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Olympia 2021: DBB-Team verliert deutlich gegen Australien – und muss zittern


Olympia-Duell gegen Australien  

DBB-Team verliert deutlich – und muss zittern

31.07.2021, 13:04 Uhr | dpa, dd

Olympia 2021: DBB-Team verliert deutlich gegen Australien – und muss zittern. Heißes Duell in der Saitama Super Arena: Das deutsche Team um Maodo Lo (r.) verlor gegen Australien. (Quelle: dpa/Swen Pförtner)

Heißes Duell in der Saitama Super Arena: Das deutsche Team um Maodo Lo (r.) verlor gegen Australien. (Quelle: Swen Pförtner/dpa)

Für die deutsche Basketball-Nationalmannschaft wird es bei den Olympischen Spielen in Tokio eng. Australien ist zu stark für das Team von Bundestrainer Rödl – aber es gibt noch immer eine Chance aufs Viertelfinale.

Die deutschen Basketballer haben in der Vorrunde zwar die zweite Niederlage im dritten Spiel hinnehmen müssen, können bei den Olympischen Spielen aber immer noch erstmals seit 1992 in das Viertelfinale einziehen. Nach dem 76:89 (40:44) gegen Australien am Samstag reicht es dem Team von Bundestrainer Henrik Rödl, wenn Außenseiter Tschechien am Abend eine Niederlage mit mehr als zwei Punkten Differenz gegen Gold-Favorit USA kassiert.

Bereits dann würde die Auswahl des Deutschen Basketball Bunds in Tokio als Dritter der Gruppe B in die Runde der besten Acht kommen und am Dienstag in Japan auf den Sieger der Gruppe A (Frankreich) oder C (Slowenien oder Spanien) treffen. Die Auslosung findet am Sonntag statt.

"Wir müssen da konzentrierter bleiben, weil wir wissen, dass jeder Punkt zählt zum Weiterkommen. Gegen so ein Topteam braucht man 40 Minuten konzentrierten Basketball", sagte Danilo Barthel. "Wir wissen auch, dass wir für die nächste Runde eine Schippe drauflegen müssen." NBA-Profi Moritz Wagner wollte noch nicht über einen möglichen Viertelfinalgegner sprechen. "Wir gucken heute Abend, wie es steht und ob wir morgen nach Hause fahren. Generell hat dieser Sommer den deutschen Basketball weitergebracht."

Starkes Obst-Spiel trug zuerst Früchte

Sollte Tschechien sensationell gegen die Amerikaner gewinnen, ist ein Weiterkommen durch Schützenhilfe auch noch am Sonntag sehr wahrscheinlich. Trotz der Enttäuschung zum Vorrunden-Abschluss sieht alles danach aus, als würde die Mannschaft anders als noch bei der letzten Olympia-Teilnahme 2008 in Peking mit Dirk Nowitzki nicht schon in der Vorrunde scheitern. In Saitama war Andreas Obst (17 Punkte) bester deutscher Werfer gegen den in Japan ungeschlagenen WM-Vierten Australien.

Nach ihren Siegen gegen Italien und Nigeria traten die Australier selbstbewusst auf. Vor allem NBA-Veteran Patty Mills von den San Antonio Spurs übernahm Verantwortung, konnte den starken deutschen Start aber nicht verhindern. Mit 15:10 führte die DBB-Auswahl und profitierte vor allem von ihren durchdachten Offensive. Während Australien auf den verletzten NBA-Profi Aron Baynes verzichten musste, überzeugten Maodo Lo und Co. mit ihrem guten Teamspiel.

10:0-Lauf brachte Deutschland wieder ran

Dieses hatte am Mittwoch den ersten Sieg gegen Nigeria gebracht. Zum Auftakt hatte die Mannschaft gegen Italien lange geführt, verschenkte einen Erfolg aber in der schwachen Schlussphase. Bereits vor dem Sprungball stand fest, dass Nigeria nach drei Pleiten ausgeschieden und Deutschland mindestens Dritter in der Vorrundengruppe B ist.

Doch in der eigentlich 16.000 Zuschauer fassenden Super Arena wollte sich bei der DBB-Auswahl niemand auf Rechenspiele einlassen. Der zweite Sieg war das klare Ziel, das war auch auf dem Parkett schnell zu merken. 22:18 führte das DBB-Team nach dem ersten Viertel, mehr als 70 Prozent der Wurfversuche fanden den Weg in den Korb. Das änderte sich im zweiten Abschnitt. Kleine Fehler und schlechte Entscheidungen im Angriff sorgten dafür, dass die Boomers wieder knapp in Führung gingen (33:31).

Australien, das in Tokio die erste Olympia-Medaille gewinnen will, trat sehr lange nicht so souverän auf wie in den vorherigen Partien. Zwar zogen sie nach der Pause erstmals auf zehn Punkte davon (50:40), doch mit einem 10:0-Lauf gelang Deutschland sofort wieder der Ausgleich (50:50). Im Schlussviertel wurde die Gegenwehr aber doch gebrochen. Die Begegnung war in den Schlussminuten völlig zerfahren und geprägt von vielen Fehlwürfen, so dass die Australier doch noch ungefährdet gewinnen konnten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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