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Kurz und intensiv: Ex-Profi Nicolas Kiefer veranstaltet neues Tennis-Turnier


Ex-Tennisprofi startet neues Turnierformat


24.02.2023Lesedauer: 3 Min.
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Nicolas Kiefer (Archivbild): Der langjährige Weltklassespieler ist weiter im Tennis engagiert.Vergrößern des Bildes
Nicolas Kiefer (Archivbild): Der langjährige Weltklassespieler ist weiter im Tennis engagiert. (Quelle: osnapix / Kaisen)

Mit einem neuen Konzept will der langjährige Weltklassespieler Nicolas Kiefer neue Zielgruppen ansprechen. Nun hat der 45-Jährige erste Details bekannt gegeben.

Das deutsche Tennis macht aktuell eine schwierige Phase durch: Vorzeigespieler Alexander Zverev sucht nach seiner schweren Verletzung noch seine Form, muss sich erst wieder zurück in die Weltspitze kämpfen. Anfang Februar scheiterte das deutsche Davis-Cup-Team an der Schweiz. Bei den Damen fehlt die dreimalige Grand-Slam-Siegerin Angelique Kerber, die im Frühjahr ihr erstes Kind erwartet.

Die Begeisterung für den Sport aber nimmt zu: Laut dem Deutschen Tennis-Bund (DTB) stieg die Zahl der Vereinsmitglieder 2022 auf bundesweit 1.444.711 – 62.000 mehr als noch im Jahr zuvor.

"Andere Sportarten sind weiter"

Einer, der sich stets Gedanken um die Popularität und den Zuspruch des Tennissports in Deutschland macht, ist der langjährige Weltklassespieler Nicolas Kiefer – der frühere Weltranglistenvierte hat nun mit Geschäftspartner und IT-Unternehmer Andreas Riediger ein neues Projekt gestartet: Das "NK4 European Fast-4 Tennis Race" – ein Turnier, das den Tennissport in Deutschland modernisieren soll.

Kiefer spricht aus Erfahrung, die Digitalisierung des Angebots sei ein zentraler Aspekt bei der Ausarbeitung des Konzepts gewesen: "Besonders die 'Generation Z' hat doch eine ganz andere Erwartungshaltung an Sportangebote, das hat sich in den letzten zehn Jahren enorm verändert", erklärt der 45-Jährige im Gespräch mit t-online. Alles müsse nun so unkompliziert wie möglich sein. Riediger: "Verfügbarkeiten checken, Zutritt zur Tennisanlage bekommen, Plätze buchen, Spielansetzungen checken, Live-Rankings, bezahlen – das sind alles Punkte, auf die man in Echtzeit zugreifen können möchte." Das Tennis habe in diesen Bereichen großen Aufholbedarf: "Andere Sportarten sind in Sachen Digitalisierung bereits weiter vorangeschritten."

Das Spielformat wurde angepasst

Das Konzept des NK4 European Fast-4 Tennis Race: Zwischen April und September 2023 werden auf teilnehmenden Tennisplätzen in Deutschland und ganz Europa Quali-Turniere veranstaltet. Teilnehmen kann jeder Tennis-Verein, dem mindestens zwei Tennisplätze zur Verfügung stehen.

Auch das Spielformat wurde dafür angepasst. Kiefer gibt die Grundidee vor: "Kurz und intensiv" sollen die Matches sein. Sätze werden nur bis vier gespielt – normalerweise entscheidet der Spieler einen Satz für sich, der sechs Spiele gewonnen und dabei auf seinen Gegner einen Vorsprung von mindestens 2 Spielen hat (beispielsweise 6:4 oder 7:5, Anm. d. Red.). Dazu gilt dann "No Ad": Bei 40:40-Gleichstand wird der folgende Punkt üblicherweise als "Vorteil" (engl. Advantage, Anm. d. Red.) bezeichnet, erzielt ein Spieler diesen und direkt darauf noch einen weiteren Punkt, hat er das jeweilige Spiel gewonnen. Hier aber entscheidet stattdessen direkt der nächste Punkt das Spiel. Und: "No Let" – berührt der Ball beim Aufschlag eines Spielers das Netz, wird nicht wie sonst üblich wiederholt.

Der Silber-Sieger im Doppel bei den Olympischen Spielen 2004 führt den Grundgedanken weiter aus: "In diesem Format kann ein Turnier sehr gut an einem Tag ausgespielt werden. Außerdem gibt es bei jedem Turnier immer auch eine Nebenrunde, also sind für teilnehmende Spielerinnen und Spieler immer zwei Spiele garantiert." Teilnehmen können Damen, Herren, Mädchen und Jungen in den Altersklassen U12, U14, U16 und U18 sowie Senioren ab 40 Jahren.

Informationen über eine eigene App

Voll gestartet werden solle am 27. April. Die Ziele sind ambitioniert: "Sportlich möchten wir in diesem Jahr mehr als 1.000 Teilnehmer haben und im Herbst im Rahmen der Masters die ersten NK-4 European Fast-4 Champions auszeichnen." Für Vereine ist die Teilnahme nicht mit Extrakosten verbunden, stattdessen sollen je nach Konkurrenz Prämien ausgezahlt werden. Ein zusätzlicher Anreiz soll das sein. Man wolle diejenigen zusammenbringen, "die mit Leidenschaft, Herz und Begeisterung beim Tennis dabei sind – auch ohne Mitgliedschaft in einem Verein."

Bekommt ein Verein die erforderliche Teilnehmerzahl zusammen – mindestens ein Achterfeld muss zustande kommen –, werden die Matches auf der NK4-Website ausgelost, weitere Informationen erhalten Spielerinnen und Spieler dann über eine eigene App, die mit Start des ersten Turniers verfügbar sein soll.

Das Projekt soll laut Kiefer noch weiter ausgebaut werden: "In Anbetracht des sehr sportlichen und ambitionierten Zeitplans haben wir eine Menge der Ideen bereits für das Jahr 2024 geparkt. Es gibt schon viele interessante Gespräche mit potenziellen Unterstützern und Sponsoren."

Verwendete Quellen
  • Gespräch mit Nicolas Kiefer und Andreas Riediger
  • Informationen auf nk-4,com
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