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Leichtathletik-EM: Wahnsinn! Malaika Mihambo holt Weitsprung-Gold


Leichtathletik-EM  

Mihambo holt überraschend Weitsprung-Gold

11.08.2018, 21:54 Uhr | t-online.de, sid

(Quelle: t-online.de) (Quelle: Imago)
Die deutschen Goldmedaillen-Gewinner bei der EM

Das sind die deutschen Helden bei den European Championships 2018 (Quelle: t-online.de)

Helden: Die deutschen Gold-Gewinner bei der EM. (Quelle: t-online.de)


Malaika Mihambo hat den Europameister-Titel im Weitsprung gewonnen. Bei den Titelkämpfen in Berlin präsentierte sich die Heidelbergerin nervenstark.

Im vergangenen Jahr drohte Weitspringerin Malaika Mihambo noch das Karriereende, am Samstagabend feierte sie ausgelassen ihr Gold: Mit einem Satz auf 6,75 m krönte die nervenstarke 24-Jährige die beste Saison ihrer Karriere und holte 20 Jahre nach Heike Drechsler den EM-Titel wieder nach Deutschland.



Silber ging an Maryna Bech (Ukraine/6,73), Bronze holte Shara Proctor (Großbritannien/6,70). Titelverteidigerin Ivana Spanovic (Serbien) war wegen eines Teilrisses der Achillessehne, den sie sich in der Qualifikation zugezogen hatte, nicht am Start. Die europäische Jahresbeste Lorraine Ugen (Großbritannien/6,45) wurde nur Neunte.

Mihambo musste am Anfang zittern

Bereits vor zwei Jahren hatte Mihambo bei der EM in Amsterdam Bronze gewonnen, wenig später belegte sie bei den Olympischen Spielen in Rio Platz vier. Die letzte EM-Goldmedaille einer deutschen Weitspringerin gewann Drechsler, die zwischen 1986 und 1998 viermal in Folge gewonnen hatte.

Zunächst musste Mihambo jedoch zittern. In den ersten beiden Versuchen kam sie jeweils nur auf 6,36, das frühe Aus drohte. Doch dann zeigte sie sich im dritten Versuch nervenstark und setzte sich mit 6,75 m an die Spitze. Zwar kamen ihre Konkurrentinnen im letzten Versuch nochmal heran, übertrafen sie jedoch nicht. Sosthene Moguenara (Wattenscheid) und Alexandra Wester (Köln) waren in der Qualifikation ausgeschieden.

2017 noch kurz vor dem Karriereende

Für Mihambo war es der Lohn einer erfolgreichen Saison. Im Mai hatte sie in Weinheim mit 6,99 bereits an der Sieben-Meter-Marke gekratzt, damals verschenkte sie sogar noch 13 Zentimeter am Absprung. Anfang Juli feierte sie in Lausanne ihren ersten Sieg in der Diamond League. In diesem Jahr war sie die konstanteste deutsche Springerin.

Dabei hing ihre Karriere noch 2017 am seidenen Faden. Sie rutschte zu Hause auf der Treppe aus und zog sich eine komplizierte Verletzung am Fuß zu. Glücklicherweise schlug die konservative Therapie an.

Die Verletzungszeit machte sie im Nachhinein stärker: "Ich betrachte meinen Sport jetzt anders. Man entwickelt eine andere Trainings- und Wettkampfmoral. Das alles hilft mir sehr", betonte Mihambo. Wie sehr, zeigte sie eindrucksvoll am Samstag.

Verwendete Quellen:
  • sid

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