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Nationalmannschaft: DFB-Team enttäuscht - Wer hat Angst vor diesem Team?


Der vorläufige Tiefpunkt

  • Noah Platschko
Von Noah Platschko, Leipzig

Aktualisiert am 24.09.2022Lesedauer: 4 Min.
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Jonas Hofmann: Der deutsche Nationalspieler wirkte nach der Niederlage gegen Ungarn sichtlich mitgenommen.
Jonas Hofmann: Der deutsche Nationalspieler wirkte nach der Niederlage gegen Ungarn sichtlich mitgenommen. (Quelle: IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON)
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Die Nationalelf zeigte sich zwei Monate vor WM-Beginn in schlechter Verfassung. Der Bundestrainer konnte die Enttäuschung nicht verbergen.

Keine 45 Minuten waren vorüber, da ergoss sich in den sozialen Medien der Spott über die Nationalmannschaft. Das DFB-Team spiele so, als sei es mit der Deutschen Bahn angereist, twitterte etwa der Journalist Javier Cáceres kurz vor Halbzeitpfiff. Und er war nicht der Einzige, der sich über die dürftige Leistung der deutschen Elf, die tatsächlich mit dem Zug und nicht mit dem Flieger gekommen war, ausließ.


Deutschland enttäuscht – ein Bayern-Star wird zum Totalausfall

Deutschlands Spieler wurden nach der Partie gegen Ungarn ausgepfiffen. Dem vorausgegangen war ein enttäuschender Auftritt. Die Einzelkritik.
Marc-André ter Stegen: Durch die (nicht vorhandene) Besetzung der Pfosten beim 0:1 ohne Chance. Ansonsten hellwach bei Kerkez‘ Chance zum 2:0 (25.). Auch in der 72. Minute war er zur Stelle. Auch bei Kleinheislers Großchance kurz vor Schluss rettete er das deutsche Team. Note 2
+14

Das 14. Länderspiel unter Flick war eines der schlechtesten überhaupt – und endete folgerichtig mit der ersten Niederlage unter dem Trainer, der nach den lethargischen letzten Monaten der Löw-Ära für frischen Wind sorgen sollte. Doch die Anfangseuphorie mit acht Siegen aus acht Partien, sie ist mittlerweile verflogen.

Nach vier 1:1-Spielen in Serie verabschiedete sich die DFB-Elf vergangenen Juni mit einem furiosen 5:2 gegen Italien in die Sommerpause. Ein Sieg, der für Ruhe sorgte. Doch spätestens mit dem ernüchternden Auftritt gegen Ungarn (0:1) in Leipzig ist es damit vorbei. Im Gegenteil: Exakt zwei Monate vor WM-Start zeigte sich die Flick-Elf in einer bedenklichen Verfassung. Sie legte einen Auftritt hin, der die Frage aufwirft, wer bei der WM vor diesem Team eigentlich Angst haben soll.

Kapitän Müller: "Wirklich enttäuschend"

Gegen kompakt stehende Ungarn, die sich bereits im Hinspiel im Juni (1:1) als äußerst unangenehmer Gegner herausstellten, brauchte Deutschland satte 27 Minuten (!), um überhaupt den ersten Schuss in Richtung Tor abzugeben. Auf den kläglichen Versuch Leroy Sanés folgte ein ebenso harmloser Kopfball von Kapitän Thomas Müller (39.). Mehr sollte Deutschland, das von einem gellenden Pfeifkonzert des Leipziger Publikums in die Kabine verabschiedet wurde, nicht gelingen.

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Adam Szalai: Ungarns Torjäger erzielte in der ersten Halbzeit das 1:0 für die Gäste. (Quelle: IMAGO/Eibner-Pressefoto)

"Die erste Halbzeit war wirklich enttäuschend. Wir haben extrem viele Fehler gemacht", bilanzierte Müller, der in seinem 117. Länderspiel blass blieb. "Man hat gemerkt, dass bei vielen die Phase im Verein nicht die leichteste ist. Wir haben nicht die Power auf den Platz bekommen. In der zweiten Halbzeit war vieles besser, aber das 1:0 steht jetzt in den Büchern, da müssen wir uns Kritik gefallen lassen. Aber da müssen wir drüber stehen und das Konzept des Trainers weiter verfolgen."

Doch welches Konzept? Die deutsche Mannschaft, die mit insgesamt vier Spielern des kriselnden Rekordmeisters aus München begann, präsentierte sich in einer extrem schwachen Verfassung – und agierte planlos. Einzig Abwehrboss Antonio Rüdiger, der stark haltende Torwart Marc-André ter Stegen sowie Mittelfeldmann Ilkay Gündogan sorgten für Lichtblicke in einer ansonsten neben sich stehenden Mannschaft.

"Schlechteste Leistung in 14 Spielen"

Kaum Bewegung im letzten Drittel, Ungenauigkeiten beim Passspiel, keinerlei Kreativität beim Herausspielen von gefährlichen Torchancen: Gegen Ungarn ließ Deutschland all jene Qualitäten vermissen, die erforderlich sind, um einen defensiv stehenden Gegner zu knacken. Auch die eingewechselten Kreativspieler Jamal Musiala und Kai Havertz sorgten kaum für Torgefahr.

"Die erste Halbzeit war die schlechteste Leistung in den 14 Spielen unter mir", analysierte der Bundestrainer nach der Partie auf der Pressekonferenz. "Wir haben mit wenig Mut, wenig Vertrauen und wenig Intensität gespielt und zu viele Fehler gemacht. Die zweite Halbzeit war besser, aber da haben wir zu wenig Torchancen herausgespielt", so Flick weiter.

Hansi Flick: Der Bundestrainer kontrollierte nach dem enttäuschenden 0:1 seine Emotionen.
Hansi Flick: Der Bundestrainer kontrollierte nach dem enttäuschenden 0:1 seine Emotionen. (Quelle: Robert Michael)

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Der Plan, Jonas Hofmann als offensiven Rechtsverteidiger in der Viererkette einzusetzen, ging nach hinten los. Die Korrektur zur Pause, als Flick Kehrer für den derangierten Gnabry einwechselte und auf Dreierkette umstellte, brachte ebenfalls nur wenig Verbesserung. Ungarn stand noch tiefer als im ersten Durchgang – bis auf vereinzelte Vorstöße durch Leroy Sané (51.) und Joshua Kimmich (60.) prallten die Offensivbemühungen an der Abwehrreihe um Leipzigs Willi Orbán jedoch ab.

Neben der rein sportlichen Enttäuschung hat die erste Pleite unter Flick auch unmittelbare sportliche Konsequenzen. Das "Final Four" der Nations League im kommenden Sommer ist nun unerreichbar. Das Duell mit den abgestiegenen Engländern (0:1 in Italien) kommenden Montag dient Flick allerdings als letzter Test vor der Nominierung des WM-Kaders.

Keine Experimente mehr

"Ich bin schon enttäuscht", antwortete der Bundestrainer auf t-online-Nachfrage, angesprochen auf seinen Gemütszustand. Aber: "Ab und zu sollte man nicht ganz seine Emotionen herauslassen. Wir müssen etwas lernen und mitnehmen", fügte er mit einem leichten Lächeln hinzu.

Trotz der dürftigen Vorstellung seines Teams will Flick keine Untergangsstimmung aufkommen lassen. Doch auch er ist sich des Ernsts der Lage bewusst. "Die Zeit der Experimente ist vorbei", resümierte der 57-Jährige – und erinnerte dabei unfreiwillig an seinen Vorgänger. Jenen Satz hatte Ex-Bundestrainer Joachim Löw nach der enttäuschenden 1:2-Heimpleite Ende März 2021 gegen Nordmazedonien verwendet. Es war der letzte Test vor der Kader-Nominierung für die Europameisterschaft.

Im Gegensatz zu Löw hat Flick nun noch den "Test" gegen England, bei dem er mindestens eine Änderung vornehmen muss. Antonio Rüdiger wird gelb gesperrt fehlen, zudem ist ein Startelfcomeback von Robin Gosens für den enttäuschenden David Raum zu erwarten.

Dann wird die DFB-Elf ein anderes Gesicht zeigen müssen. Nach dem 0:1 gegen Ungarn steht fest: Wie euphorisch sich die DFB-Elf auch in die Sommerpause verabschiedete, so hart landete sie in Leipzig wieder auf dem harten Boden der Realität.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Beobachtungen im Stadion
  • Statistiken auf fotmob.com
  • Stimmen der DFB-Spieler in der Mixed Zone
  • Aussagen von Hansi Flick auf der Pressekonferenz
  • Tweet von Javier Cáceres
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