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Politikerin vergleicht Ronaldo mit Kim Jong Un

Von sid
Aktualisiert am 02.08.2019Lesedauer: 2 Min.
Cristiano Ronaldo: In Südkorea gerade nicht so beliebt.
Cristiano Ronaldo: In Südkorea gerade nicht so beliebt. (Quelle: VCG/imago-images-bilder)
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Weil er bei einem Freundschaftsspiel in Südkorea nicht aufgelaufen ist, wird Superstar Cristiano Ronaldo nun scharf kritisiert. Die führende Oppositionspolitikerin zieht einen drastischen Vergleich.

Erst Schmähgesänge, dann die Klagewelle der Fans - und nun sogar ein bitterböser Vergleich mit Nordkoreas Diktator Kim Jong Un: Der Testspiel-Zoff um Cristiano Ronaldo wird zum Politikum. Weil der Superstar von Juventus Turin bei einem Gastspiel in Südkorea nicht auflief, mischen sich inzwischen selbst führende Köpfe des Landes in den Konflikt ein.

Na Kyung-Won, führende Oppositionspolitikerin in der Nationalversammlung, ließ sich Berichten zufolge zu einem Vergleich mit Nordkoreas Machthaber hinreißen. "Kim Jong Un und Ronaldo haben eines gemeinsam. Beide sehen Südkorea als Schwächling", wird die 55-Jährige zitiert. Es ist zweifellos der Höhepunkt der seit Tagen schwelenden Posse um den Nicht-Einsatz des portugiesischen Weltstars.

Parallel dazu meldete sich auch die K-League mit scharfer Kritik zu Wort. Eine Woche nach der Partie des italienischen Rekordmeisters in Seoul warf sie Juve "Täuschung" vor und forderte eine "ernsthafte Entschuldigung" des Vereins, weil Ronaldo anders als abgemacht nicht gegen das südkoreanische Allstar-Team zum Einsatz gekommen war.

Enttäusche Fans stimmten "Messi"-Gesänge an

"Ronaldo hat keine Minute gespielt, im Widerspruch zur Garantie im Vertrag, dass er mindestens 45 Minuten spielen wird", teilte die K-League mit. Die Juve-Erklärung, der 34-Jährige sei aus medizinischen Gründe geschont worden, akzeptierte die Liga nicht. "Wenn er nicht spielen konnte, wäre es eine offensichtliche Täuschung, Ronaldo als Ersatzspieler in die Aufstellung zu nehmen."

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Zuvor hatte es bereits die Ankündigung einer Klagewelle von mehr als 2000 enttäuschten Fans gegen die Veranstalteragentur gegeben. Insgesamt 65.000 Zuschauer waren im ausverkauften WM-Stadion in Südkoreas Hauptstadt bei Ticketpreisen zwischen umgerechnet 23 und 300 Euro dabei. Viele von ihnen waren vor allem wegen Ronaldo gekommen.

Schon während der Partie verschafften die Fans ihrem Unmut Luft, indem sie immer wieder "Messi, Messi"-Gesänge anstimmten. Als sich abzeichnete, dass Ronaldo nicht mehr zum Einsatz kommen würde, verließen viele Zuschauer vorzeitig das Stadion.

Die Geschäftsführerin der veranstaltenden Agentur, Robin Zhang, hatte dem südkoreanischen Fernsehsender SBS daraufhin unter Tränen geschildert, dass sie sich bei Juves Vizepräsidenten Pavel Nedved noch während des Spiels beschwert hätte. Der frühere tschechische Ausnahmespieler entgegnete jedoch, dass Ronaldo nicht spielen wolle und er nichts machen könne. Zhang kündigte an, eine Lösung für die enttäuschten Fans zu finden.


Schon der Anpfiff der Partie hatte sich um eine Stunde verzögert, weil Juves Flieger verspätet gelandet war. Die Gäste baten dann um eine Polizei-Eskorte zum Stadion und eine Verkürzung der Spielzeit auf 40 Minuten pro Halbzeit. Die K-League zeigte sich "empört und enttäuscht" über das "unverantwortliche Verhalten" der Italiener. Ein Verhalten, das nun sogar die Politik auf den Plan gerufen hat.

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