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Sieg gegen Spanien: Schweden holt EM-Gold

Von dpa
Aktualisiert am 30.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Schweden gewinnt mit dem Sieg gegen Spanien die Handball-Europameisterschaft.
Schweden gewinnt mit dem Sieg gegen Spanien die Handball-Europameisterschaft. (Quelle: Anna Szilagyi/AP/dpa./dpa)
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Budapest (dpa) - Als Niclas Ekberg in letzter Sekunde per Siebenmeter den ersten EM-Triumph seit 20 Jahren perfekt gemacht hatte, flippten Schwedens Handballer vor Freude völlig aus.

Ausgelassen hĂŒpften die Skandinavier um ihren ĂŒberragenden Torwart Andreas Palicka nach dem dramatischen 27:26 (12:13)-Endspielsieg gegen den entthronten Titelverteidiger Spanien ĂŒber das Parkett. Wenig spĂ€ter stemmten Europas neue Handball-Könige zum musikalischen Dauerbrenner "We are the champions" die Gold-Schale in die Höhe. "Wir haben solange dafĂŒr gekĂ€mpft. Ich kann es nicht glauben. Wir wussten, dass es ein enges Spiel wird. Ich bin stolz auf jeden einzelnen", sagte KreislĂ€ufer Max Darj vom Bundesligisten Bergischer HC.

Mit dem Sieg vor 14.238 Zuschauern in Budapest nahm der Rekord-Europameister erfolgreich Revanche fĂŒr die Endspielniederlage gegen Spanien vor vier Jahren und machte den fĂŒnften Triumph nach 1994, 1998, 2000 und 2002 perfekt. Bronze ging an Weltmeister DĂ€nemark, der zuvor das Spiel um Platz drei gegen Olympiasieger Frankreich mit 35:32 (29:29, 13:14) nach VerlĂ€ngerung gewann.

Das Endspiel unter der umsichtigen Leitung der deutschen Schiedsrichter Robert Schulze und Tobias Tönnies bot von Beginn an Tempo und Dramatik. Beste Werfer fĂŒr den WM-Zweiten aus Schweden waren KreislĂ€ufer Oscar Bergendahl und der erst am Vortag aus der Corona-QuarantĂ€ne zurĂŒckgekehrte Ekberg mit jeweils fĂŒnf Toren. Der Rechtsaußen vom deutschen Rekordmeister behielt bei der letzten Aktion die Nerven und verschwand danach in einer Jubeltraube. FĂŒr die Spanier traf Rechtsaußen Aleix Gomez sechsmal.

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Die Schweden lagen zunĂ€chst zwar stets vorn, konnten sich aber nie richtig absetzen. Der Vorsprung wuchs zu keiner Zeit auf mehr als zwei Tore an. Dabei erwischte Torwart Palicka wie schon beim 34:33 im Halbfinale gegen Frankreich einen Sahnetag. Der 35-JĂ€hrige war mit zahlreichen Paraden der große RĂŒckhalt und zeichnete sich erneut auch als TorschĂŒtze aus.

Enger Spielverlauf

Doch im Angriff ließen die Skandinavier viele Chancen liegen - darunter in den ersten 15 Minuten gleich zwei Siebenmeter. So blieben die abgezockten Spanier immer in Schlagdistanz. "Die spielen einen sehr cleveren und ökonomischen Handball. Sie machen sich keinen Stress und agieren nie aufgeregt, selbst bei einem RĂŒckstand", charakterisierte Bundestrainer Alfred Gislason kurz vor dem Anpfiff bei "Sportdeutschland.tv" die Spielweise des Titelverteidigers.

Und in der Tat: Eine Minute vor der Pause ging Spanien beim 12:11 erstmals in FĂŒhrung - auch weil Torwart Rodrigo Corrales Rodal einige BĂ€lle parierte. Im zweiten Durchgang blieb es spannend. Beide Teams agierten auf Augenhöhe und fanden immer wieder LĂŒcken in der Abwehr des Gegners. So ging es Kopf an Kopf in die letzten zwei Minuten, in denen die Schweden das bessere Ende hatten.

Die von 16 Corona-FĂ€llen geplagte deutsche Mannschaft hatte sich bereits nach der Hauptrunde als Siebter aus dem Turnier in Ungarn und der Slowakei verabschiedet. FĂŒr KapitĂ€n Johannes Golla gab es zum EM-Abschluss aber zumindest noch einen schönen persönlichen Erfolg. Der 24-JĂ€hrige vom deutschen Vizemeister SG Flensburg-Handewitt wurde als bester KreislĂ€ufer ins All-Star-Team gewĂ€hlt. "Das ist eine schöne Überraschung und toll, so eine Anerkennung fĂŒr das Geleistete zu bekommen", sagte Golla.

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