überragender Bedeutung. (...) Horst Eckel stand sinnbildlich für die Werte der Helden von Bern: bescheiden, herzlich, bodenständig, ohne Allüren. Die persönlichen Gespräche mit ihm waren immer ungemein bereichernd. Zu wissen, dass Horst Eckel und damit keiner der 54er mehr lebt, erfüllt mich und uns alle bei der Nationalmannschaft mit großer Trauer."

Rainer Koch (1. DFB-Vizepräsident): "Ich habe Horst Eckel als einen wunderbaren Menschen kennengelernt und erlebt, der sich aus tiefster Überzeugung heraus stets auf die Seite der Schwächeren geschlagen hat und ihnen ein echtes Vorbild war. Menschen in vermeintlich aussichtslosen Situationen wusste er den Weg ans Licht zu zeigen, und der Held von Bern verband dies immer mit seinem ganz persönlichen Fußballmärchen. Willenskraft und Ehrgeiz, Zielstrebigkeit und Demut haben sein Leben geprägt und ihn zu einer Persönlichkeit gemacht, die wir alle schmerzlich vermissen. Nicht nur für mich geht mit seinem Tod eine Persönlichkeit verloren, auch uns im DFB mit unseren sozialen Einrichtungen, für die er unermüdlich unterwegs war, wird Horst Eckel fehlen."

Peter Peters (1. DFB-Vizepräsident): "Die Nachricht vom Tode Horst Eckels hat mich tief getroffen. Ich habe Horst Eckel nicht nur als einen unserer Fußballhelden verehrt, sondern ihn auch persönlich über alle Maßen geschätzt. Er hat mir 1991 nach meinem Einstieg in den Fußball beim 1. FC Kaiserslautern sehr geholfen, diesen Verein und seine Menschen kennenzulernen.

Denn sie alle haben ihn geliebt. Weil er ein herausragender Fußballer war, vor allem aber wegen seines so positiven und einnehmenden Wesens, wegen seines großartigen Charakters. Er hat jedem Wertschätzung und Respekt entgegengebracht, er hat Ehrlichkeit und Bodenständigkeit ausgestrahlt. Ich bin sehr stolz darauf, dass ich Horst Eckel kennenlernen durfte. Er war ein großartiger Weggefährte. Er wird uns allen sehr fehlen."

Verwendete Quellen:
  • Exklusives Gespräch mit Hans-Peter Briegel
  • Nachrichtenagentur SID

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