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Tennis | ATP Finals: Zverev schlägt Djokovic und steht im Finale

ATP Finals in Turin  

Irres Match – Zverev schlägt Djokovic und steht im Finale

21.11.2021, 12:09 Uhr | dd, dpa

Tennis | ATP Finals: Zverev schlägt Djokovic und steht im Finale. Energieleistung gegen den Weltranglistenersten: Sascha Zverev im Match gegen Novak Djokovic. (Quelle: Reuters/Guglielmo Mangiapane)

Energieleistung gegen den Weltranglistenersten: Sascha Zverev im Match gegen Novak Djokovic. (Quelle: Guglielmo Mangiapane/Reuters)

In einem mitreißenden Match setzt sich der Hamburger gegen den serbischen Weltranglistenersten durch und wiederholt damit seinen Erfolg von den Olympischen Spielen. Im Finale wartet nun ein Angstgegner.

Alexander Zverev hat wie bei Olympia gegen Novak Djokovic gewonnen und kann seine turbulente Saison in seinem letzten Tennisspiel des Jahres mit einem prestigeträchtigen Titel veredeln. Mit dem 7:6 (7:4), 4:6, 6:3 zog der Olympiasieger am Samstagabend beim Saisonfinale in Turin ins Endspiel ein. Dank seiner besten Vorstellung in diesem Turnier in einem hochklassigen und packenden Match wiederholte der 24-jährige Hamburger seinen Coup von den Sommerspielen Tokio, wo er ebenfalls in der Runde der besten Vier gegen den Weltranglisten-Ersten triumphiert hatte.

Den Schlussakt seines erfolgreichen Jahres bestreitet Zverev am Sonntag (17.00 Uhr/Sky) gegen den russischen Titelverteidiger Daniil Medwedew, der sich souverän 6:4, 6:2 gegen den norwegischen Außenseiter Casper Ruud durchsetzte. Zverev hatte gegen den US-Open-Gewinner in der Vorrunde knapp im Tiebreak des dritten Satzes verloren und seine fünfte Niederlage gegen ihn in Serie kassiert. Vor drei Jahren hatte der Norddeutsche bei den ATP Finals – damals in London – den Titel im Endspiel gegen Djokovic geholt.

Plötzlich hatte Zverev Probleme mit dem Aufschlag

Bei der Turin-Premiere des Events zeigte Zverev vor gut 7000 Zuschauern – aufgrund der Corona-Pandemie war die Kapazität begrenzt – gegen den Routinier eine bemerkenswerte Leistung. In der stimmungsvoll beleuchteten Halle konnte sich Deutschlands bester Tennisspieler einmal mehr auf seinen Aufschlag verlassen, der selbst gegen den hervorragenden Returnspieler Djokovic oft zum Punktgewinn führte. "Es wird viele längere Ballwechsel geben, wir werden mehr laufen, wir werden mehr leiden", hatte Zverev gesagt und damit im Vergleich zum Vorrundenspiel gegen den Polen Hubert Hurkacz Recht.

Besonders bei 4:5 aus seiner Sicht war das der Fall: Die deutsche Nummer eins hatte erstmals Probleme bei eigenem Aufschlag und musste einen Satzball des Topfavoriten abwehren. Doch Zverev schlug sich auch in den längeren Ballwechseln gegen den Australian-Open-, French-Open- und Wimbledon-Sieger stark. Zwar konnte auch er seine einzigen beiden Breakmöglichkeiten im folgenden Aufschlagsspiel des Serben nicht nutzen. Und die Konsequenz war der Tiebreak in Satz eins. Doch diesen sicherte sich Zverev mit mutigem Spiel verdient.

Bei 3:1 im dritten Satz fiel eine Vorentscheidung

Nach dem Gewinn des ersten Durchgangs war Zverev wieder früh auf seiner Seite, als sich Djokovic noch ein frisches T-Shirt überstreifte: Ganz so, als wolle er dem 34-Jährigen auch damit zeigen, dass er bereit sei, ihn zu bezwingen. Mental schien Zverev in den vergangenen Wochen kaum zu bremsen, auch gestärkt von seiner neuen Freundin Sophia Thomalla. Doch zum 4:5 gab Zverev erstmals seinen Aufschlag ab. Vier Satzbälle wehrte er dann erfolgreich ab, beim fünften war er machtlos.

Bei den US Open in New York im September hatte sich Zverev dem Tennis-Rekordesammler in fünf Sätzen geschlagen geben müssen. Diesmal konnte es maximal drei Durchgänge geben. Der 18-fache Turniersieger aus Hamburg setzte sich mit dem Spielgewinn zum 3:1 bei Aufschlag von Djokovic ab und ließ den Gegner nicht mehr zurückkommen. "Die Saison ist Wahnsinn bisher", hatte Zverev bereits vor rund drei Wochen in Wien bilanziert, wo er seinen fünften Turniersieg 2021 holte. Die Goldmedaille im Sommer war der emotionale Höhepunkt. Der Sieg in Japan hatte ihm noch einen Schub verliehen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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