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DHB-Team bereit f├╝r olympische Medaillen-Mission

Von dpa
Aktualisiert am 11.07.2021Lesedauer: 2 Min.
Deutschlands Julius Kühn (M) holt zwischen den Ägyptern Ahmed Mohamed (l) und Yehia El-Deraa zum Wurf aus.
Deutschlands Julius Kühn (M) holt zwischen den Ägyptern Ahmed Mohamed (l) und Yehia El-Deraa zum Wurf aus. (Quelle: Daniel Karmann/dpa./dpa)
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N├╝rnberg (dpa) - Auf einer emotionalen Ehrenrunde wurden die deutschen Handballer nach der erfolgreichen Olympia-Generalprobe von den Fans mit Applaus zur Medaillen-Mission nach Tokio verabschiedet.

Mit dem ├╝ber weite Strecken ├╝berzeugenden 29:27 (12:10) gegen den WM-Viertelfinalisten ├ägypten bestand die DHB-Auswahl den letzten Test vor den Sommerspielen und gewann zugleich das Drei-L├Ąnder-Turnier in N├╝rnberg. "Das gibt der Mannschaft Selbstvertrauen. Es sieht recht gut aus", sagte Bundestrainer Alfred Gislason.

Vor 768 Zuschauern war Philipp Weber mit f├╝nf Toren bester Werfer f├╝r das DHB-Team, das vor allem in der zweiten Halbzeit eine ├╝berzeugende Leistung bot und f├╝r Olympia weitgehend ger├╝stet scheint. "Ich bin zufrieden. Die Torh├╝ter haben eine sehr gute Leistung gezeigt, die Abwehr steht schon sehr gut, und im Angriff haben wir nach anf├Ąnglichen Schwierigkeiten diszipliniert und deutlich fl├╝ssiger gespielt", lobte Gislason. Und Kapit├Ąn Uwe Gensheimer befand: "Wir haben viele Dinge gut umgesetzt."

Nach dem erfolgreichen Test bleibt die DHB-Auswahl noch zwei Tage in ihrem Vorbereitungscamp in Herzogenaurach, ehe sie am kommenden Mittwochabend mit viel R├╝ckenwind nach Japan fliegt. In einem einw├Âchigen Trainingslager in Tokushima geht es an den Feinschliff f├╝r das Olympia-Turnier, das f├╝r die deutsche Mannschaft am 24. Juli mit dem Kracher gegen Europameister Spanien beginnt. Weitere Vorrundengegner sind Rekord-Weltmeister Frankreich, der EM-Dritte Norwegen, Argentinien und Brasilien.

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"Wir sind eine gute Truppe und k├Ânnen eine gute Rolle spielen", sagte Spielmacher Weber zu den Aussichten. Linksau├čen Marcel Schiller befand: "Nach den zwei Siegen gehen wir nat├╝rlich mit einem besseren Gef├╝hl in das Turnier."

Gegen Brasilien hatte es am Freitagabend zum Auftakt des Drei-L├Ąnder-Turniers einen ├╝berzeugenden 36:26-Sieg gegeben. An die starke Leistung konnte das Gislason-Team zun├Ąchst aber nicht ankn├╝pfen. Nach einer wilden Startphase mit etlichen Fehlern auf beiden Seiten und st├Ąndig wechselnder F├╝hrung bekamen die Nordafrikaner zuerst Struktur in ihr Spiel und verschafften sich nach einer Viertelstunde beim 8:5 ein Drei-Tore-Polster.

Das wirkte wie ein Weckruf f├╝r die deutsche Mannschaft, die jetzt in der Abwehr energischer zupackte und mit einem 3:0-Lauf schnell den Ausgleich schaffte. Insgesamt blieb die Fehlerquote im Angriff aber zu hoch. Nur zw├Âlf Treffer in der ersten Halbzeit waren der zahlenm├Ą├čige Beleg f├╝r die deutsche Offensivschw├Ąche.

Immerhin war auf die Defensive Verlass. Vor allem Torwart Silvio Heinevetter, der nach rund 20 Minuten f├╝r Johannes Bitter zwischen die Pfosten r├╝ckte, gl├Ąnzte mit einigen spektakul├Ąren Paraden. So ging es dank eines in letzter Sekunde direkt verwandelten Freiwurfs von Weber, der gegen Brasilien verletzt fehlte, mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Kabine.

Trotz einiger Wechsel kam der EM-F├╝nfte schwungvoll auf das Parkett zur├╝ck und zeigte nun auch im Angriff die erhoffte Durchschlagskraft und Effektivit├Ąt. Beim 19:14 (40.) betrug der Vorsprung erstmals f├╝nf Tore und wurde sogar auf phasenweise acht Treffer ausgebaut. Prunkst├╝ck blieb aber die Abwehr, die den ├ägyptern immer wieder den Schneid abkaufte. In der Schlussphase zauberte die deutsche Mannschaft sogar ein wenig und lie├č sich den Sieg trotz einiger Unkonzentriertheiten nicht mehr nehmen.

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