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Super Bowl 2019: New England Patriots und Los Angeles Rams im Vergleich

Rams gegen Patriots im Super Bowl  

Wenn der "Nagelsmann" der NFL die "Bayern" fordert

Von David Digili

03.02.2019, 20:36 Uhr
 (Quelle: imago/Icon SMI)
"Die größte Möglichkeit im Leben": Tom Brady will seinen sechsten Superbowl-Triumph

Er gilt als bester und erfolgreichter Quaterback der NFL-Geschichte. Tom Brady von den New England Patriots trift beim Superbowl auf die Los Angeles Rams und kann dabei seinen sechsten Superbowl-Ring holen. (Quelle: Perform/ePlayer)

"Die größte Möglichkeit im Leben": Tom Brady will seinen sechsten Superbowl-Triumph. (Quelle: Perform/ePlayer)


Die New England Patriots und die Los Angeles Rams kämpfen heute Nacht um den wichtigsten Titel im Football – und könnten dabei unterschiedlicher nicht sein. t-online.de erklärt die drei wichtigsten Punkte.

Es ist das Football-Highlight des Jahres: Super Bowl 53 im Mercedes-Benz Stadium in Atlanta. Die New England Patriots gegen die Los Angeles Rams. 75.000 Fans im riesigen Stadion. Millionen an den Bildschirmen. Über fünf Mio. US-Dollar für einen 30-Sekunden-Werbespot während der Übertragung. Das Endspiel der NFL-Saison ist mal wieder ein Duell der Superlative und ein Duell der Gegensätze. Denn die "Pats" und die Rams könnten nicht unterschiedlicher sein. t-online.de stellt die beiden Teams gegenüber.

Die Teams:

Die Patriots sind DAS Team des neuen Jahrtausends: Zum neunten Mal seit 2001 steht das Team aus dem Nordosten der USA im Endspiel, fünf Mal gewann die Mannschaft bisher die begehrte Vince-Lombardi-Trophäe.

          
Alle Erfolge sind eng verknüpft mit dem Gespann aus Head Coach Bill Belichick und Quarterback Tom Brady – das erfolgreichste Tandem der Liga-Geschichte. Die "Pats" haben sich unter dem kongenialen Duo zum FC Bayern der NFL entwickelt – der ewige Favorit, der Goliath, der Über-Klub, geliebt von den eigenen Fans, gehasst vom Rest der Liga. Zwar haben die Pats in der abgaufenen Saison an gewohnter Dominanz eingebüßt, 11:5 Siege waren die schlechteste Bilanz seit 2009, doch wenn es in knappen Momenten in den Playoffs darauf ankam, war die Mannschaft mit all ihrer Routine und Abgeklärtheit zur Stelle. 

Den hoch eingeschätzten Los Angeles Chargers ließen sie beim 41:28 in den Divisional Playoffs keine Chance, im AFC Championship Game setzte sich die Erfahrung der Pats bei den Kansas City Chiefs in einem Halbfinal-Thriller mit 37:31 nach Verlängerung durch. Auch im Super Bowl sind sie leicht favorisiert. Der Titel Nummer sechs ist zum Greifen nah.

Die Los Angeles Rams haben stattdessen turbulente Jahre hinter sich: 1995 zog das Team aus L.A. nach St. Louis. Der letzte und bisher einzige Super-Bowl-Sieg 1999 ist nun exakt 20 Jahre her, die letzte Finalteilnahme gab es 2001, ironischerweise gegen die Patriots, die dann mit ihrem ersten Titel den Grundstein für ihre Dynastie legten.

Danach aber verpassten die Rams zwölf Mal in Folge die Playoffs, dazwischen kam 2016 der Umzug zurück nach Los Angeles – und der große Umbruch! Die Rams sollten wieder ein Spitzenteam werden. Es wurde viel in den Kader investiert, beispielsweise wurde letztes Jahr der Klasse-Defensive-Tackle Ndamukong Suh mit einem Ein-Jahres-Vertrag über 14 Mio. US-Dollar nach Kalifornien geholt.

Dazu bauten die Rams junge Talente wie Quarterback Jared Goff oder Running Back Todd Gurley zu Stars auf und gingen ein großes Risiko ein, als sie 2017 den damals erst 30-Jährigen Sean McVay zum Head Coach machten. Es sollte sich auszahlen. Denn nur zwei Jahre später stehen die Rams im Super Bowl.

Die Trainer:

Bill Belichick ist der Vater des Erfolgs der Patriots. Seit 2000 ist der heute 66-Jährige Head Coach und Manager in Personalunion, ist damit der mit Abstand dienstälteste Trainer der NFL. Er war es, der dem jungen Quarterback Brady das Team anvertraute und im Duo zu insgesamt fünf Meisterschaften führte.

Belichick gilt weithin als einer der besten Trainer der Football-Geschichte. 13 Mal kamen die Pats seit seinem Amtsantritt mindestens ins Halbfinale, gewannen sogar 16 Mal ihre Division in der Liga. Drei Mal wurde Belichick zum Coach des Jahres ausgezeichnet und hat die meisten Playoff-Siege aller Trainer der NFL-Geschichte (30). Dazu azuc die meisten Super-Bowl-Siege (fünf). Kommt nun der sechste hinzu?

Sean McVay ist dagegen auf dem Papier das genaue Gegenteil: 33 Jahre alt, gerade mal in seiner zweiten Saison als Head Coach eines NFL-Teams – und schon mit der Chance auf den Titel. Unter ihm wurden die Rams zum Spitzenteam und zum Titelkandidaten. Die 13:3-Siegesbilanz der abgelaufenen Saison war die zweitbeste der Teamgeschichte.

Der jüngste NFL-Trainer aller Zeiten: Sean McVay. (Quelle: imago images/UPI Photo)Der jüngste NFL-Trainer aller Zeiten: Sean McVay. (Quelle: UPI Photo/imago images)

Verkörpern Belichick und die Patriots das Football-Gegenstück zum FC Bayern aus der Bundesliga, dann ist McVay der Julian Nagelsmann der NFL: Jung, erfolgreich, taktisch versiert und mit einer großen Karriere vor sich.

McVays Werdegang ist unglaublich: 2010 wurde er Co-Trainer bei den Washington Redskins – mit gerade einmal 24 Jahren! Er beeindruckt immer wieder mit seinem fotografischen Gedächtnis, kann selbst Spielzüge, die Jahre zurückliegen, exakt nacherzählen. McVay gilt als genialer Offensivtaktiker, variabel, trickreich und für jeden Gegner schwer zu berechnen. Gewännen die Rams den Super Bowl, wäre McVay der jüngste Meistertrainer aller Zeiten – und wäre in diesem Punkt dann Belichick voraus, dessen Coaching-Karriere lange stagnierte und der seinen ersten Titel als Patriots-Trainer "erst" mit 49 Jahren gewann. "Vergleiche mit Bill Belichick ehren mich", sagte McVay im Vorfeld, "aber um überhaupt im selben Atemzug mit ihm genannt zu werden, habe ich noch einen weiten Weg vor mir."

Die Quarterbacks:

Tom Brady – was soll man zum QB der Patriots noch sagen? Fünf Super-Bowl-Siege, vier Mal Super-Bowl-MVP, drei Mal MVP der regulären Saison, die meisten Siege aller Quarterbacks der NFL-Geschichte (232). Sein Auge für den freien Mann, seine Coolness in kritischen Phasen, sein Erfolgshunger – der Spielmacher der Patriots ist eine Maschine. Eine lebende Legende, für viele der Beste aller Zeiten, sogar noch vor dem großen Joe Montana, der in den 80ern die San Francisco 49ers zu vier Super-Bowl-Siegen führte.

Und: Ein Ende von Bradys Herrschaft ist lange nicht in Sicht - und das, obwohl der scheinbar ewig junge Lenker mit 41 Jahren gerade seine 19. NFL-Saison gespielt hat. Er wolle bis 45 spielen, sagte er vor einer Weile. Auf die Frage im Vorfeld des Endspiels, wie groß die Chance sei, dass er bei einem sechsten Titelgewinn dann vielleicht doch seine große Karriere beendet, sagte er kurz und bündig: "Null!"

Tom Brady (mittig mit der Nummer 12) im Duell mit den Kansas City Chiefs. (Quelle: imago images/UPI Photo)Tom Brady (mittig mit der Nummer 12) im Duell mit den Kansas City Chiefs. (Quelle: UPI Photo/imago images)

Beim Rest der Liga muss das die Sorgenfalten noch größer werden lassen. Da, wo Brady ist, will Jared Goff noch hin – der 24-Jährige Quarterback der Rams steht noch am Anfang seiner Karriere, spielte gerade einmal seine dritte Saison. Goff ist der unumstrittene Regisseur des Rams-Spiels, musste sich diese Rolle aber hart erarbeiten.

Wie Brady stammt Goff aus Kalifornien, gilt als Schwiegermuttertraum – doch da enden fast schon die Vergleiche. Am College war der 1,93-Meter-Mann ein Star, Experten bescheinigten ihm eine große Zukunft. Seine erste Saison in der Liga geriet zum Desaster, er warf nur fünf Touchdown-Pässe, dafür aber sieben Interceptions, gewann seinem Team kein einziges Spiel, stand fast schon auf dem Abstellgleis.

Jared Goff will mit den LA Rams den Titel holen. (Quelle: imago images/Icon SMI)Jared Goff will mit den LA Rams den Titel holen. (Quelle: Icon SMI/imago images)

Unter Coach McVay allerdings blühte Goff seit 2017 auf, ist sicher am Ball, glänzt heute mit Ruhe und Übersicht, profitiert dabei auch von der hochkarätig besetzten Rams-Offensive um Running Back Gurley.

"Der beste Ratschlag, den ich im Vorfeld bekam, war, meinen Tagesablauf genau wie immer zu halten", sagte Goff vor wenigen Tagen auf die Frage nach eventueller Nervosität vor seinem ersten Endspiel.
       

          
Selbst mit einem Sieg im Super Bowl heute wäre er zwar noch Welten vom großen Gegner Brady entfernt – aber der Anfang wäre mehr als gemacht.

Verwendete Quellen:

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