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Krönung fĂŒr Lewandowski oder Trauma wie bei Ribery?

Von dpa
Aktualisiert am 17.12.2020Lesedauer: 2 Min.
Krönt sich Robert Lewandowski nach dem Triple mit Bayern noch mit dem Titel des Weltfußballers?.
Krönt sich Robert Lewandowski nach dem Triple mit Bayern noch mit dem Titel des Weltfußballers?. (Quelle: Michael Regan/Getty Images via UEFA/dpa./dpa)
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ZĂŒrich (dpa) - Die Bayern-Fans werden sich noch gut erinnern. 2013 fĂŒhrte ein ĂŒberragender Franck Ribery die MĂŒnchner zum Triple unter Trainer Jupp Heynckes.

Bei der Wahl zum Weltfußballer des Jahres, die damals noch unter der Bezeichnung FIFA Ballon d'Or durchgefĂŒhrt wurde, triumphierte aber der portugiesische Superstar Cristiano Ronaldo vor seinem argentinischen Dauerrivalen Lionel Messi. Ribery wurde nur Dritter, obwohl Ronaldo 2013 keinen Titel geholt hatte und Messi nur spanischer Meister geworden war.

Wiederholt sich womöglich 2020 die Geschichte? Unter normalen Gesichtspunkten kann der Sieger bei der Wahl des Weltverbandes FIFA, deren Ergebnis am heutigen Donnerstag (19.00 Uhr) verkĂŒndet wird, nur Lewandowski heißen. Meister, DFB-Pokal-Gewinner, Champions League-Sieger. TorschĂŒtzenkönig in allen drei Wettbewerben, dazu der Erfolg im deutschen und europĂ€ischen Supercup. Der polnische StĂŒrmer des FC Bayern war der ĂŒberragende Spieler der Saison, wĂ€hrend Messi beim 2:8 gegen die MĂŒnchner gedemĂŒtigt wurde und fĂŒr Ronaldo schon im Champions-League-Achtelfinale Endstation war.

"Man muss klar sagen, dass Robert Lewandowski diese Auszeichnung absolut verdient hĂ€tte", sagte Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge der "Abendzeitung" und fĂŒgte hinzu: "Er hat eine herausragende Saison gespielt mit vielen Toren, und er hat seine QualitĂ€ten zum Wohle der Mannschaft noch mal gesteigert."

Aber bei der Wahl fließt das Votum von Fans, Nationaltrainern, NationalmannschaftskapitĂ€nen und Journalisten zu gleichen Teilen in das Ergebnis mit ein. Da können Beliebtheitswerte einen grĂ¶ĂŸeren Ausschlag als sportliche Erfolge geben. Das weiß auch Rummenigge. Messi und Ronaldo hĂ€tten "in anderen Erdteilen wie Asien, Afrika und insbesondere SĂŒdamerika einen gewissen Startvorteil". Dort seien sie im Fernsehen "viel prĂ€senter und weiter verbreitet" als Bundesliga-Spieler.

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Es stehen auch noch weitere Entscheidungen an:

WELTTRAINER: Die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich groß, dass ein deutscher Trainer den Titel erhĂ€lt. Neben Bayern-Coach Hansi Flick sind noch JĂŒrgen Klopp (FC Liverpool) und Marcelo Bielsa (Leeds United) in der engeren Auswahl. Klopp ist zwar in der Champions League mit dem FC Liverpool schon im Achtelfinale ausgeschieden, hat dafĂŒr aber die Reds zur ersten Meisterschaft seit 30 Jahren gefĂŒhrt. Bielsa schaffte mit Leeds den Aufstieg.

WELTTORHÜTER: Dass die Bayern die Königsklasse gewannen, hatten sie auch den Paraden von Nationalkeeper Manuel Neuer zu verdanken. Das könnte ihm den Titel des WelttorhĂŒters bescheren. Seine Rivalen sind der Brasilianer Alisson vom FC Liverpool und der Slowene Jan Oblak von AtlĂ©tico Madrid.

WELTFUSSBALLERIN: Die deutsche Nationalspielerin Dzsenifer MarozsĂĄn von Olympique Lyon hat den Einzug in die Top drei knapp verpasst. GekĂŒrt wird entweder die ehemalige Wolfsburgerin Pernille Harder aus Schweden (FC Chelsea), die EnglĂ€nderin Lucy Bronze von Manchester City oder die Französin Wendie Renard (Olympique Lyon).

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