Meinung
Was ist eine Meinung?

Die subjektive Sicht des Autors auf das Thema. Niemand muss diese Meinung ĂŒbernehmen, aber sie kann zum Nachdenken anregen.

BeschĂ€mend! Ein bitterer Tag fĂŒr den deutschen Fußball

  • Robert Hiersemann
Ein Kommentar von Robert Hiersemann

Aktualisiert am 20.12.2021Lesedauer: 2 Min.
Aaron Opoku: Der OsnabrĂŒcker wurde in Duisburg rassistisch von der TribĂŒne aus beleidigt.
Aaron Opoku: Der OsnabrĂŒcker wurde in Duisburg rassistisch von der TribĂŒne aus beleidigt. (Quelle: Revierfoto/imago-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextNach Pokalfinale: Tedesco attackiert StreichSymbolbild fĂŒr einen TextUmfrage: Söder vor MerzSymbolbild fĂŒr einen TextMedizinischer Notfall bei PokalfinaleSymbolbild fĂŒr einen TextBerichte: Erstes Angebot fĂŒr LewandowskiSymbolbild fĂŒr einen TextSĂ€ngerin Dagmar Koller beendet ihre KarriereSymbolbild fĂŒr einen TextMehr LĂ€nder melden AffenpockenSymbolbild fĂŒr einen TextPanagiota Petridou ĂŒber Alltag mit BabySymbolbild fĂŒr einen TextBetrunken mit Pedelec Reh umgefahrenSymbolbild fĂŒr einen TextMbappĂ© gibt Real einen KorbSymbolbild fĂŒr einen TextKleinflugzeug abgestĂŒrzt: FĂŒnf ToteSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserYoutuber entsetzt ĂŒber Fan-Anschuldigung

Erstmals wurde ein Fußballspiel einer der drei deutschen Profiligen wegen einer rassistischen Beleidigung gegen einen Spieler auf dem Feld abgebrochen. Ein mutiger Schritt – und eine letzte Warnung.

Am Sonntagnachmittag ereignete sich Historisches im deutschen Profifußball.

Die Drittliga-Partie zwischen dem MSV Duisburg und dem VfL OsnabrĂŒck wurde nach 33 Minuten erst unter- und dann abgebrochen. Grund: Der Schwarze OsnabrĂŒcker Spieler Aaron Opoku wurde vor der AusfĂŒhrung eines Eckballs mit Affenlauten von einem Zuschauer auf der Duisburger TribĂŒne diffamiert (hier erfahren Sie mehr zum Vorfall).

Ein MSV-Pressesprecher sagte anschließend: "Der Junge (Opoku; Anm. d. Red.) ist fix und alle." Ein bitterer Tag fĂŒr den deutschen Fußball.

Genau die richtige Antwort

Einen Spielabbruch wegen rassistischer Äußerungen gab es im Profibereich nĂ€mlich zuvor noch nie. Doch es ist genau die richtige Antwort auf eine solch beschĂ€mende Aktion. Denn gegen dieses Verhalten lohnt es sich anzukĂ€mpfen!

Und kĂŒnftig sollte es immer so sein. Schließlich gibt es kaum etwas Schlimmeres, als einen Menschen wegen seiner Hautfarbe zu beleidigen.


Diese Person sollte sich schĂ€men und versuchen, sich in den jungen Opoku hineinzuversetzen. Opoku ist in Hamburg geboren, war Auswahlspieler in verschiedenen deutschen Jugend-Nationalmannschaften, will einfach nur Fußball spielen und Erfolg haben. Und dann sitzt da in Duisburg so ein Knallkopf auf den ZuschauerrĂ€ngen und versaut es ihm in dieser niedertrĂ€chtigen Art und Weise.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Lautes Schweigen: Bundesliga gratuliert Leipzig nicht
Einsamer Gewinner: Leipzigs Trainer Domenico Tedesco mit dem DFB-Pokal.


Polizei und Ordner im Stadioninnenraum: Eines der vielen Bilder aus dem Duisburger Stadion.
Polizei und Ordner im Stadioninnenraum: Eines der vielen Bilder aus dem Duisburger Stadion. (Quelle: Team 2/imago-images-bilder)

Ganz klar: Diese historische Partie muss nun die letzte Warnung fĂŒr all diejenigen sein, die es immer noch nicht verstanden haben: Rassismus hat im Fußball nichts verloren!

Das einzig Positive am Fall Opoku

Das vielleicht einzig Positive am Opoku-Fall: Es wird gerade mal wieder deutlich, welche Power der Sport eigentlich hat. Die Teams aus Duisburg und OsnabrĂŒck stellten sich direkt hinter den Spieler. Und schon wenige Minuten nach dem Abbruch drĂŒckten viele weitere deutsche Profivereine in den sozialen Medien ihre SolidaritĂ€t aus.


"Wir verurteilen diese abscheuliche Tat", twitterte der HSV.

"Volle UnterstĂŒtzung fĂŒr Opoku", schrieb Hertha BSC.

"Es ist kein Platz fĂŒr Rassismus in unserem Sport", so Ă€ußerte sich Holstein Kiel.

Genau diese Reaktionen braucht es – jetzt, und nicht nur jetzt, sondern immer.

Weitere Artikel

Der Fall Bakery Jatta
Stellen Sie sich doch selbst mal die Frage
Bakery Jatta: Der Fußballer ist in Gunjur (Gambia) geboren, spielt inzwischen aber seit 2016 fĂŒr den Hamburger SV.

Kimmich-Debatte hat Folgen
Das war's mit dem KapitÀnsamt
Joshua Kimmich fĂ€llt bis Jahresende aufgrund von Lungeninfiltrationen nach seiner Corona-Infektion aus. FĂŒr Bayern ist das ein schwerer Verlust.

Der FC Bayern
Es ist zum Heulen
Drei Tore zur Herbstmeisterschaft: Serge Gnabry.


Anmerkung: Aaron Opoku wird in diesem Kommentar bewusst als Schwarzer bezeichnet. Warum? Das lesen Sie hier.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
DuisburgFußballOsnabrĂŒckPolizei
Fußball - Deutschland


t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website