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Unter Mordverdacht: Wenn Sportstars zu Tätern werden

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Wenn Sportstars zu Tätern werden

15.02.2013, 11:31 Uhr | t-online.de, sid

Unter Mordverdacht: Wenn Sportstars zu Tätern werden. O.J. Simpson stand seit jeher im Interesse der Medien. (Quelle: imago/UPI Photo)

O.J. Simpson stand seit jeher im Interesse der Medien. (Quelle: UPI Photo/imago)

Boxer "Bubi" Scholz erschoss 1984 seine Ehefrau durch die Toilettentür. Der Schauspieler und American-Football-Star O. J. Simpson wurde 1994 nach dem Mord an seiner Ex-Frau spektakulär per Hubschrauber und Fernsehkamera gejagt, dann in einem aufsehenerregenden Prozess freigesprochen.

Eine ganze Reihe an Mord- oder Tötungsdelikten um Sportstars gingen dem aktuellen Fall um Südafrikas Paralympic-Champion Oscar Pistorius voraus. Gegen den 26-Jährigen wurde nach dem Tod seiner Freundin Reeva Steenkamp vor Gericht offiziell Mordanklage erhoben.

33,5 Millionen Dollar Schadenersatz trotz Freispruchs

Der "Fall Gustav Scholz" erregte vor knapp 30 Jahren so sehr die Gemüter der Republik, dass er hinterher mit Götz George in der Rolle des alternden Boxers verfilmt wurde. Am 22. Juli 1984 erschoss der frühere Box-Europameister in seiner Berliner Villa im Alkoholrausch seine Frau Helga nach 29 Ehejahren. Weinend berichtete der damals 54-Jährige erst, beim Reinigen der Waffe habe sich ein Schuss gelöst. Scholz, der 2000 starb, wurde wegen fahrlässiger Tötung zu drei Jahren Haft verurteilt.

In der Affäre um O. J. Simpson sprach vieles dafür, dass der mit einem weißen Bronco geflüchtete Football-Star die von ihm getrennt lebende Ex-Frau Nicole Brown Simpson und deren Bekannten Ronald Goldman erstochen hatte. Doch im Prozess gelang es dem Anwalt, den Fall als rassistisch motivierte Verschwörungstheorie darzustellen. Trotz des Freispruchs durch die Geschworenen wurde Simpson 1997 in einem Zivilprozess zu Schadenersatz in Höhe von 33,5 Millionen Dollar an die Hinterbliebenen verurteilt, weil ein hoher Schuldanteil bei ihm gesehen wurde. 2007 landete Simpson doch im Knast: Raubüberfall mit einer tödlichen Waffe.

Box-Weltmeister zu elf Jahren Gefängnis verurteilt

Große Schlagzeilen machte erst im Dezember 2012 der Fall eines anderen Footballers in den USA: Linebacker Jovan Belcher von den Kansas City Chiefs erschoss erst seine Freundin Kasandra Perkins und dann sich selbst. Die fünfmal im alpinen Weltcup siegreiche Schweizerin Corinne Rey-Bellet (34) wurde am 30. April 2006 in Les Crosets tot aufgefunden. Die damals schwangere WM-Zweite von 2003 in der Abfahrt wurde wie ihr zwei Jahre jüngerer Bruder Alain vermutlich vom Ehemann erschossen, der sich Tage später selbst tötete.

Im April 2010 beging Box-Weltmeister Edwin Valero aus Venezuela in der Untersuchungshaft Selbstmord. Der WBC-Champion im Leichtgewicht war wegen des Verdachts festgenommen worden, seine Ehefrau ermordet zu haben. Dies hatte der in 27 Profikämpfen ungeschlagene Valero an der Hotelrezeption gebeichtet. Schon 1989 war Weltmeister Carlos Monzon, einer der besten Mittelgewichtler der Geschichte, wegen Mordes zu elf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der Argentinier soll seine dritte Ehefrau aus dem Fenster des dritten Stockes geworfen haben. Nach vorzeitiger Entlassung starb er 1995 bei einem Autounfall.

Rugby-Spieler erschießt 19-jährige Tochter

Frankreichs früherer Rugby-Kapitän Marc Cecillon wurde 2008 zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt, aber später auf Bewährung entlassen. Der "Schweiger" soll 2004 in Trunkenheit seine Ehefrau erschossen haben. Falls Pistorius wirklich kein Mörder ist, könnte ihm die Tragödie um den ehemaligen südafrikanischen Rugby-Spieler Rudi Visagie Hoffnung geben: Dieser erschoss im Mai 2004 seine 19 Jahre alte Tochter Marle, die er für einen Autodieb hielt. Der Richter ließ die Mordanklage fallen und begründete dies damit, er habe durch den Verlust seiner Tochter genug gelitten.

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