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Gerichtskrimi verloren: Djokovic verlÀsst Melbourne

Von dpa
Aktualisiert am 16.01.2022Lesedauer: 5 Min.
Darf nicht in Australien bleiben: Novak Djokovic.
Darf nicht in Australien bleiben: Novak Djokovic. (Quelle: James Ross/AAP/dpa./dpa)
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Melbourne (dpa) - Nach dem Gerichtsurteil verschwand Novak Djokovic noch vor Mitternacht aus seinem geliebten Australien. Als großer Verlierer stieg der serbische Tennisstar am Tag vor dem Auftakt der Australian Open, bei denen er einen historischen Erfolg feiern wollte, in den Flieger.

Doch weil der ungeimpfte Weltranglisten-Erste vor dem Bundesgericht mit dem Einspruch gegen seine verweigerte Einreise und die Annullierung seines Visums endgĂŒltig scheiterte, verpasst er die Chance auf den 21. Grand-Slam-Titel. Australiens Einwanderungsminister Alex Hawke bestĂ€tigte bei Twitter den Abflug des 34-JĂ€hrigen.

Als Djokovic von Melbourne in Richtung Dubai abhob, war es fĂŒr den Serben eine Reise ins Ungewisse. Er steht am Scheideweg: Muss der 34-JĂ€hrige sich impfen lassen, wenn seine Karriere nicht enden soll?

"Ich bin extrem enttĂ€uscht ĂŒber die Entscheidung", teilte Djokovic mit, bevor er Richtung Dubai abdĂŒste - und nachdem sich die drei Richter einstimmig gegen seinen Einspruch gestellt hatten. Seinem Sport hat er mit dem Gerichtskrimi enorm geschadet.

"Ich fĂŒhle mich unwohl, dass ich der Fokus der vergangenen Wochen gewesen bin, und ich hoffe, dass wir uns nun alle auf das Spiel und das Turnier, das ich liebe, konzentrieren können", schrieb Djokovic. Er werde sich nun ein bisschen Zeit nehmen, sich zu erholen, bevor er weitere Kommentare abgebe. Seit knapp zwei Wochen verdrĂ€ngt der Serbe alle sportlichen Themen und beherrscht die Schlagzeilen: mit seiner umstrittenen medizinischen Ausnahmegenehmigung, mit Ungereimtheiten seiner Corona-Infektion im Dezember, mit den Auftritten mit Kindern und einem Journalisten der französischen Sportzeitung "L'Equipe" trotz positiven Corona-Tests.

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Zukunft von Djokovic ungewiss

Wie er inmitten der Pandemie ohne eine Kehrtwende in der Impffrage an den wichtigsten Turnieren teilnehmen will, erscheint fraglich. Bei den Masters-Events in Indian Wells und Miami im MĂ€rz sind ebenso nur geimpfte Spielerinnen und Spieler zugelassen wie nun bei den Australian Open und den US Open. Über die Regeln in Wimbledon ist noch nichts bekannt. Nur bei den French Open in Paris dĂŒrfte Djokovic als Ungeimpfter nach aktuellem Stand wieder angreifen. "Wenn er sich weiter auf Tennis konzentrieren will, muss er VerĂ€nderungen unternehmen. Deswegen wĂ€re meine Meinung: 'Novak, versuche einzusehen, dass es geimpft leichter fĂŒr dich sein wird.' Ob er das macht, weiß ich nicht", sagte Tennis-Ikone Becker, einst fĂŒr drei Jahre Coach von Djokovic, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

2008, 2011, 2012, 2013, 2015, 2016, 2019, 2020 und 2021 siegte der Serbe bei den Australian Open. Er ist mit neun Titeln der Rekordchampion. Ganz unabhÀngig vom Ausgang des Turniers bleibt Djokovic im Anschluss weiter die Nummer eins der Welt.

Vorerst keine neue Bestmarke

Er wollte aber natĂŒrlich viel mehr. Djokovic hatte sich vorgenommen, ab Montag den Weg zum zehnten Erfolg bei seinem Lieblings-Grand-Slam zu beginnen. Im Endspiel am 30. Januar wollte Djokovic in der Rod Laver Arena seinen 21. Grand-Slam-Titel bejubeln. Damit hĂ€tte er sich zum alleinigen Rekordsieger bei den vier wichtigsten Turnieren gekĂŒrt. Diese Bestmarke teilt er sich momentan mit seinen Rivalen Rafael Nadal aus Spanien und Roger Federer aus der Schweiz - mit je 20 Titeln. Als sogenannter Lucky Loser rĂŒckt nun der Italiener Salvatore Caruso fĂŒr ihn ins Feld und spielt in der ersten Runde gegen den Serben Miomir Kecmanovic.

Auf dem Tennisplatz hat Djokovic oft seine Klasse bewiesen, sich aus kniffligen Situationen zu befreien. Am Sonntag nun verfolgte er aus dem BĂŒro seiner AnwĂ€lte, wie der Streit um seine Einreise und sein Visum endgĂŒltig verloren ging. Die Nacht vor der Verhandlung beim Bundesgericht hatte er wieder in einem Abschiebehotel verbracht. Dort war er bereits fĂŒr vier Tage gewesen, nachdem ihm in der vorigen Woche in der Nacht zu Donnerstag die Einreise verweigert worden war.

Ungeimpfter Djokovic

Djokovic ist nicht gegen das Coronavirus geimpft und deswegen eine umstrittene Person in Australien, das seit Beginn der Pandemie harte Regeln aufgestellt hat. Als prominentes Vorbild könne er fĂŒr eine "Anti-Impf-Stimmung" sorgen, begrĂŒndete die australische Regierung.

Die Anhörung vor dem Bundesgericht hatte am Sonntagmorgen Ortszeit um 9.30 Uhr begonnen. Rund fĂŒnf Stunden spĂ€ter hatten sich die drei Richter fĂŒr die Urteilsfindung zurĂŒckgezogen, ehe sie die Entscheidung am frĂŒhen Abend verkĂŒndeten. Die BegrĂŒndung der drei Richter James Allsop, Anthony Besanko und David O'Callaghan solle frĂŒhestens am Montag erfolgen, hieß es. Djokovic mĂŒsse die Kosten des Verfahrens zahlen. Mehr als 85.000 Menschen schauten zwischenzeitlich die entscheidende Sitzung auf dem YouTube-Kanal des Bundesgerichts.

Die Entscheidung sei aus GrĂŒnden der "Gesundheit, Sicherheit und der Ordnung" gefallen, schrieb Australiens Premierminister Scott Morrison bei Facebook. Es sei "im öffentlichen Interesse" geschehen. Das Urteil soll auch seine Landsleute beruhigen, die sich in Umfragen mit großer Mehrheit gegen Djokovic gestellt hatten. Eine erste Gerichtsentscheidung am Montag war zu Gunsten von Djokovic ausgefallen. Am Freitag hatte Einwanderungsminister Hawke das Visum erneut annulliert.

WĂŒtende Reaktionen aus Serbien

Die Reaktionen aus Djokovics Heimat Serbien auf die Entscheidung fielen empört aus. "In Melbourne geschah die grĂ¶ĂŸte Schande in der Geschichte des Sports! SchĂ€m dich, Australien!", schrieb das Portal "kurir.rs". "Das Recht hat verloren, die Politik hat gesiegt." Das Portal "informer.rs" titelte: "ErschĂŒttert wie noch nie!" Seit seiner Ankunft in Australien habe Djokovic "nichts als WillkĂŒr und Schikanen" erfahren, sagte der serbische PrĂ€sident Aleksandar Vucic.

Die Herren-Tennis-Organisation ATP bedauerte die Ausweisung des Weltranglistenersten. Die Entscheidung des Gerichts sei letzten Endes zu akzeptieren, teilte die ATP mit. "UnabhĂ€ngig davon, wie dieser Punkt erreicht worden ist, ist Novak einer der grĂ¶ĂŸten Champions unseres Sports und sein Fehlen bei den Australian Open ist ein Verlust fĂŒr das Spiel", hieß es. Die Situation sei fĂŒr niemanden gut gewesen, sagte der Schotte Andy Murray, in Melbourne mehrmals Finalgegner von Djokovic, der BBC. "Hoffentlich können wir von allen Seiten, des Turniers und von Novak, sicherstellen, dass dies nicht bei anderen Turnieren passiert."

In der Causa Djokovic gab auch der australische Tennisverband ein schlechtes Bild ab. Tennis Australia wird vorgeworfen, Spieler mit der Information in die Irre getrieben zu haben, dass eine kĂŒrzliche Corona-Erkrankung fĂŒr eine medizinische Ausnahme - und damit auch die Einreise - reiche. Der umtriebige Turnierboss Craig Tiley wird von RĂŒcktrittsforderungen begleitet, seit der Fall seinen Lauf nahm. In den vergangenen Tagen war der sonst omniprĂ€sente Turnierdirektor abgetaucht.

Am Yarra River beginnen nun am Montag nach dem tagelangen Hin und Her endlich die Tennis-Matches. Die Australian Open wĂŒrden großartige Australian Open werden - mit oder ohne Djokovic, hatte Nadal, der zugab, das Thema ein wenig satt zu haben, am Samstag gesagt. Es sei klar, dass Djokovic einer der Besten der Geschichte sei. "Aber kein Tennisspieler der Geschichte ist wichtiger als das Event."

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