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NBA-Basketball: Was macht eigentlich Dirk Nowitzki?


So ganz kann er es doch nicht lassen

  • Dominik Sliskovic
Von Dominik Sliskovic

Aktualisiert am 03.02.2023Lesedauer: 4 Min.
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Dirk Nowitzki: Seit seinem Karriereende 2019 genießt der 44-Jährige sein Leben als Familienvater und Privatperson. (Quelle: IMAGO/Christoph Hardt)
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Dirk Nowitzkis Basketballkarriere war eine mit Superlativen. Seit ihrem Ende 2019 geht es der "Dunking Deutschman" sehr gelassen an.

Es war bereits die zweite Ehrung dieser Art, die ihm zuteil wurde. Routine trat aber dennoch nicht ein. Zu emotional, zu bewegend war der Moment, als vor dem ersten Spiel der Basketball-EM im September 2022 das Deutschland-Trikot mit der Nummer 14 unter das Hallendach der Kölner Lanxess-Arena gezogen wurde. Pyro, Funkenflug, gestandene Männer in Achselhemden den Tränen nahe. Und unten auf dem Parkett stand der Mann des Abends und konnte sich ein zufriedenes Lächeln nicht verkneifen: Dirk Nowitzki. Deutschlands größter Basketballer jemals. Einer der wichtigsten Innovatoren des Spiels mit dem orangefarbenen Ball.

Sieben Jahre nach seinem letzten Spiel für die DBB-Auswahl wurde sein Trikot "retired", in Rente geschickt. Kein deutscher Nationalspieler wird jemals wieder mit der 14 auf dem Rücken auflaufen. So waren sie bereits Anfang des Jahres mit seiner 41 bei den Dallas Mavericks verfahren. Natürlich mit mehr Pomp, noch mehr Reden, noch mehr Videos, US-amerikanischer. Jedoch mit dem gleichen Ergebnis: keiner solle in Zukunft wagen, das Erbe Nowitzkis zu stören, indem er sich mit seiner Nummer auf dem Rücken mit Durchschnitt zufrieden gab.

Dirk Nowitzki spielt seit 1999 für die Dallas Mavericks in der NBA.
Dirk Nowitzki spielte von 1998 bis 2019 für die Dallas Mavericks in der NBA. (Quelle: imago-images-bilder)

Und Nowitzki? Der schien von sich abzulenken. Dankte seinen – eigens angereisten – früheren NBA-Mitspielern, seinem Mentor Holger Geschwinder sowie seiner Ehefrau Jessica und den drei gemeinsamen Kindern. "Es war für mich eine unvergessliche Reise mit euch. Und jetzt: Auf geht's, Deutschland!", beendete er seine kurze Rede. Denn auch das zeichnete den Sportler Nowitzki immer aus: für ihn stand stets das Spiel im Vordergrund.

Stand ist dabei die exakt richtig gewählte Zeitform. Schon kurz nach seinem Karriereende 2019 sagte der heute 44-Jährige im Gespräch mit dem "Spiegel": "Ich bin über Basketball hinweg."

Also was macht der "Dunking Deutschman", wenn er nicht mehr dem "Swish"-Geräusch des Balls, der durch den Korb fällt, hinterherjagt? Was macht "Dirkules", wenn er nicht Sommerstunde um Sommerstunde in muffigen unterfränkischen Sporthallen mit Geschwinder am perfekten Wurf arbeitet? Die Antwort scheint zu sein: aus dem Getriebenen ist ein Genussmensch geworden, jemand, der sich im besten Sinne des Wortes gehen lässt.

Nowitzki nahm nach dem Karriereende acht Kilo zu

"Wenn ich abends ausgehe und alle sich Dessert und Wein bestellen, habe ich die vergangenen 20 Jahre nein gesagt. Das fällt aktuell schwer", erzählte Nowitzki im Frühjahr 2022 bei einem Medientermin, acht Kilo habe er so seit seinem Karriereende zugenommen. Ein Gewicht, das er durch Rad- und Kraftsport sowie die eine oder andere Runde Tennis wieder verloren habe. Einen Basketball nimmt er jedoch nicht mehr in die Hand.

Dem Basketball völlig abgeschworen, wie es im "Spiegel"-Gespräch klang, hat er jedoch nicht. Die EM in Köln und Berlin begleitete er als Turnierbotschafter intensiv, agierte im Viertel- und Halbfinale der deutschen Auswahl zudem beim übertragenden Sender RTL als Experte.

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Feierliche Trikot-Zeremonie in der Kölner Lanxess-Arena: Kein deutscher Basketball-Nationalspieler wird jemals wieder mit der Rückennummer 14 auflaufen. (Quelle: IMAGO/Anke Waelischmiller/SVEN SIMON)

Auch die Verbindung zu seinem Team, den Dallas Mavericks, für das er 21 Jahre in der NBA aktiv war, ist weiter intakt. Seit Sommer 2021 berät er in der Rolle des "Special Advisor" Mavericks-Besitzer Mark Cuban bei Personalentscheidungen. Nowitzki ist es dabei jedoch wichtig, in der zweiten Reihe zu bleiben.

"Er war bei einigen Partien in der Halle zu Gast, und wenn wir die Möglichkeit haben, versuchen wir, uns mit ihm auszutauschen", verriet Mavericks-Profi Maxi Kleber 2020 im t-online-Interview. Doch auch der deutsche NBA-Star weiß, dass Nowitzkis Fokus ein anderer ist: "Seine Priorität ist aktuell aber einfach, so viel Zeit wie möglich mit seiner Familie zu verbringen."

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Wird "Dirkules" Privatcoach des nächsten NBA-Superstars?

Das heißt jedoch nicht, dass Nowitzki nicht umtriebig ist. "Wenn die Kids in der Früh alle im Kindergarten sind, gehe ich meist rüber ins Büro meiner Stiftung", erzählte der 2,13-m-Mann dem "Spiegel". Die nach ihm benannte Wohltätigkeitsorganisation wird administrativ von seiner Schwester Silke geleitet und setzt sich für die sportliche sowie schulische Förderung von Kindern ein.

Das große, öffentlichkeitswirksame Schaulaufen, den Trubel um seine Person, darauf hat Nowitzki schon immer gerne verzichtet. Seine Auftritte als Markenbotschafter einer Direktbank – einer der wenigen, seit Jahrzehnten treuen Privatsponsoren Nowitzkis – sind extrem rar, seine TV-Spots so minimalistisch inszeniert, dass man gar vergessen könnte, dass dort einer der besten Schützen in der Geschichte der NBA für gebührenfreie Kreditkarten wirbt.

Nowitzki mag dieses Agieren im Halbdunkeln, es ist eine bewusste Entscheidung. Diese Linie wird er wohl auch weiterführen, wenn er irgendwann sein Comeback im Basketball-Kosmos geben wird. Für einen Nachwuchsspieler den Mentor geben, ganz so, wie es Geschwinder für ihn getan hat – das würde ihn reizen, erklärte der gebürtige Würzburger. Victor Wembanyama, das 19-jährige, 2,19 m große französische Basketball-Supertalent, könnte dieser Spieler sein. Medienberichten zufolge soll sich der designierte Nummer-eins-Pick des 2023er-NBA-Drafts bereits mit Geschwinder in einer Turnhalle irgendwo in Europa zum Austausch getroffen haben. Ob Nowitzki mit von der Partie war, ist nicht bekannt. Fest steht: "Dirkules" könnte "Wemby" noch vieles beibringen.

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Verwendete Quellen
  • spiegel.de: In der Ehrenrunde, kostenpflichtig
  • spiegel.de: Die 14 unterm Hallendach
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