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Die Corona-Regeln der Winterspiele

Von dpa
Aktualisiert am 25.01.2022Lesedauer: 4 Min.
F├╝r Teilnehmer der Spiele in Peking besteht keine Impfpflicht, die Corona-Regeln sind allerdings streng.
F├╝r Teilnehmer der Spiele in Peking besteht keine Impfpflicht, die Corona-Regeln sind allerdings streng. (Quelle: Mark Schiefelbein/AP/dpa./dpa)
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Leipzig (dpa) - Die Corona-Pandemie macht die Olympischen Winterspiele von Peking (4. bis 20. Februar) zu einer enormen Herausforderung f├╝r alle Beteiligten. Die Omikronvariante versch├Ąrft die Situation noch einmal.

Vor den Spielen haben die Organisatoren deshalb klare Regeln festgelegt, was vor Beginn zu erledigen ist und wie in bestimmten Szenarien verfahren wird.

Wie sieht die medizinische Betreuung des deutschen Teams aus?

Die deutsche Mannschaft wird von 15 ├ärzten betreut. Das Team besteht aus zehn Orthop├Ąden, drei Internisten und drei Allgemeinmedizinern. Hinzu kommen - je nach Teamgr├Â├če - 22 bis 28 Physiotherapeuten und zwei Sportpsychologen. In allen drei Clustern der Spiele (Peking, Yanqing, Zhangjiakou) gibt es Polikliniken, die jedem Akkreditiertem offen stehen. F├╝r die Spiele sind zw├Âlf Schwerpunktkliniken vorgesehen, insgesamt 41 medizinische Einrichtungen.

Werden die Olympia-Teilnehmer abgeschottet?

Die Organisatoren werden f├╝r die Dauer der Spiele eine Olympia-Blase schaffen. Freie Bewegung ist nur innerhalb dieser Blase m├Âglich, Kontakt zur Au├čenwelt untersagt und ohnehin wohl unm├Âglich. Ist ein Athlet oder Betreuer doppelt geimpft oder hat eine dreiw├Âchige Quarant├Ąne nach der Ankunft auf sich genommen, erh├Ąlt er Zugang zur Blase und verl├Ąsst China aus dieser auch wieder.

Besteht eine Impfpflicht f├╝r Olympia-Teilnehmer?

Nein, Teilnehmer an den Winterspielen m├╝ssen nicht geimpft sein. Allerdings ist ohne Impfung eine 21-t├Ągige Quarant├Ąne nach der Ankunft in China verpflichtend. F├╝r die meisten Athleten ist dies aufgrund des einhergehenden Formverlustes keine Option. Die Snowboard-Olympiasiegerin Patrizia Kummer aus der Schweiz hat dennoch genau diesen Weg gew├Ąhlt und trat Mitte Januar die dreiw├Âchige Isolation an. Doppelt geimpfte Teilnehmer d├╝rfen direkt nach der Ankunft und einem negativen Test in die Olympia-Blase.

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Sind alle geimpften Athleten dreifach geimpft?

Das ist unklar, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit lautet die Antwort nein. Zahlen dar├╝ber stehen nicht zur Verf├╝gung. "Wir haben jedem Teilnehmer geraten, sich boostern zu lassen. Ich gehe von einer hohen Boosterquote aus", sagte der deutsche Olympiaarzt Bernd Wolfarth. Nach dpa-Informationen haben einige deutsche Sportler aus Sorge vor einer Impfreaktion auf den Booster verzichtet. Einige haben nach den ersten beiden Impfungen Reaktionen in Kauf nehmen m├╝ssen, andere steckten bis kurz vor Beginn der Spiele in der Qualifikation und wollten diese nicht gef├Ąhrden.

Was m├╝ssen die Athleten vor der Einreise erledigen?

14 Tage vor der Abreise muss mit einem Gesundheitstagebuch begonnen werden. Daf├╝r muss t├Ąglich die Temperatur gemessen sowie ein Fragebogen nach dem allgemeinen Gesundheitszustand ausgef├╝llt werden. Maximal 96 Stunden vor dem Abflug ist der erste PCR-Test zu nehmen, h├Âchstens 72 Stunden vor dem Abflug der zweite. Sind beide Tests negativ, kann ein QR-Code zur Einreise generiert werden.

Wie l├Ąuft die Einreise ab?

Die Olympia-Beteiligten kommen mit Sonderfl├╝gen, die nur Akkreditierten offen stehen, nach Peking. Nach der Ankunft m├╝ssen sich alle Teilnehmer am Hauptstadt-Flughafen einem weiteren PCR-Test unterziehen. Im Anschluss wird man in die Unterkunft auf das Zimmer gebracht, wo man auf das Ergebnis wartet. Ist das Ergebnis negativ, kann man sich fortan frei in der olympischen Blase bewegen. Dennoch muss man sich t├Ąglich einem PCR-Test unterziehen.

Was passiert einer Kontaktperson?

Wird man als enge Kontaktperson eines Infizierten eingestuft, wird man nicht sofort aus den Spielen genommen. Man bekommt ein Einzelzimmer, muss allein essen, muss zwei Meter Abstand zu anderen Teilnehmern halten und wird zweimal am Tag getestet. Man darf getrennt von den Teamkollegen auch trainieren. "Das ist machbar und umsetzbar", sagt Wolfarth. "Man hat sich hier eng an die Vorgaben wie in Tokio gehalten." Als Kontaktperson gilt man, wenn man sich 15 Minuten in unmittelbarer N├Ąhe zu einer infizierten Person aufgehalten hat. F├╝r den Hinflug gelten die direkten Sitznachbarn sowie die zwei Reihen vor und hinter dem eigenen Sitzplatz als "close contact".

Was passiert bei einem positiven Test?

Nach einem positiven PCR-Test gibt es zun├Ąchst einen zweiten Test, um das Ergebnis zu verifizieren. Wird das Ergebnis best├Ątigt, muss man sich in Isolation begeben, wenn man symptomfrei ist. F├╝r die Quarant├Ąne-Einrichtungen haben die Organisatoren garantiert, dass es englischsprachiges Personal geben wird, drei Mahlzeiten am Tag sowie einen Internetzugang. Es wurde den Nationen au├čerdem gestattet, zus├Ątzlich Psychologen f├╝r die Betreuung der Athleten zu akkreditieren, auch das ist eine Lehre aus Tokio. Nach zwei negativen PCR-Tests darf man die Isolation verlassen. Nach mindestens zehnt├Ągiger Quarant├Ąne gen├╝gt ein negativer Test, sofern keine Symptome f├╝r eine Erkrankung vorliegen. Im Anschluss an die Isolation gelten f├╝r weitere sieben Tage die Regeln f├╝r Kontaktf├Ąlle.

Wann gelten Olympia-Beteiligte als Coronafall?

Zuletzt hatte Alpinchef Wolfgang Maier kritisiert, dass der Ct-Wert (Cycle Threshold) mit 40 viel zu hoch angegeben sei. Der Wert gibt an, wie ansteckend eine Person ist, je niedriger desto ansteckender. Nach Empfehlung des Robert Koch-Instituts gilt man ab einem Wert gr├Â├čer als 30 als nicht mehr ansteckend. In China gelten andere Standards, unabh├Ąngig von den Winterspielen. Wegen der heftigen Kritik an den unterschiedlichen und teils unklaren Vorgaben lockerten die Organisatoren aber die Vorgaben f├╝r die Olympia-Blase. Der Grenzwert wurde auf 35 gesenkt. Damit soll vermieden werden, dass viele vor ihrer Abreise negativ getestete Sportler nach ihrer Ankunft als positiv eingestuft werden.

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